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Jubiläum - Hans-Joachim Schwab feiert am 1. Mai seinen Geburtstag / Gartenarbeit gehört zu seinen Hobbys

Sportler und Lehrer mit Leidenschaft

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Buchen. „Ich bin von Anfang an sportverseucht“, stellt Hans-Joachim Schwab fest. Und auch jetzt noch, im Alter von 75 Jahren, lässt ihn der Sport nicht los: So trainiert er die E-Fußballjugend beim TSV Buchen; außerdem ist er nach seinen Worten der älteste aktive Tennisspieler des Tennisclubs Buchen. Am 7. Mai  feiert er seinen 75. Geburtstag.

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Schon als Kind geturnt

Hans-Joachim Schwab ist in der Kellereistraße als jüngstes von sechs Kindern aufgewachsen. Sein einziger Bruder war 18 Jahre älter als er. „Zwischen Hettinger Straße und Schuhhaus Farrenkopf haben sicher 100 Kinder gewohnt“, erinnert er sich. Man habe auf dem sogenannten „Brandplatz“ gespielt, wo heute das Graphik-Haus steht, oder im ehemaligen Farrenstall im Museumshof. Oder man schaute dem Wagner Kaiser zu, der damals in der Kellereistraße Wagen aus Leder reparierte.

Hans-Joachim Schwab wird am 1. Mai 75 Jahre alt. © Martin Bernhard

Der kleine Hans-Joachim hat es seinem Vater nachgemacht, der Turner war, und hat von klein auf geturnt. Im Alter von zwölf Jahren begann er, Fußball zu spielen; weil er so schnell war, als Stürmer. „Meine Leidenschaft war aber bis zum Studium die Leichtathletik“, sagte er. Sein großes Ziel sei es gewesen, schneller als elf Sekunden auf hundert Meter zu laufen. Besser als 11,1 Sekunden schaffte er allerdings nicht. Während seiner Studienzeit in Heidelberg – Schwab studierte Mathematik und Sport für Lehramt – gründete der TSV Buchen eine Handballabteilung. Weil die Verantwortlichen Spieler brauchten, vor allem jüngere, schaltete sich seine Schwiegermutter ein. „Am Samstag spielst du Handball“, ordnete sie an. Und Schwab gehorchte.

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Während seines Studiums erwarb er den B-Trainerschein für Fußball an der Sportschule Schöneck. Auch das sollte Folgen für sein Privatleben haben. Denn als der junge Lehrer seine erste Arbeitsstelle an der Grund- und Hauptschule Höpfingen antrat, war es selbstverständlich, dass er im dortigen TSV die C-Jugend trainierte. Eine Herrenmannschaft durfte er nicht übernehmen. Sonst hätte er sich eine neue Ehefrau suchen müssen. Inge hatte er in den 1960-er Jahren in der Trachtengruppe Buchen kennengelernt und sie im Jahr 1969 geheiratet. Seit dem Jahr 1991 ist Schwab Vorsitzender der Trachtengruppe.

Im Jahr 1981 zog Hans-Joachim Schwab mit seiner Frau Inge und seinen vier Kindern in das neu gebaute Eigenheim in Buchen. Ein Jahr später wechselte er als Lehrer zur Hauptschule Buchen.

Damit begann seine Laufbahn als Leichtathletiktrainer. So führte Schwab die Hauptschulmannschaft zwei Mal ins Bundesfinale nach Berlin. Gemeinsam mit Albert Kull trainierte er die Mitglieder der Leichtathletik-Sparte des TSV Buchen. Außerdem engagierte er sich als Übungsleiter bei der Handballabteilung.

Beruf ist ihm ans Herz gewachsen

Der Beruf als Lehrer ist ihm sehr ans Herz gewachsen. „Das ist ein toller Beruf. Jeden Tag erlebt man etwas Neues.“ Auch jetzt, als 75-Jähriger, bereitet er ehrenamtlich Neunt- und Zehntklässler in Mathematik auf die Abschlussprüfung vor. Bekannte von ihm fehlt dafür das Verständnis. „Spinnst Du? Kannst du nicht von der Schule lassen?“, wenden sie ein.

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Als Hauptschullehrer musste Schwab flexibel sein und oft fachfremd unterrichten, zum Beispiel Technik. In einem Jahreskurs ließ er sich berufsbegleitend zum Techniklehrer ausbilden, eigentlich nur für Unterstufenklassen. Bereits nach einem halben Jahr brachte er jedoch Neuntklässlern Elektronik bei.

So sehr ihm seine Arbeit als Lehrer gefiel, so war sie doch auch immer wieder mit Frust verbunden. „Den habe ich dann beim Sport abgebaut“, stellte er fest. Jetzt, im Ruhestand, zählt Hans-Joachim Schwab auch die Gartenarbeit zu seinen Hobbys. Außerdem freut er sich mit seiner Frau über neun Enkelkinder.

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