Corona-Pandemie - Schnelle Einbeziehung von Hausärzten in die Impfstrategie gefordert / 300 neue Termine werden im Wochenverlauf freigeschaltet Landrat erneuert Appell an Landesregierung

Das Infektionsgeschehen flacht im Neckar-Odenwald-Kreis kontinuierlich ab. Der Unmut über die Probleme bei der Vergabe von Impfterminen ist derweil unverändert groß.

Von 
Ralf Scherer
Lesedauer: 
Im Kreisimpfzentrum in Mosbach sind seit der Eröffnung am 22. Januar 1325 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. © Ralf Scherer
Seit dem bisherigen Höhepunkt der Corona-Pandemie am 19. Dezember mit 145 bestätigten Infektionen im Neckar-Odenwald-Kreis an nur einem Tag sinken die Fallzahlen Woche für Woche kontinuierlich. Die Sieben-Tage-Inzidenz nähert sich mit aktuell 55,0 der 50er-Marke an. Wie am vergangenen Montag war auch gestern lediglich eine neue Infektion zu verzeichnen. Die Zahl der Corona-Fälle ist damit seit Beginn der Pandemie auf 4190 gestiegen. Als genesen gelten inzwischen 3934 Personen.

Neckar-Odenwald-Kreis. Zurzeit sind noch 134 Landkreisbewohner von einer Infektion betroffen. Nach Auskunft des Landratsamts werden vier von ihnen auf der Isolierstation der Neckar-Odenwald-Kliniken am Standort Buchen medizinisch versorgt. Ein weiterer Covid-Patient wird auf der Intensivstation behandelt. Fünf Verdachtsfälle werden derzeit abgeklärt. Am Standort Mosbach werden auf der Isolierstation drei und auf der Intensivstation zwei positiv getestete Patienten medizinisch behandelt. Bei Letzteren ist eine Beatmung notwendig. Zusätzlich läuft an diesem Klinikstandort in sieben Fällen eine Verdachtsabklärung.

AdUnit urban-intext1

Bei den Impfungen sind kontinuierlich steigende Zahlen zu verzeichnen. 1325 Menschen haben inzwischen im Kreisimpfzentrum (KIZ) in Mosbach ihre Erst- beziehungsweise Zweitimpfung erhalten. Weitere 925 Personen wurden vom mobilen Impfteam des KIZ geimpft. Mitarbeiter des Zentralen Impfzentrums (ZIZ) aus Heidelberg waren ebenfalls in der vergangenen Woche im Neckar-Odenwald-Kreis unterwegs und haben nun insgesamt 2118 Menschen gegen das Coronavirus geimpft.

Weitere 300 Termine für das Kreisimpfzentrum in Mosbach sind in dieser Woche buchbar. Diese werden ab der Nacht von Dienstag auf Mittwoch im Laufe der Woche jeweils um 0 Uhr freigeschaltet. Die entsprechenden Impftage liegen zwischen dem 10. und dem 13. März. Terminvereinbarungen sind online unter www.impfterminservice.de und unter der Telefonnummer 116117 möglich. Wer bereits auf einer Warteliste steht, wird zurückgerufen und muss sich nicht erneut um einen Termin bemühen.

Unmut über Terminvergabe

Zahlreiche Landkreisbewohner empfinden die Terminvergabe für das Kreisimpfzentrum im Mosbach dennoch nach wie vor als Zumutung. Viele von ihnen weichen in Zentrale Impfzentren beispielsweise in Rot am See (Hohenlohekreis) oder Heidelberg (Rhein-Neckar-Kreis) aus und nehmen dafür lange Fahrt-strecken in Kauf. Den Unmut dieser Impfwilligen hatte jüngst Reinhard Lausch aus Hardheim gebündelt in einem Leserbrief zum Ausdruck gebracht. Er warf darin die Frage auf, weshalb es beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern oder in Bayern möglich sei, Hausarztpraxen in die Impfstrategie einzubinden – und in Baden-Württemberg nicht.

