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Open-air auf der Eiswiese bei Rothenburg

Umstrukturiertes Taubertal-Festival

Vom 11. bis 14. August. Camper müssen sich neuen Regeln fügen

Von 
pm/sabix
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Das Bild entstand 2018 auf dem Taubertal-Festival. In Kürze startet die 25. Auflage. © Sascha Bickel

Mit großen Schritten rückt das 25. Taubertal-Festival näher. Die letzten Tickets befinden sich im Vorverkauf. Das Programm steht. Camper müssen sich jedoch auf Umstrukturierungen einlassen.

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Rothenburg. Das Taubertal-Festival geht in den Endspurt: Dieser Tage gehen die allerletzten Tickets in den Vorverkauf, bevor es einmal mehr heißen wird: ausverkauft. Besucher dürfen sich auf Top-Acts wie SDP, Biffy Clyro, Annenmaykantereit oder Kontra K freuen und darüber hinaus auf ein unbeschwertes Festival-Wochenende vom 11. bis 14. August. Auch die aktuellen Informationen zu Anreise und Camping sind ab sofort auf der Festival-Website zu finden. Hier gibt es zu den Vorjahren ein paar Änderungen.

So ist der Einsatz von Notstromaggregaten untersagt und am Campingplatz „Berg“ werden Parken und Camping getrennt. Groß-Camps und Großgruppen sind weiterhin erlaubt, müssen sich aber im Vorfeld anmelden. „Die Gründe für die Umstrukturierung sind vielfältig“, so Volker Hirsch, seit 1996 Veranstalter des Taubertal-Festivals. „Meine alleinige Aufgabe ist es, die Veranstaltung sicher über die Bühne zu bringen und für die Zukunft die Weichen so zu stellen, dass es das Taubertal-Festival auch noch weitere 25 Jahre geben kann. Dazu muss ich jetzt handeln.“

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Dies betrifft auch einen Punkt, der bereits seit langem in der Diskussion stand: ein Verbot von mitgebrachten Notstrom-Aggregaten auf dem Campingplatz. „Das Umwelt- und Brandrisiko von unsachgemäßer Befüllung und auslaufendem Kraftstoff können und wollen wir zukünftig nicht mehr tragen“, so Volker Hirsch. „So etwas schädigt leider die Wiesen und Felder der Landwirte dauerhaft und hat nichts mit einer nachhaltigen Festivalplanung zu tun.“

Unter den Eindrücken einer globalen Pandemie und dem Klimawandel wird es zudem immer herausfordernder, eine Veranstaltung wie das Taubertal-Festival durchzuführen. Denn im Gegensatz zu anderen Festivals findet die Veranstaltung in einer sensiblen Naturzone statt. Und auch die Campingflächen gehören nicht dem Veranstalter, sondern werden jedes Jahr aufs Neue für die Zeit des Festivals gepachtet.

Vor allem der unsachgemäße Umgang mit Aggregaten in der Vergangenheit führt daher jetzt zum Verbot selbiger für die Zukunft.

Zwei Jahre später Jubiläum

Zwei Jahre später als eigentlich geplant findet in diesem Jahr die 25. Ausgabe des Taubertal-Festivals statt. Das Kultfestival öffnet auf der malerischen Rothenburger Eiswiese nach seiner pandemiebedingten Zwangspause wieder seine Tore.

Aber das Thema Covid-19 kann unter dem Eindruck zweier abgesagter Festivals auch in diesem Jahr nicht unbeachtet bleiben, teilt der Veranstalter mit. „Wir haben aktuell keinerlei Corona-Auflagen mehr zu erfüllen. Dennoch ist nach zwei solchen Ausnahme-Jahren, wie wir sie als Veranstalter nun einmal hatten, nicht einfach alles wieder wie früher“, so Volker Hirsch weiter. „Nach wie vor müssen wir mit Sicherheitsnetz und doppeltem Boden planen und ein ausgearbeitetes Hygienekonzept im Ärmel haben – für den Fall der Fälle.“

Die Folge sind einige logistische Änderungen in der Abwicklung vor Ort, insbesondere bei der Anreise- und Camping-Regelung. So ist beispielsweise in diesem Jahr Camping und Parken nur auf getrennten Arealen möglich. „Wir haben es uns nicht leicht gemacht, müssen aber letzten Endes so aufgestellt sein, dass wir auch kurzfristig eventuell neu verordnete Auflagen ganz einfach umsetzen können“, so die Veranstalter weiter. „Das bedeutet für uns auch einen erheblichen Mehraufwand, der jedoch dazu dient, den Festival-Fans kurzfristige Änderungen zu ersparen, und einer neuerlichen Festivalabsage vorzubeugen“.

Sämtliche Änderungen werden auch auf der Festival-Website kommuniziert. Auch wenn für einige Besucher direkt der Eindruck entstanden sein mag, so die Veranstalter, dass ab jetzt nichts mehr so ist, wie es mal war: Groß-Camps sind weiter erlaubt. Im Gegenteil sogar: der Veranstalter bittet um direkte Kommunikation im Vorfeld, um das Camping unter den veränderten Gegebenheiten weiterhin zu einem schönen Erlebnis für alle Besucher zu machen.

Alles in allem sehe man sich in diesem Jahr einem deutlich größeren Aufwand und einer deutlich größeren Herausforderung als noch vor Corona gegenüber. Was die Vorfreude jedoch nicht trüben soll: „Wir sind überglücklich, in diesem Jahr wieder ein reguläres Taubertal-Festival mit euch feiern zu können. Die Open-air-Kultur ist eine wichtige Tradition, ohne die jedem Sommer einfach etwas Entscheidendes fehlt. Es hat gefehlt – ihr habt gefehlt!“ so Volker Hirsch abschließend.

So steht der nunmehr 25. Ausgabe des Taubertal-Festivals nichts mehr im Weg. Eine Jubiläums-Ausgabe, der sogar eine weitere Bühne hinzugefügt wurde: der Burggarten am Rande der malerischen Innenstadt.

Neben den beiden bereits etablierten Bühnen, der Main-Stage und der Sounds For Nature-Bühne, wird es dort erstmals eine weitere Location mit stilistisch offenerem Programm geben.

Das Areal lädt neben dem Herzstück des Festivalgeländes, der Eiswiese, zum Flanieren und neue Eindrücke sammeln ein und wird das Open-air-Programm weiter vervielfältigen und bereichern. pm/sabix

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