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Beitrag zur Artenvielfalt

„Summspannwerke“ für die Artenvielfalt

Aktion von Netze BW und dem Netzwerk Blühende Landschaft in Hettingen

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Am Umspannwerk in Hettingen soll ein „Summspannwerk“ entstehen. © Netze BW

Hettingen. Mit artenreichen Blumenwiesen wertet die Netze BW in Kooperation mit dem Netzwerk Blühende Landschaft Grünflächen in ihren Umspannwerken ökologisch auf – unter anderem auch in Hettingen, so das Unternehmen in einer Mitteilung.

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Umspannwerke spielen eine wichtige Rolle bei der Stromversorgung. Aber auch für die Insektenwelt sollen sie an Bedeutung gewinnen. So sehen es die Pläne der Netze BW vor, die sich für die Umsetzung dieses Ziels vor drei Jahren mit dem Netzwerk Blühende Landschaft zusammengetan hat. Gemeinsam wollen sie die Umspannwerke des Unternehmens zu kleinen, blühenden Oasen für Wildbienen, Hummeln und Co. machen – zu sogenannten „Summspannwerken“. In rund 40 der über 300 Umspannwerke der Netze BW wurden seither bunte, artenreiche Blumenwiesen auf bislang ungenutzten Flächen angelegt. Und jährlich werden es mehr. So ist mit dem Umspannwerk in Hettingen in diesem Sommer auch hier in der Region ein „Summspannwerk“ hinzugekommen.

Regionales Saatgut

Auf dem Gelände soll sich in den nächsten Jahren ein insektenfreundlicher Magerrasen mit vielen Blumenarten entwickeln – wofür ausschließlich regionales Saatgut verwendet wurde. „In den Umspannwerken wird die Spannung des Stroms, der über die großen überregionalen Leitungen transportiert wird, für die Weiterverteilung in der Fläche heruntertransformiert“, erklärt Volkher Klipfel von der Netze BW. „Neben den dafür notwendigen Transformatoren und Schalteinrichtungen gibt es dort oft Grünflächen, die wir beispielsweise für Erweiterungen frei halten“, so der Leiter Netzbetrieb Süd weiter. Mit diesen Wiesen, die je nach Standort eine Fläche von 700 bis 10.000 Quadratmeter haben können, soll jetzt die Artenvielfalt gefördert werden. Er verweist in dem Zusammenhang auf die Nachhaltigkeitscharta des Landes, welche die Netze BW 2020 unterzeichnet hat, und das sich darin widerspiegelnde Selbstverständnis des Unternehmens: „Wir nehmen unsere ökologische und gesellschaftliche Verantwortung ernst.“

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Bei der Umwandlung ihrer Umspannwerke wird die Netze BW unterstützt vom Netzwerk Blühende Landschaft.

Die bundesweit aktive Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, die gesamte Kulturlandschaft wieder für bestäubende Insekten aufblühen zu lassen und arbeitet dabei unter anderem mit Landwirten, Kommunen und Naturschützern zusammen. Denn die Insekten übernehmen im Ökosystem viele wichtige Aufgaben. Gleichzeitig schrumpft aber ihr Lebensraum immer weiter. Es besteht also Handlungsbedarf, und die „Summspannwerke“ sollen einen Betrag dazu leisten, der negativen Entwicklung entgegenzusteuern.

Reichhaltiges Angebot

In ihnen wird ein reichhaltiges Angebot für 3000 Schmetterlings-, 500 Wildbienen- und tausende andere Insektenarten geschaffen. Mit 30 bis 60 Pflanzenarten pro zehn Quadratmeter entstehen rund um die technischen Anlagen echte Hotspots der Biodiversität – bunte Oasen für die heimische Insektenwelt, die Nahrung, Schutz und Rückzugsraum bieten.

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