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Mitgliederversammlung des Museumsvereins - Corona-Pandemie sorgte für Besucherschwund / Zwei neue Ehrenmitglieder

Museumsverein Buchen: Seit Februar 2020 „Stillstand mit Unterbrechungen”

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Bernd Fischer (Zweiter von links) und Manfred Pfaus (nicht im Bild) wurden bei der Mitgliederversammlung des Museumsvereins zu Ehrenmitgliedern ernannt. © Strein

Buchen. Der Verein Bezirksmuseum Buchen hat zwei neue Ehrenmitglieder. Bei der Mitgliederversammlung am Mittwoch im Marstallgebäude des Museumsareals stimmten alle Anwesenden dem Vorschlag von Vorstand und Beirat zu, Manfred Pfaus und Bernd Fischer diese Ehrung zuteil werden zu lassen.

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Manfred Pfaus war lange Jahre die treibende Kraft im Sprachraum des Bezirksmuseums, in dem die regionalen und örtlichen Dialekte von Odenwald und Bauland bewahrt werden. Pfaus, der mittlerweile in Berlin lebt, hatte angekündet, dass er aus persönlichen Gründen seine Tätigkeit als Mentor des Sprachraums aufgegeben wolle. Zuvor hatte er den Internetauftritt noch einmal vollständig überarbeitet. Der Vorsitzende des Vereins Bezirksmuseum Buchen, Dr. Wolfgang Hauck, würdigte die Arbeit von Manfred Pfaus als Beispiel gebend und weit über die übliche Museumspraxis hinaus gehend.

Bernd Fischer, seit 1976 Mitglied im Verein, sei ein „Glücksfall“ für den Museumsverein, wie die stellvertretende Vorsitzende Sibylle Ostien sagte. Fischer sei durch seine Arbeit in Archiven und eine beeindruckende Liste von Arbeiten für den Wartturm, aber auch in Jubiläumsbüchern bekannt und geschätzt. Auch seine Beratungstätigkeit für verschiedene Ausstellungen des Bezirksmuseums hob Ostien hervor,.´Pfaus und Fischer wurde nach dem einstimmigen Votum der Mitgliederversammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Trotz aller Einschränkungen der Museumsarbeit in der Pandemie blicke Wolfgang Hauck mit Stolz und Zufriedenheit auf die Leistungen des Vereins und er danke für die den ehrenamtlichen Einsatz unter sehr erschwerten Bedingungen. „Ab Februar 2020 verzeichneten wir Stillstand mit Unterbrechungen. Vermittlungstätigkeit, Sammlungsaufbau, Besucherverkehr und Vereinsleben haben darunter stark gelitten.“

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Restaurierung ein Schwerpunkt

Seit 2005, so Dr. Hauck weiter, habe der Verein Einnahmen und Ausgaben von rund einer Millionen umgesetzt. Seit 2013 seien die Restaurierungen der Objekte im Bestand des Museums ein Schwerpunkt gewesen. In dieser Zeit seien rund 190 000 Euro für Restaurierungen ausgegeben worden. Danach blickte Hauck auf Sonder- und Dauerausstellungen zurück, die ebenfalls unter der Corona-Pandemie gelitten haben. Schon zum wiederholten Mal habe das Museum die Eröffnung der neuen Dauerausstellung „Gottes Lob und Seelenheil – Glaubenszeugnisse aus dem Madonnenland“ verschoben. Nun sei der 19. September als Eröffnungstermin fixiert und: „Es wird eine außergewöhnliche Ausstellung sein, nach dem räumlichen Umfang, der Anzahl der Exponate und der musealen Vermittlung dieses emotional besetzten Themas.“ 50 000 Euro habe der Verein für diese besondere Dauerausstellung aufgewendet und viele Aktive hätten sechs Jahre daran gearbeitet.

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Weiter nannte Hauck die Ausstellung „Buchen im Mittelalter“, eine Kooperation mit dem Burghardt-Gymnasium, die im nächsten Jahr fertiggestellt werden soll. Besonders bedauerlich war die Tatsache, dass die Sonderausstellung „’Kurz stillhalten, bitte!’ Porträtaufnahmen jüdischer Menschen von Karl Weiß“ im Audienzsaal des Steinernen Baues voll in die Corona-Zeit fiel.

Der Verein Bezirksmuseum hat zur Zeit 375 Mitglieder (2019: 389), knapp 1000 Besucher sahen in der Corona-Zeit die Ausstellungen. Der Internetauftritt des Museums wird gerade überarbeitet. Im Sprachraum geht die Betreuung von Manfred Pfaus auf Isabell Arnstein über und mit dem Heimatverein Mudau (Vorsitzender Hans Slama war bei der Mitgliederversammlung anwesend) kooperiert das Bezirksmuseum beim Thema „Mundartweg“. Hauck regte an, dass auch im Winter das Museum an allen Sonn- und Feiertagen geöffnet sein solle (bisher nur am 1. Sonntag des Monats). Voraussetzung dafür ist allerdings eine Verstärkung des Aufsichtsdienstes.

Ausstellungen „aufhübschen“

In einem Blick in die Zukunft sagte Hauck, für die nächsten Monate habe man sich vorgenommen, die bestehenden Altausstellungen „aufzuhübschen“, zum Beispiel durch moderne Lichtinszenierungen.

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Nach dem Kassenbericht – den Schriftführer Jürgen Strein in Vertretung des kurzfristig verhinderten Johannes Volk vortrug und der dem Verein solide Finanzen und eine satzungsgerechte Ausgabenpolitik bescheinigte – dankte Bürgermeister Roland Burger den Ehrenamtlichen des Vereins für ihre Arbeit.

Für die Bürgerstiftung berichtete Roland Burger, dass die Ausschüttung von 2700 Euro für die vergangenen beiden Jahre für eine Publikation der Gedichte von Susi Levi verwendet werden sollen. Auf Burgers Antrag hin wurden Vorstand und Schatzmeister einstimmig entlastet. Str

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