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 Creglinger Pferdemarkt feierte 100. Geburtstag - Beim Empfang in der Sporthalle würdigte Bürgermeister Uwe Hehn den Einsatz aller Beteiligten Am Beginn eines goldenen Jahrzehnts?

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Arno Boas
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Vor viel Prominenz würdigte Bürgermeister Uwe Hehn beim Empfang in der Sporthalle das Engagement aller am Pferdemarkt Beteiligten. © Arno Boas

Der Creglinger Pferdemarkt hat auch im 100. Jahr seines Bestehens nichts von seiner Anziehungskraft eingebüßt. Zum runden Geburtstag strömten Tausende ins Tauberstädtchen.

100 Jahre Pferdemarkt Creglingen im Feiermodus

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Creglingen. Zum 100. Geburtstag ihres Nationalfeiertags hatte die Stadt Creglingen die Spendierhosen angezogen und ein zweitägiges Fest auf die Beine gestellt, das mit einem außergewöhnlichen Programm aufwartete. Eigentlich dauerte das Fest drei Tage lang, denn schon am Freitagabend hatten die Feierlichkeiten mit zwei Partys begonnen, wie Bürgermeister Uwe Hehn beim traditionellen Empfang in der Sporthalle berichtete.

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Diesmal dienten nicht das Romschlössle beziehungsweise die Musikhalle als Ort für den Empfang, sondern die Sporthalle, in der parallel auch das Schulcafé der Werkrealschule untergebracht war. Zahlreiche Ehrengäste hatten sich eingefunden, darunter alleine 20 Bürgermeister beziehungsweise Oberbürgermeister. Uwe Hehn freute sich über die große Anzahl politischer Prominenz, darunter MdB Alois Gerig (CDU) und MdL Professor Dr. Wolfgang Reinhart (CDU). Besonders erfreut zeigte sich Uwe Hehn über den Besuch von Regierungspräsident Wolfgang Reimer, der als gebürtiger Archshofener quasi fast ein Heimspiel hatte.

Die große Anzahl von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft spiegle die große Verbundenheit der Region mit Creglingen wider, hob Uwe Hehn hervor. Er warf einen kurzen Blick in die Geschichte des Pferdemarktes, der anfangs noch stark landwirtschaftlich geprägt war. Der große Strukturwandel in der Landwirtschaft habe auch dazu geführt, dass sich das Gesicht des Pferdemarktes verändert habe. „Heute steht nicht mehr der Pferdehandel im Mittelpunkt, sondern der Umzug“, so Uwe Hehn. Und dieser habe, ergänzte der Bürgermeister, historische Dimensionen angenommen. Mit 108 Gruppen sei es wohl der größte Umzug im Landkreis, vermutete Uwe Hehn. Diese gute Beteiligung drücke auch die Verbundenheit der Menschen mit dem Pferdemarkt aus. Seine Ausstrahlungskraft reicht weit ins Bayrische hinein und inzwischen auch ins Badische. Auch dank der auswärtigen Gruppen habe der Pferdemarkt diese außergewöhnliche Länge erreicht.

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In diesem Jahr verzichtete das Stadtoberhaupt auf einen Ausflug in die Kommunalpolitik – mit einer Ausnahme: Uwe Hehn lobte die 2021 geplante Einführung einer Flächenkomponente bei der Zuweisung von Landesmitteln. Sein ausdrücklicher Dank ging dabei an die Landes-CDU, die diese Flächenkomponente gegen die Bedenken des Koalitionspartners durchgesetzt habe.

MdB Alois Gerig erinnerte daran, dass im Gründungsjahr des Pferdemarktes 1920 die „goldenen 20-er“ angebrochen seien. „Ich hoffe, wir erleben wieder ein goldenes Jahrzehnt“, so der CDU-Politiker. Zugleich forderte er mehr Wertschätzung für die Arbeit der Landwirte und zeigte Verständnis für deren Protest-Aktionen. MdL Profssor Reinhart nannte das Pferdemarkt-Jubiläum ein „besonderes Highlight“. Reinhart streifte die Landespolitik („Wir müssen den ländlichen Raum stark halten“) und die Klimapolitik („Das geht nur mit den Landwirten und nicht gegen sie“), und er forderte Technologieoffenheit, „damit wir ein Autoland bleiben können“.

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Rosenkönigin Sarina, unterstützt von ihren Prinzessinnen Pauline und Katharina, hatte sich ebenfalls Gedanken gemacht zur Bedeutung des Pferdemarktes und erntete für ihren modernen Beitrag viel Beifall. „Hören Sie sich zu und genießen Sie das Miteinander“, empfahl sie den Besuchern. Regierungspräsident Wolfgang Reimer erinnerte sich an seine Jugend und nannte die Realschule eine „tolle Startchance“. Er betonte, dass Baden-Württemberg sehr viel für den ländlichen Raum tue. Den Pferdemarkt nannte er eine „wunderschöne Tradition“.

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Weitere Grußworte sprachen Erster Landesbeamter Christoph Schauder als Vertreter von Landrat Frank – Schauder hatte einen Scheck in Höhe von 1000 Euro als Geschenk dabei – sowie der Bad Mergentheimer Oberbürgermeister Udo Glatthaar, der das „gute Miteinander“ unter den Bürgermeistern im Landkreis unterstrich.

Abschließend würdigte Uwe Hehn den Einsatz aller am Pferdemarkt Beteiligten und nannte dafür beispielhaft Anita Müller und Eva Denecke. Holz-Pferdchen gab es dann noch für die Creglinger Schulen und den Kleintierzuchtverein, der seit 1953 seine Lokalschau im Rahmen des Pferdemarktes hält. René Kirchhoff als Vertreter der Werkrealschule und Michael Frank im Namen der Realschule gaben den Dank an die Schüler, Lehrer und Eltern weiter.

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