Abteilungswehr Bödigheim - Jahreshauptversammlung mit Ehrungen und Beförderungen Vorzeigbare, gute Tagesstärke

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Ehrungen und Beförderungen standen bei der Abteilungswehr Bödigheim auf der Tagesordnung.

© Bernhard Werner

Bödigheim. Zur turnusmäßigen Jahreshauptversammlung der Abteilungswehr Bödigheim sammelten sich im Jugendhaus die Angehörigen der Abteilung, um die Berichte über das vergangene Jahr zu hören.

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Abteilungskommandant Michael Dörsam erstattete den ausführlichen Rechenschaftsbericht. Im Mittelpunkt standen zunächst abwechslungsreiche theoretische und praktische Ausbildungen sowie durchdachte und für die Ortschaft wichtige Übungen an ausgewählten Objekten. Als neues Gerät musste auch die Handhabung des Nass-Saugers erlernt werden und die Einweisung aller Aktiven in die neuen Handsprechfunkgeräte und Handlampen erfolgte. Hier merkt man das Wirken des Fördervereins seit seiner Gründung sehr positiv aus, sind durch ihn doch etwa 5000 Euro für die Verbesserung der Ausrüstung aufgebracht worden. Bedauerlich ist die Tatsache, dass erneut keine Hauptübung des Ausrückebereiches zustande kam.

Bei der Darstellung der Übungsbeteiligung waren trotz des geringen Absinkens der durchschnittlichen Teilnehmerzahlen wieder die bekannten Spitzenreiter festzustellen, die trotz beruflicher Belastung fast immer anwesend waren. Für das begonnene Jahr liegen die Planungen bereits vor. Neben verschiedenen Objektbegehungen wird auch das Wissen um die Feuerwehrpläne aufgefrischt und die Atemschutzausbildung vorangetrieben. Gedacht ist auch an eine Ausbildung in Erster Hilfe, an der die Bevölkerung teilnehmen kann.

Zahl der Einsätze gestiegen

Die Zahl der Einsätze hat sich gegenüber dem Jahr 2015 erhöht, doch sind Großereignisse ausgeblieben. Insgesamt leisteten 194 Einsatzkräfte etwa 281 Einsatzstunden. Die gute Resonanz auf Alarmierungen muss hervorgehoben werden, berücksichtigt man dabei, dass die mehrheitlich berufstätigen Kräfte tagsüber und an Wochentagen (sogar am Fastnachtsdienstag) alarmiert werden mussten. Die Ausrückstärke ist beeindruckend. Die Mitgliederzahl ist insgesamt um zwei Personen auf 59 gestiegen, wobei der Hauptzuwachs bei der Jugendwehr zu verzeichnen ist. Drei Wehrmänner absolvierten die Ausbildung am Brandcontainer und für weitere sieben dauert die Truppmannausbildung 2 noch an. Auf Kreisebene wurden in den letzten sieben Jahren allein 70 verschiedene Lehrgänge und Seminare absolviert. Kommandant Michael Dörsam beschrieb sich als "megastolz" wegen der 23 Atemschutzgeräteträger in seiner Wehr. Wünschenswert allerdings sei die zeitraubende und fordernde Ausbildung von weiteren Trupp- und Gruppenführern.

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Der Wunsch, die mehrfach beantragte Sanierung des Gerätehauses voranzutreiben, wurde an Ort und Stelle von Ortsvorsteher Hermann Fischer aufgegriffen und Maßnahmen zugesichert. Die bisher aufgebrachten Arbeiten in Eigenleistung reichen nicht länger aus, weil beispielsweise das Dach gefährlich marode sei. Betont wurde dabei die gelungene außerplanmäßige Übernahme - nach einstimmigen Wahlen - der Funktion des Kassenwartes durch Markus Kniel und des Schriftführers durch Heiko Kühner und das erfolgreiche Wirken des Jugendwartes Sven Kühner. Neben den beiden Vertretern des Kommandanten (Lars Unangst und Markus Kniel) sind das die stützenden Kräfte des Kommandanten in der Verwaltung, Führung und Ausbildung.

Die Kooperation mit dem Tennisclub hat dank Heiko Kühner ein erfreuliches Maß angenommen und soll fortgesetzt werden. Beklagt wurde unter lebhafter Zustimmung der Anwesenden die zu geringe Zahl der Kameradschaftsabende - man traf sich zu diesem Zweck lediglich einmal. Der Kassenbericht von Markus Kniel beschrieb eine positive Kassenentwicklung, auch dank der Kooperation mit dem TC. Die Kassenprüfer Benjamin Mosch und Johannes Löhlein stellten zusammenfassend fest: "Nichts spricht gegen eine Entlastung!" Jugendwart Sven Kühner bewies in der Aufzählung und Darstellung der neun herausragenden Ereignisse des Jahres, dass eine erfolgreiche Jugendarbeit das "Austrocknen" dieser Gruppe, die für die Zukunft der Wehr in Bödigheim so wichtig ist, verhindern kann. Über die Unternehmungen der Alterskameraden trug Lothar Bauer anstelle des verhinderten Hans Kühner vor.

Arbeit gewürdigt

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Ortsvorsteher Hermann Fischer leitete die einstimmige Entlastung des Vorstands und dankte in seinem Grußwort im Namen der Einwohner und der Stadt für die Arbeit der Wehr. "Hier läuft alles rund - im Gegensatz zu manchen Vereinen", meinte er, um zugleich ein "Weiter so!" zu fordern.

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Der Entlastung folgten zunächst Beförderungen: Lukas Kühner und Timo Enzmann sind aktive und verdiente Feuerwehrleute und haben alle Voraussetzungen für den höheren Dienstgrad erfüllt, es sind dies die Stehzeit im Dienstgrad und die Ausbildung. Beide wurden zu Oberfeuerwehrmännern (OFM) befördert. Manuel Gebhardt ist bereits mehr als zehn Jahre OFM. Alles, was an Lehrgängen auf Kreisebene möglich ist, hat er absolviert; er wurde daher zum Hauptfeuerwehrmann befördert.

Ehrungen für langjährigen Feuerwehrdienst standen dann auf der Tagesordnung. Für 40 Jahre aktiven Dienst wurden geehrt: Berthold Wittwer und der verhinderte Thomas Heckmann sowie für 50 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit Edmund Krämer "Maschinist und Vater des Büffel". Sie werden ihre Urkunden später bei einer Veranstaltung der Stadt Buchen erhalten.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Thomas Link (Osterburken) und als Vertreter des Stadtbrandmeisters Friedbert Rösch (Hettingen) lobten in ihren abschließenden Worten die für eine kleine Ortschaft vorzeigbare gute Tagesstärke und verhehlten nicht einen gewissen Neid auf die hohe Zahl der Atemschutzgeräteträger. In ihrem Dank berücksichtigten sie die gesamte aktive Wehr, nicht ohne die Leistung von Sven Kühner und die Führungsrolle des Kommandanten zu betonen. BW