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Krankenhaus Buchen - Grüne Damen spenden seit 20 Jahren Trost und geben Hilfe / Ehrenamtlicher Einsatz im Rahmen einer Feierstunde gewürdigt

„Sie sind ein Segen für Mitarbeiter und Patienten“

Von 
mb
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Im Rahmen einer Feierstunde anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Grünen Damen ehrten Landrat Dr. Achim Brötel und Kliniken-Geschäftsführer Frank Hehn Gründungmitglieder. © Martin Bernhard

Buchen. Die Grünen Damen spenden im Krankenhaus in Buchen seit 20 Jahren Trost und geben Hilfe. Bei einer Feierstunde am Mittwochnachmittag würdigten Landrat Dr. Achim Brötel und Klinikgeschäftsführer Frank Hehn die wertvolle ehrenamtliche Tätigkeit der derzeit 14 Damen.

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„Ihr Einsatz ist aller Ehren wert“, sagte Hehn in seiner Begrüßungsansprache. „Die Grünen Damen sind eine Erfolgsgeschichte!“ Doch auch die Grünen Damen mussten während der Corona-Pandemie ihren Dienst einstellen, da sie altersbedingt zur Risikogruppe zählten. Und auch an ihnen gingen die vergangenen eineinhalb Jahre nicht spurlos vorüber. Stifteten vor der Pandemie noch 24 Damen Trost und Zuversicht unter den Krankenhauspatienten, so sind es jetzt nur noch 14. Manche Damen hatten in dieser Zeit die Altersgrenze von 80 Jahren erreicht und mussten deshalb aus der Gruppe ausscheiden. Andere blieben aus Vorsicht oder anderen Gründen fern.

„Es ist schwierig, ehrenamtliche Mitarbeiter immer wieder zu motivieren“, stellte Hehn fest. Das habe schon vor der Coronapause gegolten und treffe jetzt umso mehr zu. Mitte August hätten die guten Geister ihre Arbeit im Krankenhaus wieder aufgenommen. „Wir freuen uns sehr, dass wieder Ihre fröhliche Art, Ihr Lächeln im Gesicht und Ihre tröstenden Worte ins Krankenhaus zurückgekommen sind“, sagte Hehn. „Sie sind ein Segen für Mitarbeiter und Patienten.“

Landrat Brötel bezeichnete sich als „bekennender Fan“ der Grünen Damen. Deren ganzheitliche Zuwendung, ihre Mitmenschlichkeit sei genauso wichtig wie eine gute medizinische Behandlung. Betretungsverbote und Kontaktsperren seien während der Pandemie epidemiologisch zwar sinnvoll gewesen, „für die menschliche Seele aber vielleicht genauso gefährlich wie umgekehrt das Virus für den Körper.“ Der Landrat bezeichnete das Wirken der Grünen Damen als „Trumpfkarte für die Seele“, als „Fürsorge zum Nulltarif“ und als „außergewöhnliches Beispiel für den Dienst am Nächsten“. Er dankte für ihre Besuche, Gespräche und Gebete am Bett, für ihr Singen und Lachen, das Zuhören, die Erfüllung kleiner Wünsche, für Mut, Zuversicht und Trost, die die Grünen Damen in den vergangenen 20 Jahren vielfach gespendet hätten.

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Der Landrat erinnerte an den 14. März 2001, als auf Initiative des damaligen Pflegedienstleiters Kurt Böhrer diese wichtige Initiative gegründet worden sei. Helga Böger, die damals schon drei Jahre lang die Mosbacher Grünen Damen geleitet hatte, stellte diese Arbeit in Buchen vor. 16 Damen und ein Herr ließen sich von dieser Idee begeistern. Acht der Gründungsmitglieder sind bis heute noch dabei, nämlich Ursula Breunig, Isolde Dörr, Inge Evertz, Gisela Henk, Christiane Hirschner, Irene Lamprecht, Rosemarie Müller und Irmgard Schweigert. Ganz besondere Verdienste um die ehrenamtliche Patientenbetreuung hätten sich Anni Benig, Ingrid Evertz und Maria Mechler erworben, die die Gruppe mehrere Jahre lang geleitet hätten. „Ohne Sie alle wären wir um einen großen Teil an Menschlichkeit, vor allem an Wärme und Herzlichkeit, ärmer“, schloss der Landrat.

Sorgen und Nöte mildern

Anlässlich des Jubiläums war auch Gisela Schneider, Landesbeauftragte der Grünen Damen Baden-Württemberg, nach Buchen gekommen. Sie wies darauf hin, dass deutschlandweit 7500 Grüne Damen und Herren in insgesamt 135 Krankenhäusern und Altenheim ehrenamtlich tätig seien. „Sie mildern die Sorgen und Nöte der Patienten“, sagte sie. Sie stifteten menschliche Nähe und Aufmerksamkeit. „Die Arbeit der Grünen Damen ist unbezahlbar“, stellte Schneider fest und bedankte sich bei den Damen für ihren Einsatz.

Pfarrerin Julia Ehret dankte den Damen ebenfalls für ihren Dienst und bat Gott darum, ihnen weiterhin viel Kraft zu schenken. Ingrid Evertz, Leiterin der Grünen Damen in Buchen, erinnerte sich an die Zeit der Gründung der Initiative. Man habe zunächst das Vertrauen der Pflegekräfte gewinnen müssen. Mit den im Laufe der Jahre kürzer werdenden Aufenthalten der Patienten hätten sich auch die Aufgaben der Grünen Damen verändert.

So erledige man weniger Botengänge in die Stadt. Auch Spaziergänge mit Patienten ums Haus seien entfallen. Umso wichtiger seien Zuwendung und ein fröhliches Lächeln geworden. Everts schätzt, dass die Grünen Damen seit Gründung der Gruppe vor 20 Jahren rund 16 000 ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden im Krankenhaus Buchen geleistet hätten. Sie dankte der Geschäftsführung des Krankenhauses, den Ärzten, dem Pflegepersonal und dem gesamten Team der Grünen Damen für ein gutes Miteinander.

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Anschließend bedankte sich Frank Hehn mit Blumensträußen und Geschenken bei den Gründungsmitgliedern der Grünen Damen in Buchen. Außerdem verabschiedete er drei Damen, zwei von ihnen aus Altersgründen, eine, weil sie umgezogen ist. mb

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