Kolpingfamilie Buchen - „Haus der Gastfreundlichkeit“ beim „Bänklefest“ eingeweiht / Wasserschaden mit viel ehrenamtlichem Engagement behoben Mit vereinten Kräften das Domizil gerettet

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Maria Gehrig
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Bei einem Rundgang stellte Kolping-Vorsitzende Sandra Röckel (Dritte von links) den Besuchern, unter ihnen Bürgermeister Roland Burger und Altbürgermeister Josef Frank, die neuen Räume vor. © Maria Gehrig

Eine gelungene Gemeinschaftsleistung ist die Sanierung des Kolpingheims in Buchen. Nach Abschluss der Arbeiten wurde es am Samstag eingeweiht.

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Buchen. Der Schreck war groß. Ein Wasserschaden im Dezember 2015 beschädigte das Kolpingheim im Unteren Hainstadter Weg stark. „Und nun?“, diese Frage stand im Raum. Die Mitglieder der Kolpingfamilie ließen sich nicht von einem Riesenberg Arbeit abschrecken und beschlossen in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung vor genau zwei Jahren, das vereinseigene Domizil wieder in Schuss zu bringen.

Heute ist das Kolpingheim komplett saniert. Mit Freude wurden die neuen Räume am Samstag beim beliebten „Bänklefest“ in einer kurzen, aber aussagekräftigen Liturgiefeier eingeweiht. Gestaltet wurde sie von Kaplan und Präses Claudius Dufner und Johanna Vering. Sie hatten die Stelle im Lukasevangelium ausgesucht, in der Zachäus Jesus in Jericho in seinem Haus aufnimmt.

Johanna Vering betonte, dass das alte, neue Kolpingheim durch den großen Einsatz vieler wieder in Betrieb genommen werden könne. Sie wünschte sich, dass es ein „offenes und lebendiges Haus für Feiern, Geselligkeit, Gespräche und Treffen unterschiedlicher Art“ sein möge. „Es soll ein gastfreundliches Haus sein in zutiefst christlichem und biblischem Sinn“, ergänzte Vering.

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Kaplan Claudius Dufner lud die Anwesenden zur Vertiefung des Evangeliumstextes ein und segnete das Haus. Mit den Liedern „Es freue sich Himmel“ und „Wir sind Kolping“ wurde die kleine Feier zu den Klängen der „Kolping-Spontan-Band“ musikalisch umrahmt.

Bei einem Sektempfang war Vorsitzende Sandra Röckel die erste Rednerin auf dem „Bänkle“. Sie hatte vor allem Dankesworte parat für die vielen ehrenamtlich Tätigen, voran die Rentner der Kolpingsfamilie.

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Sie kernten das Haus bis auf die Grundmauern aus und zogen anschließend wieder Wände ein, erledigten die Elektroarbeiten und schufen den neuen Bodenaufbau. Nun steht das Kolpingheim nach den Plänen von Architektin Alexandra Wolfram als zweckmäßiger Neubau da – mit einer Wohnung im Obergeschoss und einem großen Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss, der Platz für unterschiedliche Veranstaltungen bietet.

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Unterstützung fand der Verein in dem speziell gegründeten Bauausschuss auch in Altbürgermeister Josef Frank, der als Kolpingbruder die Verhandlungen mit der Versicherung übernommen hatte. Als Dank überreichte Sandra Röckel dem Bautrupp unter Regie von Ludwig Lemp Gutscheine für ein Essen.

Die Sanierung des 1956 eingeweihten Kolpingheims wird finanziert durch die Einnahmen aus den Fastnachtsveranstaltungen und Versicherungsgeldern. Die beinahe unzähligen ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden der Kolping-Rentner spielen bei der Maßnahme eine ebenso gewichtige Rolle. Dieses vorbildliche Engagement zeigt, wie wichtig ihnen ihr Treffpunkt ist, der durch eine beachtenswerte Gemeinschaftsleitung jetzt wiedereröffnet werden konnte.

Jetzt kann Leben in den neuen Mauern einkehren. „Einmal im Monat sind die Stammtischler hier“, so Vorsitzende Sandra Röckel. Anklang finde auch der Tragespaziergang mit Babys. „Künftig wollen sich Menschen in der Lebensmitte, also um die 40, hier treffen“, zählt sie weiter auf.

Alle Altersgruppen in unterschiedlichen Lebenslagen können im Kolpingheim offene Türen finden. Apropos „Bänklefest“: Nach Kaffee und Kuchen sowie Kinderbetreuung am Nachmittag ging es am Abend zur Bewirtung durch den Jugendchor gemütlich weiter. Mehrmals wurde die Glocke zur Ankündigung eines „Bänkles-Beitrags“ geläutet.