Hilfsaktion der Katholischen Frauen - Spenden im Wert von über 9000 Euro nach Rumänien gefahren / Kinder, Senioren, Behinderte und viele weitere profitieren Vier Lkw-Ladungen an Geschenken

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Nicht nur diese Straßenkinder freuten sich riesig über die Geschenkpäckchen aus Deutschland. © Freundeskreis

Die Katholischen Frauengruppen aus der Region Odenwald-Tauber sorgten mit ihren Spenden für Freude in Rumänien.

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Odenwald-Tauber. Weihnachtsfreude in vielfältiger Weise nach Rumnänien brachten vier Lkw, die mit dem Geld der Hilfsaktion der Katholischen Frauengruppen (kfd) der Region Odenwald-Tauber finanziert wurden.

Die dringend benötigte Unterstützung im Wert von 9150 Euro bekamen unter anderem die Altenheime und ein Schüler-Internat der Caritas, mehrere Kinderheime, zwei deutsche Schwesterngemeinschaften für ihre Arbeit in den Armenvierteln, ein Behindertenprojekt, ein Kinderdorf, das Deutsche Forum und einige besonders arme, vom Aussterben bedrohte Karpaten-Dörfer. Auch der Führer einer Roma-Minderheit erhielt Spenden, insbesondere für den Bau von Waschhäusern in den Armenvierteln.

Wichtige Hilfe aus dem Ausland

Ein Großlaster fuhr gleich weiter nach Brasov, um das vom Freundeskreis hergerichtete Altenheim „Cristiana“ und eine Landärztin zu versorgen. Ohne Hilfe aus dem Ausland können dort die Altenheime nicht weiter bestehen, da viele Heimbewohner keine Rente bekommen.

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Alles, was hier in der Region in den Second-Hand-Läden eingenommen wird, trägt zur Finanzierung der Häuser bei. Deshalb sind alle Hilfsgüter, Kleidung, Schuhe, Bettwäsche bis hin zu Möbeln immer für die Hilfsaktion willkommen. Diese Sachspenden werden in einem Lager in Villingen sortiert und bis zum nächsten Transport zwischengelagert.

Während in den rumänischen Städten die Sanierung nun doch sichtlich aufwärtsgeht, bietet sich bei der Durchfahrt von abgelegenen Dörfern vielfach ein trauriges Bild. Zahlreiche verlassene Häuser verfallen immer mehr, es sind viele alte und kranke Menschen anzutreffen. Um sich beispielsweise im Westen den Lebensunterhalt zu verdienen, wandern viele Rumänen aus. Dies betrifft insbesondere Ärzte und Pflegepersonal, aber auch gut ausgebildete Handwerker. Kliniken müssen deshalb schließen und fachgerechte Reparaturen können vielfach nicht mehr ausgeführt werden.

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Einkaufsmärkte schießen dagegen wie Pilze aus dem Boden, doch für viele Rumänen sind dies Museen, in denen man alles anschaut und weitergeht. Manche setzen ihre Hoffnung auf die neu gewählte Regierung, die vor allem die Korruption stoppen soll.

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Die Menschen, die ihr landschaftlich so schönes Land lieben, leiden sehr darunter, dass es immer noch nicht zu einem wirtschaftlichen Aufschwung kommt. Irmgard Rösch, vom Freundeskreis Oradea/VS-Villingen, die wie jedes Jahr den Transport persönlich begleitet hat, berichtet: „Von unserem Hilfstransport nach Rumänien sind wir wieder gut heimgekehrt. Alles hat diesmal gut geklappt, wir hatten eine gute Reise, an den Grenzen verlief alles gut und auch die Verteilung lief reibungslos ab. Dank der Spendenaktion der kfd-Gruppen konnten wir die Finanzierung von vier großen Sattelschleppern und unserem begleitenden Kleinbus sorgenfrei bestreiten und damit viel Freude zu den wirklich bedürftigen Menschen in Oradea, in die Westkarpaten und nach Brasov bringen. Überall wurden wir überaus herzlich empfangen und die große Dankbarkeit all dieser Armen für jede noch so kleine Hilfe ist nicht zu schildern.“

Dieser Dank gehe auch an alle kfd-Frauen der Dekanate Mosbach-Buchen und Tauberbischofsheim, die mit der erfolgreichen Spendenaktion diese Weihnachtsfreude ermöglicht hätten, sowie die Einzelspender.