Kinderkonzert der JMK-Musikschule Buchen - Abend war als Musiktheater über die "fürchterlichen Fünf" nach Wolf Erlbruch konzipiert Junge Akteure mit viel Spaß bei der Sache

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Adrian Brosch
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Viel Freude hatten die jungen Akteure beim Kinderkonzert der JMK-Musikschule Buchen.

© Adrian Brosch

Beim 13. Kinderkonzert der JMK-Musikschule Buchen musizierten am Dienstag in der Stadthalle Kleine für Große - und spielten auch Theater.

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Buchen. Der Abend wurde als Musiktheater über die "fürchterlichen Fünf" nach Wolf Erlbruch konzipiert. Nach der Begrüßung durch Klaudia Mölkner, der auch die Gesamtleitung oblag, wussten Kim-Ayleen Frank und Rosalie Lauer an der Klarinette sowie Pianist Benjamin Scheuermann mit "Laras Lied" nach Niki Reiser zu gefallen. Dieser recht gemütliche Einstieg mündete in den "Fledermaus-Song" (Christian von Aster/W. A. Torkel): Mit ihrer klaren Stimme präsentierte Victoria Hirsch einen interessanten Text, durch den sie wiederum von Benjamin Scheuermann am Klavier getragen wurde. Dann zeigten sich die "fürchterlichen Fünf": Kröte (Ekaterina Tamke), Ratte (Maren Heller), Fledermaus (Ann-Sophie Tratz), Spinne (Katharina Kögel) und Hyäne (Julia Blank) - unter Regie von Bettina von Hindte unterhielten sie ihr Publikum als zunächst sehr traurige und niedergeschlagene Truppe, die mit sich selbst hadern und mit jedem Lied des Abends lernen, dass das Leben nur halb so schlimm ist. Denn schließlich bereitet nicht nur das "Sax", jenes 1840 von Adolphe Sax in Belgien erfundene Instrument, "Fun": Zumindest bewies Patrick Ritter das mit kehlig-warmen Saxophonklängen in "Sacks-O-Fun".

Nach dieser Hymne interpretierte der junge Gitarrist Jonathan Wehner mit dem Metallica-Hit "Nothing Else Matters" einen modernen Klassiker aus dem Jahr 1991 und hüllte die Stadthalle in jene andächtige Stimmung, die der schwermütige Tanz der "fürchterlichen Fünf" ebenso aufzeigte. Eines der ältesten Musikinstrumente überhaupt - die Querflöte - wurde von Silja-Maria Fieger geblasen. Ihr "Shelter" (Daniel Hellbach) lud die "fürchterlichen Fünf" wiederum zur Engtanz-Runde auf der Bühne ein.

Abwechslungsreich

Nicht minder abwechslungsreich ging es mit dem mystisch wirkenden Titel "All Of Me" weiter, den Victoria Hirsch sang. Während die "Ballade" (Bettina von Hindte) ihrem Namen alle Ehre machte und mit dem aus Victoria Hirsch (Gesang), Patrick Ritter (Saxophon), Jonathan Wehner (Gitarre) und Silja-Maria Fieger (Querflöte) bestehenden Ensemble aufwartete, lieferte die Musikalische Früherziehung (MFE II) mit ihrer überaus drolligen "Instrumentenküche" ein besonders launiges Zwischenspiel: Mit lustigen, farbenfreudigen Verkleidungen brillierten die Kinder und machten keinen Hehl daraus, welche Freude ihnen der Auftritt vor Eltern, Geschwistern, Omas und Opas bereitete.

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Die Musikwerkstatt der Wimpina-Grundschule ließ sich dann nicht zweimal bitten und lud das Publikum zum "Fledermaustanz" ein. Und wie das bei Kinderliedern und Singspielen gern vorkommt, verschrieb sich der nächste Titel einem eher selten besungenen Thema: Der "Pfannekuchensong" klärte nicht nur die Frage, ob man die beliebte Mehlspeise mit Nutella-Creme, Erdbeergelee oder aber ganz klassisch als Kaiserschmarrn bevorzugt, sondern machte auch durch das Zusammenspiel der beteiligten Musiker Spaß. Erik Zimmer (Kontrabass), Frederick Fleischmann (Schlagzeug), Silja-Maria Fieger (Flöte), Jonathan Wehner (Gitarre) und Patrick Ritter (Saxophon) fuhren unter Leitung ihres Lehrers Holger Koester ein echtes "Special" auf.

Auf der Zielgeraden

Da hielt der von Klaudia Mölkner getextete "5er-Rap" aber locker mit, ehe man sich auf der Zielgeraden wieder dem Pfannkuchen widmete: Mit "Das schmeckt mir so gut" erfreute die von Benjamin Zimmermann am Klavier begleitete Musikalische Früherziehung (MFE II) und schlug die Brücke zum erneuten "Pfannekuchensong", zu dem sich dann alle Mitwirkenden des gelungenen Konzerts auf der Bühne versammelten: Das gab ein Hallo - und spätestens hier war auch den "fürchterlichen Fünf" klar, dass diese Welt doch eigentlich ganz schön ist.