AdUnit urban-intext2

„Warum in Baden-Württemberg die Haus- und Fachärzte [...] bislang keine Corona-Impfungen vornehmen dürfen, ist auch uns schlicht unverständlich“, teilte daraufhin Jan Egenberger, Pressesprecher des Landratsamts, am Montag mit. Der Schlüssel dafür liege nicht beim Landratsamt, sondern ausschließlich beim Sozialministerium in Stuttgart. Die vom Land festgelegte Impfstrategie sehe eine Überführung der Impfungen in Haus- und Facharztpraxen frühestens ab dem zweiten Quartal vor. „Ohne dabei bisher zu sagen, ob das Anfang April oder Ende Juni heißen soll“, so Egenberger. Auf der Internetseite des Sozialministeriums heiße es „Frühjahr/Sommer 2021“.

Entgegen seines Namens sei das Kreisimpfzentrum in Mosbach eine Einrichtung des Landes. Der Neckar-Odenwald-Kreis agiere dabei nur als sogenannter „Vorortpartner“ – nach verbindlichen inhaltlichen Vorgaben des Sozialministeriums.

AdUnit urban-intext3

„Wenn wir das selbst organisieren dürften, würden wir manches mit Sicherheit anders machen“, betonte Egenberger. Beispielsweise lasse es das Land nicht zu, dass medizinisches Fachpersonal der Priorität eins direkt in den Krankenhäusern geimpft werden könne. Auch diese Personengruppe müsse zur Impfung ins Kreisimpfzentrum kommen. „So etwas möge verstehen, wer will“, so der Pressesprecher. „Wir gehören jedenfalls nicht dazu.“

AdUnit urban-intext4

Ähnliche verhalte es sich bei der Frage, weshalb Haus- und Fachärzte in Baden-Württemberg bislang noch nicht impfen dürfen. Diesbezüglich verwies Egenberger auf ein Schreiben von Landrat Dr. Achim Brötel an Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Sozialminister Manfred Lucha vom 11. Januar. Darin habe er an die Landesregierung appelliert, die Impfstoffe schnellstmöglich auch in die Hausarztpraxen zu bringen.

Keinerlei Reaktion

Bisher sei der Appell unbeantwortet geblieben. „Leider haben weder der Ministerpräsident, noch Sozialminister Lucha darauf bis zum heutigen Tag in irgendeiner Art und Weise reagiert“, so Egenberger. Ungeachtet dessen habe der Landrat das Thema immer wieder auch über andere Kanäle an das Land herangetragen. In Stuttgart sei man jedoch offensichtlich nicht bereit, „selbst auf noch so berechtigte Einwände aus der Praxis zu reagieren“.

Landrat Dr. Brötel habe deshalb seine Initiative am Donnerstag ein weiteres Mal schriftlich sowohl gegenüber Ministerpräsident Kretschmann wie auch Sozialminister Lucha erneuert.

Zwar sei man mit den Erst- und Zweitimpfungen in stationären Pflegeeinrichtungen gut vorangekommen. „Gleichwohl bleibt es aber dabei, dass 80 Prozent aller pflegebedürftigen Menschen in Baden-Württemberg zuhause gepflegt werden“, heißt es in dem Schreiben des Landrats. Diese hätten weder eine Möglichkeit in das Kreisimpfzentrum zu gehen, noch würden sie von einem mobilen Team zuhause aufgesucht. „Im Klartext heißt das, dass diese Menschen momentan überhaupt keine Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen, obwohl sie zweifelsohne zur Priorität eins gehören“, betonte Brötel.

