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Zentralgewerbeschule

Schüler lösten schwierige Herausforderung

Auszubildende entwickeln eigenständig eine Prüfstation für Stammholz

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Auszubildende der Zentralgewerbeschule entwickelten eine Prüfstation für Stammholz. © H. Ihrig

Buchen. In einem zweiwöchigen Projekt hatten 42 Auszubildende zum Industriemechaniker beziehungsweise Elektroniker für Betriebstechnik am Ende des dritten Ausbildungsjahres eine automatisierungstechnisch schwierige und ganzheitliche Aufgabe zum Zuführen und Vereinzeln von Stammhölzern unterschiedlicher Längen und Dicken zu lösen. Zu Beginn bekamen die Azubis von den Fachlehrern der Zentralgewerbeschule Buchen, Ralf Weinmann und Martin Trabold, die Projektaufgabe präsentiert. Sie teilten sich in sechs Gruppen, gemischt mit jeweils Elektronikern und Industriemechanikern. Die ersten Lösungsansätze wurden entwickelt. Danach ging es in sechs verschiedenen Firmen im Neckar-Odenwald-Kreis an die weitere Lösungsfindung und die technische Umsetzung.

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Die Auszubildenden mussten hierbei Ideen entwickeln, wie man die im Modellmaßstab auf einer Rutsche zugeführten unterschiedlichen Stämme vereinzelt, die Längen und Durchmesser automatisiert prüft und entsprechend nach vorgegebenen Kriterien über Förderbänder in unterschiedliche Behälter sortiert.

Hierbei waren einerseits die Industriemechaniker für die Realisierung der Mechanik und Pneumatik und andererseits die Elektroniker für den Schaltschrankbau, die Verkabelung und die Programmierung der Logik in eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) verantwortlich.

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Beim Projektablauf kam es zu den gleichen Stolpersteinen wie in einem Industriebetrieb, wie zum Beispiel die Problematik, dass die Elektronik und Programmierung weitgehend erst komplett nach dem endgültigen Design der mechanischen Realisierung stattfinden kann, welches unter Zeitdruck auch zu Anspannungen unter den Beteiligten führen kann. Bei dieser Aufgabe, bei der selbst erfahrene Ausbilder, Lehrer und Ingenieure bei der Realisierung ins Grübeln gerieten, waren nicht nur die fachlichen Anforderungen schwierig. Herausforderungen waren auch das Zusammenarbeiten im Team, das Verteilen von Teilaufgaben auf den einzelnen Azubi, das gemeinsame Kommunizieren und das Festhalten am vorgegebenen Ziel jeder Gruppe, nämlich nach zwei Wochen eine funktionsfähige Maschine in Form einer Hausmesse in den Werkstätten der ZGB zu präsentieren. Alle sechs Projektgruppen hatten es geschafft, wenn auch sehr unterschiedlich gelöst, eine funktionsfähige Anlage bereitzustellen! Dank ging an die Projektfirmen und deren Ausbilder, welche die Auszubildenden tatkräftig bei der Projektumsetzung unterstützten. Projektfirmen waren: Azo (Osterburken); Bleichert Automation (Osterburken); Göttfert Werkstoff-Prüfmaschinen (Buchen); Weiss (Buchen/Walldürn); Procter & Gamble Manufacturing Braun (Werk Walldürn); Maschinenfabrik Gustav Eirich (Hardheim). Da die Azubis sehr viele fachliche und überfachliche Kenntnisse erlangen, würden alle gerne im neuen Schuljahr 2023 ein ähnliches Projekt starten.

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