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FC „Viktoria“ Hettingen - Nachdem 2020 das 100-jährige Bestehen Corona-bedingt nicht gefeiert werden konnte, fand nun als würdevoller „Ersatz“ ein Ehrungsabend statt

Unverzichtbare Größe des Vereinslebens

Von 
Adrian Brosch
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Beim Ehrungsabend des FC „Viktoria“ Hettingen wurden langjährige und verdiente Mitglieder ausgezeichnet (links) – und darüber hinaus die „Jahrhundert-Elf“ (rechts) vorgestellt. © Adrian Brosch

Hettingen. Eigentlich hätte der am 15. August 1920 gegründete FC „Viktoria“ Hettingen im vergangenen Jahr sein 100-jähriges Bestehen gefeiert, aber es kam ein hartnäckiges Virus dazwischen. Als kleiner, aber sehr würdevoller „Ersatz“ fand am Samstag der Ehrungsabend statt, bei dem im Lindensaal zahlreiche Mitglieder sowie der Verein als Solcher ausgezeichnet wurden und die Vorstellung der „Jahrhundert-Elf“ erfolgte.

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„Ehre, wem Ehre gebührt“: Das hielt 2. Vorsitzender Manuel Dittrich in seiner Begrüßung fest, in der er auch der durch Bürgermeister Roland Burger und Beigeordneten Benjamin Laber vertretenen Stadt Buchen für die stets gute Zusammenarbeit dankte.

Gleich zwei durch die „FC-Filmcrew“ erstellte Videos bündelten schließlich auf amüsante Weise die Glückwünsche so illustrer Persönlichkeiten wie MdB Alois Gerig und Landrat Dr. Achim Brötel, Sebastian Schuppan (FC Würzburger Kickers) sowie zahlreicher Vereine aus Hettingen und Buchen, ehe die Vereinsehrungen durchgeführt wurden.

Die Vereinsehrennadel in Bronze für zehn Jahre ging an Moritz Burger, Sven Erfurt, Lukas Schmidt und Dominik Wagner; Silber für 15 Jahre erhielten André Altmann, Peter Balint, Michael Breunig, Christoph Holderbach, Jeanette Müller, Dominik Reichert, Marianne Scheurich, Martina Schmelcher-Schmidt sowie Mario Svoboda. Die Vereinsehrennadel in Gold für 40 Jahre (passiv) nahmen Bernd Kirchgessner und Andreas Mackert entgegen; Gold für 20 Jahre (aktiv) gab es für Christian Frank, Alexander Hoß und Julia Schwing.

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Schließlich wandte sich Bürgermeister Roland Burger an die Gesellschaft. Er gratulierte nicht nur zum Jubiläum der „festen und unverzichtbaren Größe des Vereinslebens“, sondern auch zum Festbuch. Es sei „von ganz besonderer Qualität“ und ließe das Vereinsleben über ein ganzes Jahrhundert hinweg auf nachdrückliche Weise Revue passieren. Sport verstehe sich unterdessen als Hobby im Sinne einer effizienten Medizin: Gemeinschaftserlebnisse, Bewegung, der Erhalt der Vitalität und positive Stimmung sorgen für Freude, die man auch im 1920 gegründeten, 1923 ins Vereinsregister eingetragenen, 1955 um die Tischtennis- und 1960 um die Turnabteilung erweiterten FC „Viktoria“ Hettingen erleben könne.

„Ein Verein – eine Leidenschaft“

Getreu seinem Credo „Ein Verein – eine Leidenschaft“ begeistern die Angebote noch immer zahlreiche Aktive; der örtliche Sportabzeichen-Stützpunkt trage zum Nimbus des FC als „Top-Verein im Sportkreis Buchen und im Badischen Sportbund“ maßgeblich bei. Auch im Zwischenmenschlichen habe man Großartiges geleistet: Burger erinnerte nur an die Spenden- und Typisierungsaktion „Gemeinsam für Luisa“; wohl wissend, dass auch zahllose weitere Projekte für gelebte Gemeinschaft weit über dem Tellerrand des Sports hinaus stehen. So möge es weitergehen: „Ad multos annos – auf viele Jahre!“, rief er.

Für das bemerkenswerte Portfolio – laut Begleittext „in Anerkennung der langjährigen sportlichen und gesellschaftlichen Verdienste“ – überreichte das Stadtoberhaupt sodann eine weitere Ehrung von besonderem Anstrich: Als höchste staatliche Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland und einzigartiges Geburtstagsgeschenk erhielt der FC „Viktoria“ Hettingen die Ehrung des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in Form der in Bronze gearbeiteten Sportplakette. „Sie wird einen Ehrenplatz bei uns erhalten“, freute sich 2. Vorsitzender Manuel Dittrich.

Nach einem weiteren „Glückwunschvideo“ erfolgte die Vorstellung der „Jahrhundert-Elf“. Hier hatten die Hettinger zwischen August und Oktober 2019 Wahlzettel erhalten, mit der jeder seine ganz persönliche „Jahrhundertmannschaft“ mit einstigen und heutigen Fußballern aus den FC-Teams zusammenstellen konnte – zur Wahl standen 28 Spieler und vier Trainer.

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„Mehr als 260 Stimmen wurde abgegeben“, hob Dittrich hervor. Nach und nach löste er die Frage, wer der „Jahrhundert-Elf“ alles angehört, auf: Jahrhundert-Torwart ist Georg Gremminger; auf dem Spielfeld sind die Jahrhundert-Abwehrspieler Heiner Münch, Theodor Scheurich, Thomas Knapp und Peter Reichert sowie die Jahrhundert-Mittelfeldler Werner Broßmann, Max Mackert und Georg Müller und die Jahrhundert-Stürmer Artur Schmauser, Michael Wachter und Jürgen Göbes unterwegs. Als Jahrhundert-Trainer wurde posthum Erich Reiser (1931-2014) ausgezeichnet, dessen Sohn Günter die Ehrung sichtlich gerührt entgegen nahm. Sie alle erhielten Urkunden und Präsente zur Erinnerung an eine spannende Zeit; Max Mackert erheiterte die Stimmung mit zahlreichen lustigen Anekdoten aus vergangenen Tagen.

„Absoluter Knaller“

Ehe das Video zur Entstehung des Festbuchs den kurzweiligen Abend abrundete, verabschiedete David Dittrich im Namen der Sparte Fußball die Spielausschuss-Mitglieder Andreas Müller, Frank Mackert, Klaus Dittrich und Manuel Dittrich. Er dankte ihnen für die gute Zusammenarbeit und das gelebte Ehrenamt, ehe 2. Vorsitzender Manuel Dittrich in seinem Schlusswort allen Mitwirkenden jener Chronik seinen Dank aussprach – durch sie sei das Festbuch „ein absoluter Knaller“ geworden. Mit einem gemütlichen Beisammensein klang der Abend aus.

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