Odenwälder Kunststoffwerke Gehäusesysteme GmbH - Den Status als systemrelevantes Ktitis-Unternehmen vom Land Baden-Württemberg erhalten OKW-Drehknöpfe helfen dabei, Leben zu retten

Von 
okw
Lesedauer: 
OKW-Drehknöpfe aus Buchen sind an Beatmungsgeräten gefragt. © OKW

Buchen. Ein medizinisches Gerät rückt in Zeiten der Corona-Pandemie in den Blickpunkt. Und es wird auf der ganzen Welt händeringend gesucht: das Beatmungsgerät. Zur Bedienung und Regelung der lebensrettenden Maschinen werden in der Regel „Drehknöpfe“ aus Kunststoff verwendet. Das sind genau die Produkte, mit welchen sich die Buchener Firma Odenwälder Kunststoffwerke Gehäusesysteme GmbH (OKW Gehäusesysteme) am schwierigen Kampf gegen das gefährliche Virus beteiligt. OKW Gehäusesysteme hat nun in der Corona-Krise grünes Licht vom Land bekommen: Es erhält den Status eines „Kritis“-Unternehmens.

Kunden weltweit verteilt

AdUnit urban-intext1

OKW entwickelt und vertreibt hochwertige Kunststoffgehäuse und Drehknöpfe für die internationale Geräteindustrie. Ein großer Anteil der Standardprodukte werden in die Medizin- und Labortechnik verkauft. „Unsere Kunden sind weltweit verteilt. Darunter sind auch viele internationale Gerätebauer für medizinische Anwendungen; in Deutschland sind es knapp 380 Unternehmen. Das jährliche Auftragsvolumen liegt bei knapp drei Millionen Euro, nur für die Medizin- und Labortechnik. Das sind 20 Prozent unseres kompletten Umsatzes“, sagt der Geschäftsführer und Hauptgesellschafter Christoph Schneider.

Produktion unter Hochdruck

Seit dem Auftreten der Lungenkrankheit Covid-19 produziert man unter Hochdruck Teile, welche für Beatmungsgeräte in Notaufnahmen und für die Labordiagnostik so dringend benötigt werden, unter anderem für die Firmen Fresenius Medical Care, B. Braun, Siemens Healthcare, Smith Medical (GB) und Plexus (USA) und viele mehr. Auch arbeitet das Unternehmen in kritischen Lieferketten mit speziell für die Covid-19-Präventation und -Bekämpfung gegründeten Unternehmenszusammenschlüssen – eines davon mit Beteiligung von Rolls-Royce.

OKW wurde nun offiziell der Status als systemrelevantes „Kritis“-Unternehmen bestätigt. Das bedeutet: OKW ist laut den Kriterien des Landes Baden-Württemberg für die Lieferkette in der medizinischen Forschung und Entwicklung „unverzichtbar“. OKW erhofft sich von diesem Status einen leichteren Zugang zu Materialien und Transportkapazitäten.

AdUnit urban-intext2

Aber auch für die direkt an den Lieferketten beteiligten Mitarbeiter kann dies einen Zugang zur Notbetreuung ihrer Kinder, trotz Kita-und Schulschließungen, ermöglichen, so das Unternehmen.

Yvonne Ellwanger, Prokuristin des Unternehmens, bezieht sich auf ein aktuelles Projekt zur Herstellung von Beatmungsgeräten in England: „Innerhalb einer Woche haben unsere Mitarbeiter in einer beispiellosen Gemeinschaftsleistung – zusammen mit unserer englischen Tochterunternehmen und den Bauländer Kunststoffwerken (BKW) in Schlierstadt – 10 000 Drehknöpfe regelrecht aus dem Boden gestampft. Diese wurden dann unter schwierigsten, logistischen Bedingungen an den letztendlichen Gerätebauer in Großbritannien ausgeliefert im Wissen, dass jede Zeitverzögerung lebensbedrohliche Folgen nach sich ziehen würde.“ OKW Gehäusesysteme bekommt tagtäglich neue Anfragen für medizinische Gerätschaften. Nur bei dem beschriebenen Projekt aus England werden es wohl über 15 000 Beatmungsgeräte, welche mit OKW-Drehknöpfen aus Buchen bestückt sind und im späteren Einsatz dabei helfen, Leben zu retten. okw