Online-Schulung - Aktionstag der Frauen am 5. März dreht sich um den Südsee-Staat Vanuatu Vorbereitung auf den Weltgebetstag

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Odenwald-Tauber. Normalerweise treffen sich Ende Januar zahlreiche Frauen in drei bis vier regionalen Schulungen, um in den Gottesdienst zum Weltgebetstag der Frauen eingeführt zu werden, Informationen zum jeweiligen Land zu erhalten und Gestaltungsmöglichkeiten zu diskutieren. In diesem Jahr lief die Schulung anders ab, Zusammenkünfte sind ja bekanntlich nicht möglich.

Fast 90 Frauen machten mit

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„Dann treffen wir uns eben digital“, beschlossen die sechs Frauen des ökumenischen Vorbereitungsteams der Diözesanstelle Odenwald-Tauber um Regina Köhler, Referentin für Frauenpastoral. Und freuten sich, dass fast 90 Frauen aus katholischen und evangelischen Gemeinden – so viele wie noch nie – dieses neue Format in Anspruch genommen haben

„Worauf wir bauen“ ist das Motto

Weltgebetstag, das ist eine weltweite Bewegung von Frauen, die jedes Jahr nach der Liturgie eines anderen Landes gemeinsam am ersten Freitag im März einen ökumenischen Gottesdienst feiern. Dieses Jahr haben Frauen des kleinen Südsee-Staates Vanuatu die Gottesdienstordnung unter dem Titel „Worauf wir bauen“ erstellt.

In der digitalen Schulung wurden darum Informationen zum Land und zur Situation der Frauen vermittelt. Vanuatu ist eines der Länder, die vom Klimawandel am meisten bedroht sind.

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Schon jetzt muss das erste Dorf umgesiedelt werden, weil der steigende Meeresspiegel das Land überschwemmt. Der Weltgebetstag will ein kleiner Schritt sein, der zum weltweiten Umdenken auffordert.

Neue Erfahrungen gesammelt

„Das war meine erste Online-Konferenz – und es war so spannend“ oder „Endlich sehen wir uns mal wieder“ lauteten die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen. „Wir haben so viel erfahren – und wir werden in unserer Gemeinde einen Weltgebetstags-Gottesdienst feiern, sofern es die aktuellen Corona-Bedingungen zulassen“, einigten sich alle. Auch über Alternativen zum bisher gewohnten Präsenz-Gottesdienst wurde nachgedacht. Die üblichen Treffen im Anschluss mit Bewirtung nach landestypischen Rezepten können nämlich in diesem Jahr nicht stattfinden.

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„Diese Schulung ist kein Ersatz für Veranstaltungen, in denen wir uns direkt und mit Leib und Seele begegnen. Und doch eröffnet dieses digitale Treffen auch Möglichkeiten, die wir sonst nicht gehabt hätten“, zieht eine Teilnehmerin ihr Resümee. Ein Vorteil ist zum Beispiel, das die Anfahrtswege und -zeiten entfallen.

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Jetzt hoffen alle Verantwortlichen von Wertheim bis Mosbach und von Krautheim bis Mudau, die sich am Bildschirm versammelt hatten, dass am 5. März die Gottesdienste zum Weltgebetstag – wenn auch verkürzt – stattfinden können.