Römisch-katholische Kirchengemeinde Buchen - Partnerschaft mit den syrisch-orthodoxen Christen in Leipzig weiter ausbauen / Besuch am dritten Advent Weihnachtliches Konzert soll Möglichkeit zur Begegnung schaffen

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Buchen. An der Rochus-Prozession im vergangenen Jahr haben sich einige Mitchristen aus Syrien und dem Irak, die in Leipzig leben, teilgenommen. Gemeinsam waren sie mit Bruder Andreas Knapp zu Besuch in die Seelsorgeeinheit gekommen. Sicher erinnern sich noch viele an den bewegenden Moment, als die Gruppe im Festgottesdienst gemeinsam das Vater Unser in aramäischer Sprache – der Sprache Jesu – sang.

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Auch für dieses Jahr wurden gemeinsame Begegnungen und Glaubenserlebnisse geplant. So wollten eigentlich Jugendliche aus der römisch-katholischen Kirchengemeinde Buchen und aus der Leipziger Gemeinde am Ostermontag zu einer gemeinsamen Taizéfahrt aufbrechen. Diese Fahrt musste aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden und soll nun im kommenden Jahr stattfinden.

Zum Hettinger Ottilienfest, das in diesem Jahr ein eindrucksvolles Jubiläum feiert, wurden die syrischen Mitchristen ebenfalls eingeladen – auch dieses Jubiläumsfest muss nun um ein Jahr verschoben werden.

Ein Gegenbesuch in Leipzig ist für das Fest Kreuzerhöhung im September angedacht. Dazu wird es noch genauere Informationen geben. Fest geplant wird bereits ein Besuch in der Seelsorgeeinheit am dritten Advent.

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Ein Konzert mit weihnachtlichen Liedern und Texten, der von den syrischen Christen und Bruder Andreas Knapp gestaltet wird, soll Möglichkeit zur Begegnung schaffen. Auch der Sonntagsgottesdienst in Buchen wird von ihnen mitgestaltet werden.

Ihre schweren Schicksale, die in der Ausübung ihres Christentums begründet sind, haben sie – und das ist besonders beeindruckend – in ihrem Glauben weiter gefestigt. Das Leben in ihrer syrisch-orthodoxen Gemeinde ist für sie auch ein Stück Heimat, da ihnen ihre eigentliche Heimat geraubt wurde. Und noch immer sind sie auf der Suche nach eigenen Räumlichkeiten, einer eignen „Kirche“. Wer sich für das Schicksal der Christen aus Syrien und dem Irak interessiert, erhält viele Informationen und eindrucksvolle Berichte in dem Buch „Die letzten Christen“, das von Andreas Knapp geschrieben wurde.

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Die erste Ausgabe der Zeitschrift Kontinente (Januar/Februar) berichtet übrigens ausführlich über die Gemeinde in Leipzig. Diese Reportage zeigt das Schicksal einzelner Familien auf, die bereits hier in Buchen zu Besuch waren. Das Magazin hat diesen Bericht auch online gestellt – unter dem Titel „Schätze aus dem Orient“ (https://www.kontinente.org/de/reportage_schaetze_aus_dem_orient.html).