Einbürgerungsfeier des Neckar-Odenwald-Kreises - 19 Personen aus unterschiedlichen Ländern erhielten in der Sparkasse die deutsche Staatsbürgerschaft „Wir brauchen aktive Staatsbürger“

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L.M.
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19 neue Bürger hat der Kreis. Die Einbürgerungsfeier fand in der Sparkasse Neckartal-Odenwald in Buchen statt. © Liane Merkle

Der Kreis hat neue Bürger. Die 18. Einbürgerungsfeier fand im Foyer der Sparkasse in Buchen statt.

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Buchen. „Deutschland hat mir alles gegeben, die Liebe meines Lebens, nette Menschen, eine gute Arbeit, und darum will ich etwas zurückgeben und ein Vorbildbürger sein“. So Edgar David Matus Huerta aus Mexiko als neuer Bürger der Bundesrepublik Deutschland bei der 18. Einbürgerungsfeier des Neckar-Odenwald-Kreises in den Räumlichkeiten der Buchener Sparkasse. Es war der Tag, auf den die neun Frauen und zehn Männer aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern, von Bolivien bis Usbekistan, sehnlich gewartet und entgegengefiebert hatten.

Entgegen früherer, eher trister „Amtsstuben-Einbürgerungen“ fand diese Einbürgerungsfeier in ansprechendem Rahmen, im Beisein zahlreicher Gäste und mit musikalischer Umrahmung durch Alisa Winterholler (Akkordeon) und Vincent Fichter (Saxophon) von der Joseph-Martin-Kraus-Musikschule Buchen statt. Martin Graser, Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Neckartal-Odenwald und Hausherr der Veranstaltung, brachte sowohl Rechte als auch Pflichten der Neubürger zum Ausdruck und hob ihr deutliches Bekenntnis zum politischen und gesellschaftlichen System in Deutschland hervor. Das Einstehen zum deutschen Staat, seinen Werten und seiner Grundordnung sei das Fundament für eine Einbürgerung. „Sie machen unser Land vielfältiger, interkultureller und bunter und so heißen wir sie herzlich willkommen“.

Vorzüge des Kreises gepriesen

Die Vorzüge des Neckar-Odenwald-Kreises hervorhebend und dabei seinen persönlichen „Migrationshintergrund“ (Sohn einer schwäbischen Mutter und eines badischen Vaters und zudem in Heilbronn geboren) nicht vernachlässigend, hieß Landrat Dr. Achim Brötel die Gäste willkommen. Dies galt auch den zahlreichen Bürgermeistern aus den umliegenden Gemeinden, Gemeindevertretern und Vertretern von Volkshochschulen, Kreisverwaltung, Musikschule und natürlich Martin Graser als Repräsentant der Sparkasse. „So, wie es in jeder guten Partnerschaft wichtig ist, beim anderen Unterschiede einfach zu akzeptieren, solange das große Ganze eine gemeinsame Grundlage hat, so gibt es auch für ein gutes Zusammenleben in Deutschland zwei unverzichtbare Bedingungen: Offenheit und gegenseitiger Respekt“, betonte der Landrat.

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Im Neckar-Odenwald-Kreis seien in den letzten Jahren eingebürgert worden: 2007:134, 2008: 93, 2009:90, 2010: 153, 2011: 113, 2012: 134, 2013: 128, 2014: 107, 2015: 61, 2016: 116 und 2017: 111. Lag in den letzten Jahren die Türkei im Fokus der Einbürgerungen, kamen mehr und mehr Polen und Kroatien dazu. Bei der aktuellen Einbürgerungsfeier wurden Menschen, teils nur mit Deutscher, teils mit Doppel-Bürgerschaft aus Italien, der Dominikanischen Republik, Mexico, Ungarn, Brasilien, Nigeria, Griechenland, Bolivien, Pakistan, Türkei, Vietnam, Kroatien, Sierra Leone, Rumänien, Großbritannien und Irland zu neuen Deutschen Staatsbürgern.

An die Adresse der Neubürger gerichtet: „Wir brauchen aktive Staatsbürger und Staatsbürgerinnen, die sich auch in die Gemeinschaft und das öffentliche Leben einbringen. Nur dann kann ein gemeinsamer Weg tatsächlich gelingen“. Gleichzeitig erinnerte er auch an Heimatvertriebene und Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg und deren beachtliches Lebenswerk im Rahmen einer gewaltigen Aufbauleistung. Mit der informativen Vorführung eines Videos über den Landkreis und der Überreichung der Einbürgerungsurkunde sowie eines mit dem Kreislogo bestickten Handtuches fand die lange Reise der Neubürger ihr Ziel. Landrat Dr. Brötel: „Der Neckar-Odenwald-Kreis ist ein wunderschöner Landkreis mit vielen Chancen und Möglichkeiten. Nutzen sie diese Chancen für sich selbst, aber auch für uns“.

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Buchens Bürgermeister Roland Burger zeigte sich auch namens seiner Kollegen erfreut über den gelungenen feierlichen Rahmen der Einbürgerungsfeier. Auch er erinnerte an die Nachkriegszeit und an die Mitmenschlichkeit unzähliger Bürgerinnen und Bürger, sowie an die großen Verdienste von Pfarrer Heinrich Magnani und Architekt Eiermann im Bereich der Wohnraumbeschaffung unter bezahlbaren Verhältnissen. L.M.