Für solche Konstellationen gebe es ein probates „mobiles Team“ – nämlich den Hausarzt, der auch sonst die ärztliche Versorgung über regelmäßige Hausbesuche sicherstellt. „Unüberwindbare Hindernisse dafür gibt es nicht. Es geht nur darum, den Weg dafür frei zu machen“, so der Landrat. Der Beschreibung mehrerer „Extremfälle“ aus dem derzeitigen Impfalltag ließ er einen neuerlichen Appell folgen: „Momentan ist zweifelsohne eine für alle Beteiligten sehr herausfordernde Zeit. Gerade deshalb sollten wir alles daran setzen, dass wir uns nicht auch noch selbst im Wege stehen.“

Bei Fragen zu den Fällen oder generell zur Corona-Pandemie stehen geschulte Mitarbeiter des Landratsamts unter der Woche zwischen 8 und 16 Uhr unter Telefon 06261/843333 und 06281/5212333 zur Verfügung.

Mehr zum Thema

Coronavirus - täglich aktualisierte Grafiken Neckar-Odenwald-Kreis: Fallzahlen und Sieben-Tage-Inzidenz

Veröffentlicht
Von
Ralf Scherer
Mehr erfahren

Coronavirus - täglich aktualisierte Grafiken Main-Tauber-Kreis: Fallzahlen und Sieben-Tage-Inzidenz

Veröffentlicht
Von
Ralf Scherer
Mehr erfahren

Aktuelle Zahlen Coronavirus aktuell: Fallzahlen auf der Metropolregion Rhein-Neckar und dem Main-Tauber-Kreis

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Redaktion Ralf Scherer ist als Redakteur in der Lokalredaktion Buchen und im Online-Bereich tätig. In seiner Heimatstadt Walldürn, aber auch in vielen anderen Gemeinden des Neckar-Odenwald-Kreises ist er seit 14 Jahren als Lokaljournalist unterwegs.

Thema : Coronavirus FN

  • Tauberbischofsheim Liste der impfberechtigten Personen nochmals erweitert

    Insgesamt acht neue Fälle einer Coronavirus-Infektion wurden am Dienstag im Main-Tauber-Kreis bestätigt. „Die betroffenen Personen leben im Gebiet von sechs Städten und Gemeinden. Es handelt sich in einem Fall um eine Kontaktperson zu einem bereits bekannten Fall. Die Betroffenen befinden sich in häuslicher Isolation. Für ihre Kontaktpersonen wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst“, teilte das Landratsamt mit. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt damit 3238. Weiterer Todesfall {element} Das Gesundheitsamt hat am Dienstag zudem einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Dabei handelt es sich um einen Mann im Alter von über 70 Jahren. Weitere Angaben macht das Landratsamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 66 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gestorben, davon 46 im Jahr 2021. {furtherread} Bei einem weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde die britische Variante des Coronavirus (B.1.1.7) durch nachträgliche Typisierung der Laborprobe nachgewiesen. Damit wurde nunmehr bei insgesamt 42 Fällen im Landkreis eine Virusmutation festgestellt. Es erfolgte, soweit notwendig, eine Verlängerung der Quarantänezeit. Dies betrifft auch etwaige Kontaktpersonen und deren Haushaltsangehörige. Mittlerweile sind, wie berichtet, insgesamt 3064 Personen wieder genesen. Derzeit sind 108 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 0, Assamstadt: 1, Bad Mergentheim: 14 (+1), Boxberg: 2, Creglingen: 13 (+1), Freudenberg: 17, Großrinderfeld: 2 (+1), Grünsfeld: 1, Igersheim: 2, Königheim: 0, Külsheim: 0, Lauda-Königshofen: 9 (+2), Niederstetten: 13, Tauberbischofsheim: 9 (+1), Weikersheim: 3, Werbach: 2, Wertheim: 18 (+2) und Wittighausen: 2. Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstag bei 53,6. Eine Woche zuvor, am Dienstag, 23. Februar, lag er bei 45,3. Mehr Personen impfberechtigt Die Liste der Personen zwischen 18 und 65 Jahren, die wie berichtet ab sofort zusätzlich impfberechtigt sind, ist am vergangenen Freitag, 26. Februar, nochmals erweitert worden. So können sich beispielsweise nun auch Personen zur Impfung anmelden, die eine Organtransplantation hinter sich haben. Außerdem Personen mit Demenz, einer geistigen Behinderung oder schwerer psychiatrischer Erkrankung sowie Personen mit einer schweren chronischen Lungenerkrankung. Impfberechtigt sind darüber hinaus Personen mit chronischer Leber- oder Nierenerkrankung und Personen mit Adipositas (mit Body-Mass-Index über 40). Ebenso zur Impfung anmelden können sich bis zu zwei enge Kontaktpersonen einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person, die das 70. Lebensjahr vollendet hat, sowie bis zu zwei enge Kontaktpersonen einer schwangeren Person, die von dieser oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden. Die vollständige Liste der aktuell impfberechtigten Personengruppen in Baden-Württemberg findet sich unter www.impfen-bw.de im Internet. lra/Bild: dpa

