Kunibert Weinlein - Im Alter von 93 Jahren gestorben Leiter des Hochbauamts engagierte sich vielfach

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ad
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Buchen. Im Alter von 93 Jahren starb am vergangenen Mittwoch Kunibert Weinlein. Als echter „Ur-Buchener“ war er nicht nur der Vereinslandschaft, sondern auch der Stadt in hohem Maße verbunden: Von 1951 bis 1990 war er als Leiter des Hochbauamts bei der Stadtverwaltung beschäftigt.

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Geboren wurde er am 17. Juni 1926 in Buchen, wo er auch aufwuchs. Der Volksschule schloss sich eine beim Walldürner Architekturbüro Bonn absolvierte Ausbildung zum Bautechniker an, die Weinlein aber in den Kriegswirren abbrechen musste: Ende 1943 wurde er einberufen. Nach der Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft, heiratete er Maria Noe, mit der er vier Kinder großzog.

Seine Ausbildung konnte Kunibert Weinlein indes 1951 abschließen; es folgte der berufliche Wechsel zum Hochbauamt der Stadt Buchen. Unter seiner Ägide vergrößerte sich die Stadt – mit bis heute deutlich sichtbaren Auswirkungen auf das Stadtbild: Der Bau sämtlicher Buchener Schulen und Sportanlagen fällt in die Amtszeit Weinleins; ebenso entstanden unter seiner Federführung das Museumsareal in seiner heute bekannten Form und Gestaltung sowie das Haus der Volkshochschule in der Kellereistraße. Dabei hatte er auch stets ein Herz für die Belange seiner Kollegen: Zwischen 1977 und 1982 übte er zusätzlich das Amt des Personalratsvorsitzenden aus.

Ehrenmitglied bei FG und TSV

Weinleins Engagement für seine Heimatstadt setzte sich stets im privaten Bereich fort: Seit 1946 gehört er der FG „Narrhalla“ Buchen an, die ihn bereits 2000 zum Ehrenmitglied ernannte – nicht ohne Grund: Seine jeweils rund 20 Jahre als Schriftführer und Mitgliedschaft im Elferrat setzten faschenachtliche Akzente in der Bleckerstadt.

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Beim TSV Buchen 1863, wo er etwa als Liegenschaftsverwalter tätig gewesen war, erfuhr Kunibert Weinlein bereits 1988 die Erhebung zum Ehrenmitglied. ad