Corona-Krise - Das für den 13./14. Juni geplante „grenzenLOS“-Festival auf der „alla hopp!“-Anlage und im Mehrgenerationenhaus wurde abgesagt „Wir müssen jetzt vorausdenken“

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Viele Menschen sollte das „grenzenLOS“-Festival am 13./14. Juni auf die „alla hopp!“-Anlage locken. Doch wegen des Coronavirus wird daraus nichts. © Olaf Borges

Trotz bereits seit geraumer Zeit laufender Vorbereitungen musste jetzt das „grenzenLOS“-Festival abgesagt werden. Natürlich wegen der Corona-Krise.

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Buchen. Monatelang arbeiteten die Kooperationspartner Herz statt Hetze, Kunstrasen-Buchen und Verantwortliche der Stadt Buchen an einem großen Kunst- und Kulturfest, das am Wochenende des 13./14. Juni seinen Höhepunkt auf der „alla hopp!“-Anlage und im Mehrgenerationenhaus finden sollte. Viele „Mitmacher“ in Gestalt von Vereinen und Geschäftstreibenden vor allem aus Buchen hatten sich bereit erklärt, beim Fest dabei zu sein. Vorgeschaltet wäre der „Kunstrasen“ gewesen, ein Bildhauersymposium, bei dem in der Pfingstwoche Kunstwerke aus Holz entstehen und diverse Vorträge stattfinden sollten.

Wie viele andere Veranstaltungen muss aber auch dieses Highlight im Kulturkalender gestrichen werden. Weil die derzeit gültige Corona-Verordnung – die derartige Veranstaltungen verbietet – bis zum 15. Juni gilt und derzeit niemand abschätzen kann, wie sich die Coronakrise bis dahin entwickelt hat, gibt es keine Alternative.

Für das Bildhauer-Symposium vom 8. bis 12. Juni waren Schüler der Fachschule für Bildhauerei in Bischofsheim/Rhön schon seit September dabei, Modelle zu entwerfen. Sie hoffen jetzt natürlich, dass die Veranstaltung nur aufgeschoben ist. Denn ihre Kunstwerke, die sie auf einer Wiese am Schwimmbad mit von der Stadt zur Verfügung gestellten Baumstämmen realisieren wollten, sollten am Wochenende im Rahmen des Festes einem – ungewohnt – großen Publikum präsentiert werden. Auch Isabelle Semma, die Projektleiterin, bedauert die Absage sehr: „Dass ausgerechnet ein Fest mit dem Namen ,grenzenLOS’ plötzlich mit so unglaublich vielen Grenzen bestückt ist, gibt zu denken. Aber es hilft nichts, wir müssen uns umorientieren.“ Aktuell überlegt die Bildhauergruppe sich, mit Mitteln der Neuen Medien, also online dem Thema „grenzenLOS“ zu stellen. Und Isabelle Semma ergänzt: „Alle Talente sind zurzeit gefragt, um die Krise umzulenken. Auch die Fähigkeiten der Kunst.“ Die Projektleiterin des Bildhauersymposiums wird trotz des Stopps die Portraits der Teilnehmer veröffentlichen.

Gesundheit hat Vorrang

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„Wir müssen jetzt vorausdenken. Die Gesundheit aller hat Vorrang“, erklärt Alexander Weinlein, der mit Markus Dosch die meiste Arbeit in das Projekt investiert hat und für das Bühnenprogramm verantwortlich war. Tatsächlich waren viele Akteure, Musiker und Bands aus der ganzen Region bereit, ohne Gage über zwei Tage ein extrem vielseitiges und buntes Programm auf die Bühne zu bringen, begleitet von allerlei kulinarischen Angeboten aus aller Welt. „Wir wollten zeigen, wie bunt und vielseitig und freundlich Buchen ist“, so Alexander Weinlein: „Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wir bedanken uns bei allen, die ihre Bereitschaft erklärt haben, dabei zu sein, vor allem auch bei der Stadt Buchen für ihre personelle, ideelle und materielle Unterstützung. Und wir sind fester Hoffnung, das Fest vielleicht im nächsten Jahr genauso groß und bunt und vielseitig feiern zu können.“