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Creglingen - Familienzentrum und Schulverbund boten Workshops und Elternabend mit dem Theaterpädagogen Dirk Bayer zum Thema Mobbing und Gewalt

Workshop zu Mobbing: In Rolle von Opfer und Täter geschlüpft

Bei einer Kooperation zwischen Familienzentrum und Schulverbund Creglingen ging es um Gewaltprävention.

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Das Familienzentrum und der Schulverbund Creglingen boten gemeinsam ein Gewaltpräventionsprojekt für die 6. Klassen. Der Theaterpädagoge Dirk Bayer entwickelte mit den Schülern Szenen, in denen es um Gewalt und Mobbing geht. © Weimer

Creglingen. Gemeinsam mit der Schulleitung und der Schulsozialarbeit organisierte und finanzierte das Familienzentrum Creglingen mehrere Workshops zur Gewaltprävention in Verbindung mit einem Elternabend. Für die Durchführung wurde der Theaterpädagoge Dirk Bayer aus Bamberg verpflichtet, der ebenso als Clown, Coach und Familientherapeut tätig ist.

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„Ein wesentlicher Schlüssel für die Vermeidung von Gewalt“, so Dirk Bayer am Elternabend „ist die Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls“. Hier seien die Eltern gefragt, die von klein auf einen entscheidenden Einfluss darauf haben, ob ein Kind sich verstanden, gesehen und wahrgenommen fühlt.

Dies sei, in Anlehnung an die Sichtweise von Familientherapeut und Buchautor Jesper Juul, die Voraussetzung dafür, dass die Integrität des Kindes gewahrt wird und es sich selbst „okay“ findet. Ein grundlegender Satz von Juul, der Dirk Bayer seit vielen Jahren begleitet, ist: „Ich bin hier – wo bist Du?“ Grundsätzlich wäre es wünschenswert, in eine „echte Beziehung“ auf Augenhöhe miteinander zu treten. Dies gelte nicht nur für Eltern, sondern auch für Lehrer oder andere Bezugspersonen.

Die Workshops, bei denen Dirk Bayer diese Grundsätze konkret anwenden konnte, fanden in den 6. Klassen der Werkrealschule und Realschule in Form eines interaktiven Theaters statt: die Schülerinnen und Schüler wurden immer miteinbezogen und in „ihrer“ Realität abgeholt und wahrgenommen.

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Gemeinsam Szenen entwickelt

Es wurden gemeinsam Szenen von Gewalt und Mobbing gespielt und nachgestellt, bei denen die Kinder sowohl in die Rollen des Täters als auch des Opfers schlüpfen und sich darin einfühlen konnten. Die Szenen waren den Jugendlichen nicht fremd, wie sich in den Gesprächsrunden herausstellte, die zwischen den einzelnen Rollenspielen stattfanden. Im Gegenteil, jeder hatte solche oder ähnliche Situationen bereits erlebt. Ebenso bekamen die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich am Lösungsprozess zu beteiligen und eigene Auswege aus der Situation zu erarbeiten. Auch diese wurden dann gemeinsam gespielt.

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Alles in allem ein gelungenes Projekt mit einigen spürbaren Aha-Effekten bei Kindern, Eltern und Schulpersonal, das noch länger nachwirkt.

Zusammen mit ihren Klassenlehrern und den Schulsozialarbeitern werden die Jugendlichen das Erlebte nun in den folgenden Tagen und Wochen während des Unterrichts thematisieren und „nacharbeiten“. Erika Weimer, Leiterin des Familienzentrums Creglingen, würdigte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Möglich wurde das Angebot dank einer Spende in Höhe von rund 1000 Euro durch Thomas Roth und sein Team.

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