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Creglingen - Freunde des Fingerhuts trafen sich

Kunstvolle Stücke begeistern Sammler

Von 
Inge Braune
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Für die „Freunde des Fingerhuts“ ist das bei der Herrgottskirche gelegene Creglinger Fingerhutmuseum ein wahres Eldorado. © Braune

Creglingen. Hauptversammlungen durchzuführen, ist in Pandemiezeiten alles andere als einfach – vor allem, wenn Mitglieder aus halb Europa zum Verein gehören. Immerhin gut 20 Mitglieder des insgesamt etwa 180 Mitglieder zählenden Vereins folgten allen Schwierigkeiten zum Trotz der Einladung Edith Jungbludts zur Jahreshauptversammlung in Creglingen.

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Begeistert nutzten insbesondere erst jüngst hinzugekommene Mitglieder die Gelegenheit zum Besuch des Creglinger Fingerhutmuseums. „So winzige Fingerhüte habe ich noch nie gesehen“, schwärmte eine Teilnehmerin angesichts der fünf Miniaturen, die Familie Greif aus aller Welt zusammengetragen hat.

Um die Mikro-Preziosen aus Zinn, Gold, Holz, Elfenbein und Keramik zu betrachten, die bestenfalls auf zartgliedrige Puppenfingerchen passen, sollten Betrachter schon zu einer guten Lupe greifen.

Privat geführtes Museum

Anderes begeistert schlicht durch Vielfalt – etwa die Vitrinen, die das Museum den drei größten deutschen Fingerhutproduzenten Gabler aus Schorndorf, der einst in Schwäbisch Gmünd ansässigen Firma Soergel & Stollmeyer und dem Pforzheimer Hersteller Lotthammer-Eber widmet.

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Die im privat geführten Fingerhutmuseum gegenüber der Herrgottskirche versammelten Stücke stammen aus aller Welt: Da lassen sich in China feinst bemalte Fingerhüte aus Bein entdecken, aus Lappland stammen Fingerhüte aus Elfenbein und Rentierhorn, da sind aus Birkenknollen- und Schlangenholz, Zedern-, Zwetschgen-, Zitronen- und Salweidenholz geschnitzte und gedrechselte Exemplare zu bewundern, da könnte man die auf Meissener Porzellan verewigten europäischen Königshäuser mit Hofknicks grüßen und sich erfreuen an Kuriositäten wie dem als Fingerhut gestalteten Parfümflakonverschluss und dem Fingerhut als Kerzenlöscher.

Regularien

Aus dem Bayrischen Wald funkeln Kleinstkunstwerke aus Bleikristall dem Betrachter entgegen, und wer sich an cleverem Erfindergeist erfreut, entdeckt begeistert den Schmuckfingerhut mit Magnetspitze, den mit integriertem Fadenabschneider und den mit ausgefeilter Fingerbelüftung.

Bestaunt wurden neben den Fingerhüten natürlich auch die Nähutensilien vom Reisenähzeug aus alter Zeit über kunstvoll gestaltete Nadelhalter, Kleinstnähmaschinen, Bandmaße und, und, und.

Märchenfreunde entdeckten ein Glaspantöffelchen, wie’s Aschenputtel beim Prinzenball kaum hübscher getragen haben könnte – samt eingearbeitetem Nadelkissen plus passendem Fingerhut. Nach der ausgedehnten Besichtigung und anschließender Stärkung widmeten sich die Teilnehmer den Vereinsregularien.

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Neuwahlen

Bei den anstehenden Neuwahlen wurde für den nach vereinsinternen Differenzen aus dem Amt geschiedenen zweiten Vorsitzenden Helmar Hirsekorn noch kein Ersatz gefunden.

Einer einstimmigen Entlastung des finanziell gut ausgestatteten Vereins stand nichts im Weg. Ebenso einstimmig wurden Edith Jungbludt als Vorsitzende und Paul Jungbludt als Kassenwart in ihren Ämtern bestätigt bestätigt.

Ebenso große Einigkeit herrschte auch bei der Neubesetzung des Schriftführeramtes, das jetzt Ilse Henzler übernimmt.

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