AdUnit Billboard

Leserbrief - Zum Neubau des Seniorenwohnheims in Creglingen Anwohner werden einfach nicht mehr wahrgenommen

Lesedauer

Nun steht der Rohbau des Seniorenheimes und der Investorenwohnungen in Creglingen soweit und lässt uns hoffen, dass die Zeit weiteren Mauerbaus vorbei ist. Wir vom Craintaler Weg leben nun vor oder hinter der Mauer – je nach Betrachtungsweise.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Uns scheint es, als wäre jeglicher Kontakt zu unseren neuen Nachbarn unmöglich, von beiden Seiten. Es ist ein Bollwerk geworden, welches diese Siedlung im Craintaler Weg regelrecht erdrückt.

Die Worte „erdrückend“ und „entsetzlich“ bekommen wir hier übrigens auch von vorbeifahrenden Radfahrern täglich zu hören, womit sie unbestreitbar recht haben.

Die Bauphase, die für Menschen, die unmittelbar neben einer Großbaustelle wohnen, sehr anstrengend ist, hat uns Anwohnern einiges abverlangt. Leider wurden wir in dieser Zeit weder vom Bürgermeister Hehn noch von Gemeinderatsmitgliedern wahrgenommen oder gar aufgesucht und angesprochen. Spätestens nach unseren Hilferufen an die Stadtverwaltung kurz vor Weihnachten und jetzt im Frühjahr vor Ostern, uns doch die Straße zu reinigen, hätte der Gemeinde auffallen können, dass die Kommunikation zwischen Anwohnern und der Baufirma nicht ohne Problematik stattfindet.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Da die Reinigung nach Absprache mit der Gemeinde der Firma obliegt, wie wir dann erfahren haben, besteht dieses Problem mit Unterbrechungen bis heute, weil sie dieser Vereinbarung häufig nicht entspricht. Dankenswerterweise fuhr nach unseren Anrufen jeweils ein Fahrzeug im Auftrag der Stadt und reinigte.

Bei allen weiteren Problemen, die sich bei einer solchen Baustelle in einem engen Wohngebiet nun mal ergeben, sind wir bis zum heutigen Tag der Firma gegenüber immer in Beweispflicht, da regelmäßig unterstellt wird, wir sprächen die Unwahrheit und würden uns „anstellen“, was auf Dauer sehr ermüdend ist.

Eine Anwohnerin, die das Gespräch mit der Firma bezüglich vermeidbarer Lärmbelästigungen suchte, wurde gefragt, ob auch sie zu den „militanten Anwohnern“ gehöre.

Probleme zu klären hat doch nichts mit „Militanz“ zu tun. Für die Stadträte und Bürgermeister Hehn war mit dem Baubeginn dieses Thema beendet. Nicht ein einziges Mal kam eine Nachfrage an uns, wie es uns gehe oder wie es laufe – als wären wir aus dieser Gemeinde schon „hinter der Mauer“ verschwunden.

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3

Wir alle haben doch im Übrigen durch diese massive Bebauung, diesen schon von weitem als riesig erkennbaren Bau, finanzielle Einbußen, da unsere Häuser an Wert verloren haben (bestätigt durch Fachleute).

Wir tragen den Lärm, den Dreck und auch Beschädigungen, die durch das massive Verdichten über Monate auftraten.

Wahrgenommen werden ist auch ein Zeichen von Menschlichkeit und Respekt.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1