Creglinger Wandelwoche - 19 Veranstaltungen boten breit gestreute Themenpalette / Viele positive Rückmeldungen „Wandel beginnt ganz still im Inneren“

Von 
Arno Boas
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Auch Meditationen gehörten zum Programm der Creglinger Wandelwoche. © Weimer

Mit 19 Veranstaltungen und 17 Referenten hat die Creglinger „Wandelwoche“ Akzente gesetzt. Erika Weimer vom Familienzentrum zieht eine durchweg positive Bilanz.

Positive Reaktionen

Auf das bunte Programm der Wandelwoche hat Erika Weimer zahlreiche Reaktionen erhalten – durchweg positiver Natur. Nachfolgend ein paar Auszüge:

„Das gesamte Projekt hat mir sehr gut gefallen, viele Menschen bringen ihre Ideen und ihr Engagement ein, und es ergibt ein großes Ganzes“.

„Die Zusammenstellung der Themen war sehr abwechslungsreich und gut überlegt“.

„Mit dieser Veranstaltung wart ihr zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Besser hätte es wirklich nicht sein können“.

„Mir haben die einzelnen Veranstaltungen wieder positive Energie gegeben. Danke dir für den Mut, hier in Creglingen neue Wege zu gehen“.

„Die Wandelwoche war ein Leucht-stern, der der weit über Creglingen hinaus scheint“. abo

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Creglingen. Als Erika Weimer, Leiterin des Familienzentrums, die erste Creglinger „Wandelwoche“ terminierte, hatte sie unbewusst den richtigen Riecher: Kurz vor dem erneuten Lockdown am gestrigen Montag fand die letzte von insgesamt 19 Veranstaltungen statt. Unter anderem im Romschlössle, im Begegnungszentrum „Komm“ und unter freiem Himmel hatten sich eine Woche lang Menschen aller Altersschichten mit zukunftsweisenden Themen beschäftigt und viele Anregungen erhalten, wie sich Alltagsverhalten nachhaltiger gestalten lässt.

Weil es für die Veranstaltungen in geschlossenen Räumen eine Obergrenze von 20 Teilnehmern gab, musste so mancher Interessent abgewiesen werden. Insgesamt verzeichnete Erika Weimer bei der Wandelwoche rund 230 Besucher, ein „schöner Erfolg“ angesichts der coronabedingten Beschränkungen. Die Teilnehmerzahl zeige, dass der Zahn der Zeit getroffen worden sei mit einem „hochaktuellen Thema“, sagte Erika Weimer im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten.

An den ersten Tagen der Wandelwoche standen eher praktische Themen auf der Agenda: Wie kann man etwa im Alltag weniger Müll produzieren, wie lässt sich ein Speiseplan ohne Fleisch realisieren, wie lässt sich Naturkosmetik selbst herstellen? In der zweiten Wochenhälfte verlagerten sich die Schwerpunkte mehr auf die kommunikative und meditative Ebene, auf die Persönlichkeitsentwicklung. „Ich war sehr gespannt auf die Resonanz“, so Erika Weimer. Zahlreiche Rückmeldungen würden belegen, wie inspirierend die Wandelwoche für die Teilnehmer gewesen sei. „Viele berichteten mir, dass sie wertvollen Input erhalten haben“, freut sich Erika Weimer. Manche hätten sich gleich eine Grundausstattung besorgt, um zum Beispiel zuhause selbst Shampoo herstellen zu können.

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„Es war insgesamt ein sehr gemischtes Publikum“, sagte die Leiterin des Familienzentrums. Vertreten waren ihren Angaben zufolge alle Altersschichten, auch Familien kamen zu den Veranstaltungen. „Es gab immer wieder den Wunsch, solche Veranstaltungen öfter anzubieten, damit Kinder von klein auf lernen, Plastikmüll zu vermeiden“, berichtet Erika Weimer. Auch die Referentinnen und Referenten hätten ein überaus positives Resümee gezogen, so Erika Weimer. Auch ihre eigenen Erwartungen seien übertroffen worden: „Was mich sehr freut, war die Tatsache, dass manche Teilnehmer ganz berührt aus den Veranstaltungen gekommen sind“.

In der Wandelwoche konnten die Besucher der Begegnungsstätte „Komm“ auch Anregungen zur Umgestaltung des beliebten Treffpunktes in der Hauptstraße geben. „Wir haben zahlreiche Gespräche geführt, und die Ideen decken sich weitgehend mit unseren Überlegungen“. Der Raum wirke momentan etwas überfrachtet, man wolle ihn neutraler und übersichtlicher gestalten nach dem Motto „Weniger ist manchmal mehr“. Manche fühlten sich aufgrund der Glaswand zur Straße hin wie auf einem Präsentierteller. Da sei ein etwas geschützterer Rahmen denkbar.

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Erika Weimer hofft, dass sie mit der Wandelwoche den Samen für Veränderungen gesät hat – jetzt solen möglichst viele Pflänzchen aufgehen. Das darf gern unauffällig geschehen – denn „Wandel beginnt ganz still im Inneren“.

Redaktion Im Einsatz für die Lokalausgabe Bad Mergentheim