Gastronomie in Buchen - Aus dem „Brunnegugger“ wird unter Regie von Familie Akin das „Brunnencafé“ / Christina Schäfer: „Urbaner Schick mit Wohlfühl-Atmosphäre“ Waffeln spielen eine wichtige Rolle

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Olaf Borges
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Der Narrenbrunnen am Alten Rathaus gab dem „“ seinen Namen. Jetzt wird aus dem Traditionsbistro das „Brunnencafé“. © Olaf Borges

Die Räume des Bistros „Brunnegugger“ werden wieder mit Leben erfüllt. Noch in diesem Jahr wird das Lokal unter dem Namen „Brunnencafé“ wieder öffnen – und zwar mit „frischem Wind“.

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Buchen. Matthias Gollnau war 23 Jahre lang der Wirt der Gaststätte „Brunnegugger“ in Buchen. Das Bistro hatte viele Stammgäste, die besonders die Salate und die Gastfreundschaft zu schätzen wussten. Doch die Corona-Pandemie, behördliche Auflagen und seine angeschlagene Gesundheit sorgten dafür, dass Gollnau im Alter von 68 Jahren im Mai beschloss, das Lokal nicht mehr zu öffnen.

Bereits im Frühsommer hatte Cekdar Akin Kontakt zu Vermieterin Elke Schäfer aus Altheim und ihrer Tochter Christina aufgenommen und sein Konzept vorgestellt. „Es hat uns von Anfang an überzeugt“, meinten beide am Montag bei einem Vorort-Termin, an dem auch Cekdar Akin und seine Mutter Aysel teilnahmen. Die Familie ist in Buchen fest verwurzelt – dem Vater gehört ein Gebäudereinigungsunternehmen.

Die Familie unterstützt

Gemeinsam mit seinem 19-jährigen Bruder Serhat will Cekdar Akin, der kurz vor seinem 25. Geburtstag steht, die Verantwortung übernehmen. Unterstützt werden sie dabei von der Familie. Die hat durch das Café „TimeOut“ in Mosbach auch bereits Erfahrung in der Gastronomie gesammelt. Cekdar Akin selbst hat eine Ausbildung im Lebensmittelbereich absolviert und war auch dort tätig.

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Vor zwei Monaten haben die Arbeiten im Lokal begonnen. Zunächst galt es auszuräumen, bevor mit der Renovierung gestartet werden konnte. Die Theke soll bleiben, doch die Räumlichkeiten werden heller und mit neuen Lampen und neuen Sitzmöbeln ausgestattet – auch im Außenbereich. „Da kommt frischer Wind rein. Ein urbaner Schick mit Wohlfühl-Atmosphäre“, brachte es Christina Schäfer auf den Punkt. Laut Cekdar Akin sollen sich Jung und Alt im künftigen Lokal treffen und ein bisschen wie zuhause bei Freunden fühlen.

Das Café soll Gäste wieder verstärkt in die Altstadt locken. Den Tag könne man dort schon mit einem Frühstück beginnen. Ansonsten wollen die Betreiber auch Nudelgerichte, Salate und Waffeln, die eine wichtige Rolle spielen sollen, anbieten. „Wir haben extra einen Kurs in Belgien absolviert“, hob Cekdar Akin hervor. „Die Gäste werden Frühstück, Mittag- und Abendessen bei uns einnehmen können“, so Akin weiter. Geschlossen werden soll das Lokal auf jeden Fall später als 18 Uhr, wann genau könne man jetzt aber noch nicht sagen.

Koch aus Amsterdam

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Der Koch, ein Bekannter der Familie, kommt aus Amsterdam. „Er bringt die typische Küche und viele Fähigkeiten mit nach Buchen“, freut sich Cekdar Akin darauf, den Gästen etwas Besonders bieten zu können. Wann das Café öffnet, ist aber noch nicht ganz klar. Möbel müssen noch geliefert werden, und auch Mitarbeiter werden noch gesucht. „Aber auf jeden Fall noch in diesem Jahr“, ist sich der neue Betreiber sicher.

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Die Corona-Pandemie habe ihn nicht abgeschreckt, so Cekdar Akin. „Ich sehe das eher als Chance, gerade für junge Leute“, meinte der bald 25-Jährige. Auch Elke und Christina Schäfer sehen in dem noch jungen Alter durchaus Möglichkeiten. „Das könnte Gleichaltrige mitreißen und verstärkt ins Café ziehen“, sind sie sich einig. „Wir haben schon im Vorfeld viel positives Feedback erhalten“, meinte Akin – viele Freunde und Bekannte seien von der Idee begeistert gewesen.

Sechs Neueröffnungen in Buchen

Insgesamt gibt es in der Stadt laut Sarah Wörz vom Fachbereich „Kultur und Stadtentwicklung“ derzeit sechs Neueröffnungen. „Und das in Zeiten von Corona“, hob sie gegenüber den FN hervor. Bereits eröffnet sind das Nagelstudio im ehemaligen Nähstübchen, MaJe im Haus Götz und Schmuck-Häfner im ehemaligen Beck-Laden. Arabische Lebensmittel gibt es in der Kellereistraße, das EMS-Gesundheitstraining „Körperformen“ im ehemaligen „Crazy Eye“ und eine kleine BBV-Geschäftsstelle öffnet ab 1. Oktober.

Redaktion Leiter der Redaktion Bad Mergentheim