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Leserbrief - Zu „SPD sollte sich selbst hinterfragen“ (FN 18. März)

Gewerbegebiet Äckerbrunnen hat die Erwartungen voll erfüllt

Von 
Leserbrief-Schreiber: Christian Gnamm
Lesedauer: 

Wir möchten als offensichtlich nicht vorhandene Gewerbetreibende, die sich im Äckerbrunnen angesiedelt haben, zur anhaltenden Kritik des SPD-Ortsverbandes an diesem Gewerbegebiet Stellung nehmen. Das Thema wurde vom stellvertretenden Bürgermeister Karl Haag auch in der letzten Sitzung des Creglinger Gemeinderates angesprochen.

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Wir wissen nicht, welche Erwartungen die SPD gehegt hat, aber Sinn und Zweck des Gewerbegebietes Äckerbrunnen war es immer, lokalen Gewerbetreibenden eine Möglichkeit zur Erweiterung zu geben. Große Neuansiedlungen waren nicht das Ziel, dafür gab es schon damals das Gewerbegebiet „Hörle“ in Münster. Und genau das ist geschehen:

Die Firma Gnamm hat einen idealen Standort, vor allem wenn man bedenkt, dass ihr zuvor die alte Bondenverbandsscheune in Münster angeboten wurde. Mit dem Eintritt der nächsten Generation in den Betrieb ist hier die Nachfolge gesichert und die Belegschaft sozusagen verdoppelt. Ob dies ohne einen zukunftsfähigen Standort geschehen wäre, ist sehr fraglich.

Die Stadt Creglingen – damals noch mit dem Bodenverband – hat dort einen zeitgemäßen Bauhof stehen, in dem sich vernünftig arbeiten lässt und alle benötigten Materialien gelagert werden können, dies war zuvor nicht der Fall und unproduktive umständliche Transporte zwischen verschiedenen, teils weit auseinander liegenden Liegenschaften waren die Folge.

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Die Firma Ott hat sich dort angesiedelt und konnte ihre Betriebsgröße vervierfachen.

Die Firma Schönberger konnte dort ein Lagergebäude errichten und nur dadurch mit der Belieferung von Firmen und Behörden ein zukunftsfähiges Geschäftsfeld erschließen, das ihr den Erhalt eines Ladengeschäftes ermöglicht und das auch zu einer lebendigen Innenstadt beiträgt. Ohne dieses Gebäude im Äckerbrunnen würde die gesamte Firma heute nicht mehr existieren. Darüber hinaus wurden auch hier neue Arbeitsplätze geschaffen.

Die Firma Wengertsmann konnte ihre Umsätze verfünfundzwanzigfachen. Eine weitere Firma ist gegründet und hat im vergangenen Herbst die Arbeit aufgenommen. Auch diese Entwicklung wäre ohne ein zeitgemäßes Betriebsgelände und entsprechende Erweiterungsmöglichkeiten nicht möglich gewesen.

Das alles zusammen entspricht einem Wachstum dieser örtlichen Betriebe um zirka 3200 Prozent und ermöglichte die Schaffung von rund 60 Arbeitsplätzen. Zwei der dort ansässigen Betriebe würden gerne weitere Mitarbeiter einstellen, finden aber keine geeigneten Arbeitskräfte. Aktuell sind im Äckerbrunnen weitere Flächen verkauft oder in Verhandlung, die es noch mehr Creglinger Betrieben ermöglichen werden, sich zeitgemäß zu entwickeln.

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Dass das in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird, liegt vor allem daran, dass diese Unternehmen größtenteils außerhalb Creglingens arbeiten und auch die Mitarbeiter zu einem großen Teil nicht aus Creglingen sind. Aber auch das ist keine böse Absicht.

Speziell im Handwerk ist es heute sehr schwer, Arbeitskräfte zu finden und den Nachwuchs durch Ausbildung zu sichern. Auch auf dem Land ziehen mittlerweile viele junge Menschen eine akademische oder kaufmännische Ausbildung einer handwerklichen vor.

Klein- und Mittelbetriebe sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und geben ihr die Stabilität, die sie viele Krisen – auch die Aktuelle – besser hat meistern lassen, als andere Volkswirtschaften, in denen große Unternehmen den Ton angeben.

Allerdings haben diese kleinen und mittleren Betriebe der ausgeklügelten Selbst- und Außendarstellung der Großunternehmen nicht viele entgegen zu setzen und tun sich schwer damit, wahrgenommen zu werden.

Leider scheint also der Artikel in der „Gwerzinsel“ beides zu sein – schlecht recherchiert und von dem Wunsch geleitet, nach einer späten Rechtfertigung für das „wir waren ja schon damals dagegen“ zu suchen.

Wenn in der Creglinger SPD tatsächlich der Wunsch vorhanden sein sollte, sich über Ausrichtung und Arbeitsweise kleiner und mittlerer Creglinger Unternehmen zu informieren, so stehen wir dafür gerne zur Verfügung.

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