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JMK-Musikschule - Konzepte mit Lehrerin Annette Bruckner entwickelt

Musizieren mit älteren Menschen fördern

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Die Joseph-Martin-Kraus-Musikschule fördert das Musizieren mit älteren und alten Menschen. © Musikschule

Buchen. Die Joseph-Martin-Kraus-Musikschule der Stadt Buchen geht neue Wege, um in besonderer Weise das Musizieren mit älteren und alten Menschen zu fördern. Mit drei Senioreneinrichtungen in der Stadt wird die seit fünf Jahren bestehende Kooperation vertieft, indem auf die besonderen musikalischen Bedürfnisse und Möglichkeiten der Menschen individueller eingegangen und für jedes Haus differenziert ein musikgeragogisches Konzept entwickelt wird.

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Annette Bruckner, Lehrerin für elementare Musikpädagogik und Musikgeragogik, hat mit den Verantwortlichen der Seniorenhäuser individuelle Unterrichtsinhalte entworfen und gestaltet. So wird das bewährte Angebot der Veeh-Harfen Gruppen in allen drei Häusern – im ABS Seniorenzentrum am Rühlingshof, im Helmuth-Galda-Haus und im Rüdt-von-Collenberg-Haus in Hainstadt – beibehalten und durch andere musikgeragogische Angebote ergänzt.

Dank der einfachen Handhabung der Veeh-Harfen gelingt auch instrumental unerfahrenen Menschen ganz ohne Notenlesen ein erfolgreiches Spielen „vom Blatt“. Zwischen Saiten und Resonanzkörper werden Schablonen geschoben.

Ein leicht lesbares Zeichensystem, das auf das Wesentliche reduziert ist, ermöglicht Tonfolgen schnell zu erfassen und die Saiten der Harfe entsprechend anzuzupfen. Dies macht das Instrument für alle Menschen auch ohne Vorerfahrungen spielbar.

Es ist bemerkenswert, dass auch bei Senioren unabhängig vom Alter oder ihrer Beeinträchtigung das Erlernen dieses Instrumentes möglich ist. Dass dieses Lernen eine hohe Zufriedenheit und ein Glücksgefühl hinterlässt, dass vielleicht nicht immer in Worte gefasst werden kann, ist nachhaltig spürbar.

Seit diesem Schuljahr profitieren auch Senioren, die bettlägerig sind, ihr Zimmer nur noch selten verlassen können, und an gemeinschaftlichen Aktionen nicht mehr teilnehmen, von dem musikgeragogischen Angebot der Musikschule. Für diese Menschen wird direkt an ihrem Bett musiziert und ihnen das Spielen verschiedener Instrumente, wie Laier, Sansula, Hang, um nur einige zu nennen, ermöglicht.

Im Helmuth-Galda-Haus gibt es noch ein musikalisches Angebot besonderer Art. Einmal im Monat trifft sich der „Geragogik-Orff-Spielkreis“ für Menschen mit fortgeschrittener Demenz. An jahreszeitlichen Themen oder an einem Motto aus dem Erlebnisfeld der Senioren ausgerichtet spielen sie mit einfacheren Instrumenten und begleiten Lieder. Sitztänze werden durchgeführt und gruppendynamische Erfahrungen mit Musik ermöglicht. Erinnerungen an frühere Begebenheiten oder Ereignisse auch aus der eigenen Jugendzeit werden geweckt und wieder aufleben gelassen.

Musikgeragogik der JMK-Musikschule bietet allen älteren Menschen, die in Seniorenhäusern leben oder dort zusammenkommen, die Möglichkeit, aktiv zu musizieren. Jede Woche sind die vielen positiven Auswirkungen des aktiven Musizierens deutlich zu spüren. Durch die Musik werden soziale Isolation ausgeglichen, Erinnerungen aktiviert, Stress abgebaut und das eigene Ausdrucksvermögen erweitert. Die Senioren erleben eine erfüllte und glückliche Zeit.

Erfolgserlebnisse werden spürbar und führen zur Anerkennung der Leistungen betagter Menschen, was insgesamt zur Steigerung der Lebensqualität und Zufriedenheit beiträgt.

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