Leserbrief - Zu „Stadt lässt ,Alla Hopp’-Anlage schließen“ Vereine miteinbeziehen

Von 
Leserbrief-Schreiber: Dieter Uhl
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Fällt dem Bürgermeister nichts Besseres ein, zieht er einen Bauzaun ein? Herr Burger appelliert an die Selbstverantwortung der Bürger bei Benutzung der Anlage. Herr Sowa von den FN flankiert diese Aufforderung gleich mit seinem Kommentar neben dem Artikel. Das Zuschieben der Verantwortung auf die Bevölkerung ist nur eine Perspektive.

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Meine orientiert sich an der Botschaft der Stadt Buchen: „Offen, lebendig und nicht alltäglich“ liest man auf der Homepage. Bei diesen Worten muss man sich auch an seinen Taten messen lassen. Es war sicherlich abzusehen, dass sich – bei schönem Wetter – die Familien zahlreich auf der Anlage tummeln werden. Im endlosen Lockdown mit Homeoffice und Homeschooling, ohne wirkliche Beschäftigungsalternative für unsere Kinder, ist es doch nicht überraschend, dass die wunderschöne „Alla Hopp“-Anlage Ziel zahlreicher Gäste sein wird. Besucherlenkung ist das Stichwort. Sicherlich kann man der Stadtverwaltung nicht zumuten, auch noch am Wochenende Dienst zu schieben. Jedoch hat man in Buchen tausende Vereinsmitglieder, die seit Monaten zur Untätigkeit gezwungen werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Vereinen hier möglich ist. Die Besucherlenkung mit höflichen Worten an den Ein- und Ausgängen und fester Verweilzeit innerhalb der Anlage hat doch auch im Sommer in Schwimmbädern wunderbar funktioniert.

Die Vereine hätten so auch die Chance an zusätzliche, dringend nötige Einnahmen zu kommen (die Stadt würde sich bestimmt erkenntlich zeigen). Alle hätten was davon: Die Stadt mindert ihr Risiko, die Vereine haben Einnahmen, die Familien haben Spaß und Buchen wäre Vorbild in Sachen Offenheit, Lebendigkeit und auf jeden Fall nicht alltäglich. Man muss nur wollen und offen für neue Ideen sein.