Abt-Bessel-Realschule - Beteiligung am Nepal-Spendenlauf war trotz der nachmittäglichen Hitze groß / Runden in der Altstadt für einen guten Zweck gedreht Mit Freude für die Nepal-Hilfe unterwegs

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Olaf Borges
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Die Kinder vom Kindergarten „Regenbogen“ waren wie viele andere für den guten Zweck in Buchens Altstadt unterwegs. © Olaf Borges

Der gute Zweck stand am Freitag rund um das Alte Rathaus im Vordergrund. Trotz großer Hitze am Nachmittag drehten die Läufer mit Freude ihre Runden für den Schulbau in Nepal.

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Buchen. Ein buntes Treiben herrschte am Freitag rund ums Alte Rathaus. Grund dafür war der Nepallauf der Namaste Nepal sAG der Abt-Bessel-Realschule. Die Lehrer Daniel Schäfer und Benjamin Grimm, die die Organisation des Laufs übernommen hatten, waren im Dauereinsatz. Viele waren gekommen, um durch ihre Teilnahme den Bau von erdbebensicheren Schulen und Kindergärten zu unterstützen.

Bereits um 8 Uhr wurde der Lauf durch Schirmherr Bürgermeister Roland Burger und Realschulrektorin Monika Schwarz eröffnet, die auch beide an den Start gingen. Über den ganzen Tag bestand ab da die Möglichkeit, einen Parcours von 425 Metern Länge und zehn Höhenmetern durch die obere Buchener Altstadt zu bewältigen. Jürgen Türschel mit der Startnummer 301 war gleich um 8 Uhr gestartet und hatte schon zwei Stunden später 40 Runden zurückgelegt, was bis dahin kein anderer Läufer vorweisen konnte. Der Vorsitzende des TSV Buchen, Kurt Bonaszewski, hatte die Moderation übernommen und informierte die Besucher über alles Wissenswerte. Klar, dass er kurz neben Jürgen Türschel herrannte, um ihn zu fragen, wie viele Runden er zu drehen gedenke. „100“ war die beeidruckende Antwort. In Gruppen traten die Grundschule Hettingen, die Wimpina-Grundschule, der Kindergarten „Regenbogen“, der Kindergarten St. Rochus, die Zentralgewerbeschule Buchen, die Johannesdiakonie Buchen und Wertheim, die Helene-Weber-Schule und natürlich die Abt-Bessel-Realschule an, um das Spendenkonto zu erhöhen.

Runden akribisch festgehalten

Jeder durfte so viele Runden laufen, wie er wollte. Die wurden von den Schülern der Abt-Bessel-Realschule akribisch festgehalten, schließlich musste im Anschluss anhand der abgeschlossenen Sponsorenverträge, die die Läufer beispielsweise mit Verwandten, Freunden oder auch einem Betrieb abgeschlossen hatten, der Spendenbetrag ermittelt werden.

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Der Kaffee aus Nepal, mit dem die Schüler den Wiederaufbau von sieben Schulen im Bergdorf Gati und den umliegenden Dörfern finanzieren, wurde ebenfalls angeboten. Daniel Schäfer war „sehr zufrieden mit dem Zuspruch“. „Schön wäre es, wenn wir mal 8000 Kilometer, das ist die Entfernung nach Gati, zusammenbringen würden“, blickte Schäfer in die Zukunft. „Mittags um 12 Uhr hatten wir schon 500 Läufer erreicht, so viele wie im letzten Jahr insgesamt“, erklärte Schäfer. Natürlich sei man um jeden Euro froh, doch habe man den Fokus nichts aufs Geld gelegt. „Jedes Kind, das hier für den guten Zweck läuft, trägt den Geist der Veranstaltung weiter“, so Schäfer. Schließlich hätten die Kinder sich vorab mit dem Thema auseinandergesetzt und sich bewusst zum Laufen entschieden.

Gemeinsam mit dem Geschwister-Scholl-Gymnasium Freiberg habe man ein Schülernetzwerk gegründet, an dem mittlerweile fünf Schulen beteiligt sind, um in Nepal zu helfen. Der Bau der siebten Schule sei fertig, jetzt gehe es noch um die Einrichtung, Lehrer und die langfristige Finanzierung. Die weiterführende Schule in Gati sei ausgezeichnet worden als beste Bergschule Nepals. „Das Konzept geht auf und es ist nachhaltig“, freute sich Schäfer. Selbst Reinhold Messner habe das Projekt gelobt, obwohl er Hilfsorganisationen sonst eher kritisch gegenüber stehe.

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Rund 500 Schüler haben beim Nepallauf im vergangenen Jahr 2257 Streckenkilometer zurückgelegt, wofür von Privatpersonen und Unternehmen aus der Region insgesamt 16 000 Euro gespendet wurden. Über das Ergebnis vom Freitag werden wir noch berichten. Um 16 Uhr waren es 2579 Kilometer und 11 090 Euro. Der Weg nach Dati war noch weit. Neben jungen Läufern, die zum Teil 100 Runden absolvierten, hat auch Jürgen Türschel alles gegeben. Er war zu dieser Zeit bei 140 Runden und wollte noch nicht ans Aufhören denken.

Redaktion Leiter der Redaktion Bad Mergentheim