Windpark - Nach wie vor kein Termin für Mess-Ergebnisse Lärm im Klosterwald bleibt ein Dauerthema

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abo
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Frauental. Noch immer wartet die Creglinger Bevölkerung auf die seit längerem versprochene Veranstaltung zu den Ergebnissen der Geräuschmessungen im Windpark Klosterwald.

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Wie am Dienstag in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats zu erfahren war, wurden im Bereich Freudenbach bisher noch nicht einmal Messungen durchgeführt, obwohl der Windpark seit über drei Jahren in Betrieb ist. Bürgermeister Uwe Hehn wies die Verantwortung für die Verzögerung von sich. Er will erneut im Landratsamt vorstellig werden.

Bürger fragen nach

Betroffene des vom Windpark Klosterwald verursachten Lärms wenden sich seit weit über einem Jahr im Rahmen von Gemeinderats-Sitzungen regelmäßig an die Stadtverwaltung – stets mit der Frage, wann denn endlich die zugesagte öffentliche Veranstaltung zu den Lärmmessungen im Windpark Klosterwald stattfindet.

Eine befriedigende Antwort gab es auch am Dienstag in Frauental nicht. Bürgermeister Uwe Hehn verweist stets darauf, dass die Verzögerung nicht an ihm liege - so auch am Dienstag.

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Ursprünglich war ein Termin im Februar 2018 angepeilt – damals kam der Skandal im Schlachthof in Tauberbischofsheim dazwischen.

Der Fall forderte die personellen Ressourcen der Behörde stark, so dass der Termin verschoben wurde. Dann gab es personelle Engpässe und personelle Wechsel im Bauamt des Landratsamtes. Seit Januar 2019 gebe es einen neuen Chef im Bauamt, den er selbst aber noch nicht kennen gelernt habe, erklärte Uwe Hehn am Dienstag.

Personelle Wechsel

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Einen personellen Wechsel hat es auch auf einer der drei Betreiber-Seiten gegeben, wo der bisherige Geschäftsführer der WEBW-Nachfolger-Firma aus Schwäbisch Hall ausgeschieden ist – angeblich im Streit. Mit dem Nachfolger habe man sich mittlerweile getroffen und sei mit dem Wunsch auf eine öffentliche Veranstaltung auf offene Ohren gestoßen, so Uwe Hehn.

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Ob allerdings, wie von den Lärm-Kritikern gefordert, auch ein Vertreter der Hersteller-Firma General Electric (GE) anwesend sein werde, könne man noch nicht sagen.

„Da wurde bei den Bauteilen minderwertige Qualität verwendet,“ kritisierte Eckehard Bach aus Frauental, einer der Initiatoren der Bürgerinitiative „Rettet den Klosterwald“.

„Mittlerweile lauter“

Stadtrat Siegfried Schambortzki schloss sich der Kritik an: „Eigentlich müsste man alle Messungen noch einmal neu durchführen, denn die von den Anlagen verursachten Geräusche sind mittlerweile wesentlich lauter als damals“. Er habe außerdem kein Verständnis dafür, dass im Raum Freudenbach noch gar keine Messungen stattgefunden hätte. „Das lassen die Behörden schleifen, das kann doch nicht sein“, erklärte Stadtrat Siegfried Schambortzki in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates. abo