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Wirthwein AG - Jahresrückblick und Vorschau auf 2022 / Thomas Kraus übernimmt die Verantwortung für den Vertrieb

Vorstand wird zum 1. Januar erweitert

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Der Vorstand der Wirthwein AG setzt sich zum 1. Januar 2022 neu zusammen: (von links) Thomas Kraus (Vertrieb), Marcus Wirthwein (Sprecher), Holm Riepenhausen (Technik) und Dr. Ralf Zander (Finanzen). © Wirthwein AG

Die Wirthwein AG erweitert ab 1. Januar den Vorstand. Neu in das Gremium wird Thomas Kraus eintreten, der die Verantwortung für den Vertrieb übernimmt.

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Creglingen. Bisher gehörten dem Vorstand Marcus Wirthwein als Sprecher des Vorstandes, Dr. Ralf Zander als Verantwortlicher für das Finanzressort und Holm Riepenhausen für den Bereich Technik an. Marcus Wirthwein wird auch künftig als Sprecher des Vorstandes insbesondere für die Strategie und Unternehmenssteuerung der Gruppe verantwortlich sein.

Thomas Kraus stammt aus Inzell in den Chiemgauer Alpen und ist Diplom-Ingenieur (FH) im Bereich Kunststofftechnik. Seit über 20 Jahren ist Thomas Kraus in verschiedenen internationalen Management- und Vertriebsfunktionen in der Zuliefererindustrie für Pkw, Nutzfahrzeuge, Schiffe, im Schienen- und Luftverkehr verantwortlich tätig.

Der Aufsichtsrat, bestehend aus dem Vorsitzenden Udo Wirthwein, seinem Stellvertreter Edmund Brenner sowie den weiteren Mitgliedern Ingrid Wirthwein und Winfried Seitz, schätzt die sehr gute Zusammenarbeit innerhalb des Vorstandes und sprach den Mitgliedern des Führungsgremiums zum Jahresende 2021 Dank für ihr hohes Engagement in einer nicht einfachen Zeit aus. Der Aufsichtsrat ist weiter überzeugt, dass der Wirthwein AG mit Thomas Kraus eine gute Besetzung des Vertriebsvorstandes gelungen ist und freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Vorstandsquartett.

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Turbulentes Jahr

Die Industrie hatte 2021 ein turbulentes Jahr aufgrund der Auswirkungen der Coronapandemie auf die weltweiten Lieferketten zu bestehen. Die Frachtkosten für Container-Schifftransporte sind explodiert. Holz, Stahl und Kunststoff sind seit Jahresbeginn 2021 auf den Weltmärkten – wenn überhaupt – nur zu extrem hohen Preisen zu bekommen. Auch Wirthwein kämpft an den internationalen Standorten seit Monaten um bezahlbare Rohstoffe.

Der aktuelle globale Chipmangel hat gravierende Auswirkungen auf die Automobilindustrie, betrifft aber auch die Hausgeräte- und Elektroindustrie und damit auch sehr wesentlich die Branchen, die Wirthwein beliefert. So musste die Produktion bei mehreren Kunden – trotz voller Auftragsbücher – heruntergefahren werden, was in Folge auch zu Stückzahlreduzierungen bei Wirthwein führte. Dies bedeutete an einigen Standorten erneut Kurzarbeit. In den hauptsächlich betroffenen Geschäftsfeldern Automotive und Hausgeräte hatte der Kunststoffspezialist aber ein starkes erstes Halbjahr, so dass Wirthwein am Jahresende trotz Chipkrise den Planumsatz erreichen sollte.

Schwieriges Umfeld

Im Geschäftsfeld Medizintechnik konnten Wachstum und Ausbau der Automatisierung, Effizienzsteigerung und Digitalisierung wie geplant umgesetzt werden. Im Bereich Bahn hatte Wirthwein aufgrund explodierender Rohstoffpreise einen ergebnisseitig nicht zufriedenstellenden Geschäftsverlauf. Der Innenausbau erwies sich erneut als stabil. Auf den Baustellen gab und gibt es aber aufgrund der Materialknappheit bei Vorgewerken teils erhebliche terminliche Verzögerungen, so dass das Tochterunternehmen Winkler Design Montagetermine immer wieder verschieben musste.

Die Wirthwein-Gruppe konnte dank der starken Diversifizierung und den langjährigen Geschäftspartnerschaften aber auch die Chancen der Krise nutzen. Sichtbarstes Zeichen hierfür dürfte die in diesem Jahr neugebaute Produktionshalle am Stammsitz Creglingen sein. Ebenso wurde in neue Reinräume, Fertigungszellen, Maschinen, Anlagen und zugehöriges Equipment investiert.

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In 2021 feierte die Innenausbau-Tochter Winkler Design GmbH & Co. KG ihr 100-Jahr-Jubiläum, der Medizintechnikspezialist Wirthwein Medical GmbH & Co. KG konnte auf 75 Jahre erfolgreiche Entwicklung zurückblicken und der Standort in Brandenburg wurde vor genau 30 Jahren in Betrieb genommen.

Am Standort im sächsischen Crimmitschau wurden zahlreiche Umstrukturierungen realisiert und auch der Umzug des chinesischen Tochterunternehmens „Shenyang Wirthwein Technology Co., Ltd.“ wurde in kurzer Zeit erfolgreich umgesetzt.

„Interessante Neukunden und Aufträge konnten gewonnen werden, so fertigen wir beispielsweise am Standort Nauen künftig Systemkomponenten für einen zukunftsorientierten Automobilhersteller, der große Potentiale für die Region verspricht“, erklärte Marcus Wirthwein.

Ausblick auf 2022

Am Standort im polnischen Lodz baut Wirthwein ab Mitte 2022 eine dritte Produktionsstätte auf und plant auch hier die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen.

In China befindet sich derzeit ein viertes Tochterunternehmen in der Gründung, das für den langjährigen Kunden im Geschäftsfeld Elektroindustrie fertigen wird. Das vierte Tochterunternehmen „im Reich der Mitte“ wird in der Provinzhauptstadt und Millionenmetropole Xi´an entstehen.

Der Großauftrag eines Automotivekunden wurde im Verbund für die Wirthwein-Standorte Fountain Inn im US-Bundesstaat South Carolina, Shenyang im Nordosten von China und für die Produktion in Südafrika vergeben. Aus diesem Grund wird Wirthwein mit einem Partner in der Region Pretoria ab 2024 fertigen. Vom Schritt auf den afrikanischen Kontinent verspricht sich der Kunststoffspezialist Wirthwein spannende Herausforderungen und interessante Potentiale.

Um diese Internationalisierung auch im Namen abzubilden, wird es eine weitere Änderung im neuen Jahr geben: Die Wirthwein Aktiengesellschaft wird zur „Wirthwein SE“. Die europäische Rechtsform „Societas Europaea“ entspricht in vielen Bereichen der deutschen Aktiengesellschaft. „Wir bringen damit unser Selbstverständnis als weltweit ausgerichtetes Unternehmen, das internationales Wachstum anstrebt, auch äußerlich zum Ausdruck“, resümiert Marcus Wirthwein, der sich auf die kommenden Aufgaben mit dem neu zusammengesetzten Vorstand freut.

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