    Mehr erfahren
  • Wert der Sieben-Tage-Inzidenz bei 52,1 Main-Tauber-Kreis: Erstmals südafrikanische Variante festgestellt

    Insgesamt vier neue Fälle einer Coronavirus-Infektion wurden am Montag im Main-Tauber-Kreis bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von vier Städten und Gemeinden. Es handelt sich in allen vier Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. Die Betroffenen befinden sich in häuslicher Isolation. Für ihre Kontaktpersonen wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 3230. Mittlerweile sind 31 weitere und damit insgesamt 3064 Personen wieder genesen. Derzeit sind 101 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 0, Assamstadt: 1, Bad Mergentheim: 13 (+1), Boxberg: 2, Creglingen: 12 (+1), Freudenberg: 17, Großrinderfeld: 1, Grünsfeld: 1, Igersheim: 2, Königheim: 0, Külsheim: 0, Lauda-Königshofen: 7, Niederstetten: 13 (+1), Tauberbischofsheim: 8 (+1), Weikersheim: 3, Werbach: 2, Wertheim: 17 und Wittighausen: 2. Wegen eines Infektionsfalles im Schülerbereich der Gemeinschaftsschule Lauda wurde vom Gesundheitsamt für die betroffene Klasse Quarantäne angeordnet. Da bei der Typisierung der positiven Laborprobe zudem die britische Mutante B.1.1.7 nachgewiesen wurde, werden die Schülerinnen und Schüler entsprechend der Corona-Verordnung Absonderung des Landes Baden-Württemberg nun für 14 Tage isoliert, ebenso deren Haushaltsangehörige. Die Corona-Verordnung Absonderung wurde zum 24. Februar insbesondere im Hinblick auf die besorgniserregenden Virus-Mutanten verschärft. Bei acht weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde die britische Variante des Coronavirus (B.1.1.7) durch nachträgliche Typisierung der Laborproben nachgewiesen. Damit wurde nunmehr bei insgesamt 41 Fällen im Landkreis eine Virusmutation nachgewiesen. Es erfolgte, soweit notwendig, eine Verlängerung der Quarantänezeit. Dies betrifft auch etwaige Kontaktpersonen und deren Haushaltsangehörige. Bei einer bereits in der vergangenen Woche gemeldeten Virus-Mutation war der Virus-Typ bislang unklar. Durch das Labor konnte mittlerweile geklärt werden, dass es sich hierbei um die südafrikanische Variante B.1.351 handelt. Dies ist der erste Fall der südafrikanischen Variante im Main-Tauber-Kreis. Sieben-Tage-Inzidenz bei 52,1 Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Montag, 1. März, bei 52,1. Eine Woche zuvor, am Montag, 22. Februar, lag er bei 43,8. Im Kreisimpfzentrum (KIZ) des Main-Tauber-Kreises haben von Montag, 22., bis Sonntag, 28. Februar, insgesamt 769 Erst-Impfungen stattgefunden. 739 der Impfberechtigten haben diese Erstimpfung erhalten, außerdem 30 impfberechtigte Mitarbeitende aus dem medizinischen Bereich, die auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und bei Rettungsdiensten tätig sind. Für eine vollständige Immunisierung mit dem mRNA-Impfstoff sind zwei Impfstoffdosen notwendig. Mit den erforderlichen Von Montag, 22., bis Sonntag, 28. Februar, fanden 323 Zweitimpfungen statt. Im KIZ haben 155 der impfberechtigten Bürgerinnen und Bürger diese Zweitimpfung erhalten, außerdem 88 impfberechtigte Mitarbeitende aus dem medizinischen Bereich. Von den Mobilen Impfteams des KIZ wurden im gleichen Zeitraum 80 Zweitimpfungen bei Bewohnerinnen, Bewohnern und Mitarbeitenden von Pflegeheimen im Landkreis durchgeführt. Damit erhielten seit dem Impfstart im Main-Tauber-Kreis t 3150 Personen ihre erste Impfung und 1232 Personen ihre zweite Impfung. In den genannten Zahlen nicht enthalten sind Impfungen, die im Zentralen Impfzentrum Rot am See (ZIZ) an Einwohnerinnen und Einwohner des Main-Tauber-Kreises verabreicht wurden oder die von den Mobilen Impfteams des ZIZ in Pflegeheimen im Main-Tauber-Kreis vorgenommen wurden. lra/Bild: dpa

