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Badische Landesbühne

Keine Zeit für Sehnsucht

„Das weiße Dorf“ wird gezeigt

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Thilo Langer und Nadine Pape in „Das weiße Dorf“. © Sonja Ramm

Buchen. Sind wir selbstoptimierten Menschen noch fähig dazu, wahre Gefühle zu empfinden oder werden Emotionen zunehmend zu beliebig austauschbaren Waren? Wie verändert der Kapitalismus unser Liebesleben? Was die Soziologin Eva Illouz seit Jahren wissenschaftlich erforscht, wird in Teresa Doplers Theaterstück „Das weiße Dorf“ sinnlich erfahrbar. Die junge Dramatikerin bekam dafür den Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2019. Nun inszeniert es Chefdramaturgin Petra Jenni an der Badischen Landesbühne. In Buchen wird mit diesem Theaterstück am 27. September um 19.30 Uhr in der Stadthalle die neue Spielzeit eröffnet.

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An Deck eines Kreuzfahrtschiffes auf dem Amazonas begegnen sich Ruth und Jean wieder. Vor einigen Jahren waren sie ein Paar, haben sich dann aber aus Karrieregründen getrennt. Das ungeplante Wiedersehen raubt ihnen zwar kurz den Atem, doch schnell fassen sie sich wieder. Täglich treffen sie sich nun an der Reling. Zunächst scheinbar zufällig, dann bewusst.

„‚Das weiße Dorf’ ist ein komisch-trauriges Porträt zweier Menschen, die das auf Rendite fokussierte ökonomische Erfolgsdenken so sehr verinnerlicht haben, dass es auch ihr privates Gefühlsleben bestimmt“, sagt Regisseurin Petra Jenni. „Beide Figuren sind absolute Vernunftmenschen, ehrgeizig und offenbar in allen Lebensbereichen sehr erfolgreich, also typische Vertreter unserer durchrationalisierten Leistungsgesellschaft“.

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Autorin

Dörte Hansen über das neue Landleben

Veröffentlicht
Von
dpa
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