100. Geburtstag - Karl Unangst aus Bödigheim feiert am Mittwoch bei recht guter Gesundheit Stets die Sonne im Herzen bewahrt

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ad
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Bödigheim. Seinen 100. Geburtstag feiert Karl Unangst aus Bödigheim am diesem Mittwoch bei ausgesprochen bemerkenswerter Vitalität und geistiger Frische. Der Jubilar zeichnet sich durch sein humorvolles, von Zuversicht geprägtes Wesen aus – sicher half ihm auch diese Eigenheit im Laufe seines langen Lebens.

Karl Unangst feiert seinen 100. Geburtstag. © Adrian Brosch

Begegnung in Neustettin

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Geboren am 23. September 1920 als Sohn von Lina und Ludwig Unangst, begann er sein Berufsleben zwischen 1936 und 1939 mit der in Buchen absolvierten Schreinerlehre und musste nach Ausbruch des Kriegs als Luftwaffensoldat dienen.

Dabei begegnete er im Januar 1945 in Neustettin während eines Tieffliegerangriffs einer jungen Frau, die mit Flüchtlingen unterwegs war. Karl Unangst sprach eine Einladung aus: Nach dem Krieg solle sie ihn doch in Bödigheim besuchen. Nach kurzer Kriegsgefangenschaft kam er im September 1945 wieder in seiner Heimat an – viele Glücksfälle hatten ihn die schweren Jahre überstehen lassen. Im März 1946 erhielt er schließlich Besuch von Erna, die er in Neustettin kennen gelernt hatte und heiratete sie am 1. Juli des Jahres.

Gemeinsam mit ihr zog er die Söhne Kurt und Walter groß; ab 1952 führten sie den landwirtschaftlichen Familienbetrieb, der schließlich im Jahr 1959 aus der Dorfmitte in die neue Siedlung „Griecheltern“ verlegt wurde.

Erfolgreiche Milchwirtschaft

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Nach erfolgreicher Bewerbung auf eine Ausschreibung der Landsiedlung Baden-Württemberg wurden der Familie weitere sieben Hektar guten Bodens zugewiesen, so dass man eine erfolgreiche Milchviehwirtschaft betreiben konnte. Der vor kurzer Zeit verstorbene Sohn Kurt komplettierte die Familie durch die Kinder Lars und Manuela; heute führt Lars Unangst den Hof. Nach wie vor lebt Karl Unangst, der sich stets die „Sonne im Herzen“ bewahrt hat, auf dem Aussiedlerhof und wird dabei von seiner Schwiegertochter Hiltrud umsorgt.

Gesundheitlich geht es ihm recht gut, doch fällt ihm das Gehen zusehends schwer. Dafür sucht er sich fortlaufend Beschäftigungen und Denksport-Aufgaben.

Freude mit Enkeln und Urenkeln

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Besondere Freude hat der „Hunderter“ an seinen fünf Enkeln sowie an den inzwischen zehn Urenkeln, die auch alle an der Familienfeier zum 100. Geburtstag teilnehmen: Gefeiert wird im Kreise der Familie.

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Gern schließen sich die Fränkischen Nachrichten, deren treuer Leser Karl Unangst ist, den Gratulanten an. ad