    Mehr erfahren
  • 19 neue Corona-Fälle gemeldet Inzidenzwert liegt im Main-Tauber-Kreis bei 50,6

    Im Main-Tauber-Kreis wurden am Wochenende 19 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt, davon fünf am Samstag, und 14 am Sonntag. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von neun Städten und Gemeinden. Es handelt sich in mindestens 16 Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. 18 Betroffene befinden sich in häuslicher Isolation, eine Person wird stationär behandelt. Für ihre Kontaktpersonen wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 3226. Mittlerweile sind, wie berichtet, 3033 Personen wieder genesen. Derzeit sind 128 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 0, Assamstadt: 2, Bad Mergentheim: 16 (+2), Boxberg: 8, Creglingen: 12 (+6), Freudenberg: 17 (+1), Großrinderfeld: 1, Grünsfeld: 1, Igersheim: 2 (+1), Königheim: 1, Külsheim: 0, Lauda-Königshofen: 9, Niederstetten: 15 (+1), Tauberbischofsheim: 9 (+4), Weikersheim: 4 (+1), Werbach: 2 (+1), Wertheim: 25 (+2) und Wittighausen: 4. Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Sonntag bei 50,6. Eine Woche zuvor, am Sonntag, 21. Februar, betrug er 39,3. {element} Bei zwei weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde die britische Variante des Coronavirus (B.1.1.7) durch nachträgliche Typisierung der Laborprobe nachgewiesen. Damit lag nunmehr bei insgesamt 33 Fällen im Landkreis eine Virusmutation vor. Es erfolgte, soweit notwendig, eine Verlängerung der Quarantänezeit. Dies betrifft auch etwaige Kontaktpersonen und deren Haushaltsangehörige. {furtherread} An diesem Montag tritt eine neue Corona-Verordnung in Kraft. Somit dürfen Friseurbetriebe und Barbershops, die in die Handwerksrolle eingetragen sind, wieder öffnen. Praktische Fahrausbildung und Fahrprüfung sind ebenso wieder möglich wie der Verkauf von Pflanzen und gartenbaulichen Erzeugnissen einschließlich des notwendigen Zubehörs in Gärtnereien, Blumenläden, Baumschulen, Gartenmärkten und Gartencentern von Bau- und Raiffeisenmärkten. lra

    Mehr erfahren