Baugenossenschaft Familienheim Buchen-Tauberbischofsheim - Bei Mitgliederversammlung in der Buchener Stadthalle zurück und nach vorn geblickt "Im letzten Jahr vieles vorangebracht"

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Zahlreiche Ehrungen, auch für 50-jährige Mitgliedschaft, wurden bei der Mitgliederversammlung vorgenommen.

© Adrian Brosch

Berichte, die Bilanzen des Geschäftsjahres 2016 sowie Ehrungen standen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung der Baugenossenschaft Familienheim Buchen-Tauberbischofsheim.

Bilanzzahlen des Geschäftsjahrs 2016

Umsatzerlöse: 4,18 Millionen Euro, die sich aus 4,04 Millionen Euro der Hausbewirtschaftungen, 9036 Euro aus Umsatzerlösen der Betreuungstätigkeit sowie aus Umsatzerlösen aus anderen Lieferungen und Leistungen über 122 594 Euro zusammen setzen. Sonstige betriebliche Erträge: 196 802 Euro.

Die Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen betrugen 1 702 707 Euro; die Aufwendungen für die Hausbewirtschaftung belaufen sich auf 1 701 194 Euro.

Das Rohergebnis betrug 2 811 768 Euro, der Personalaufwand (zehn Mitarbeiter) 633 654 Euro, Abschreibungen 1 057 266 Euro, sonstige betriebliche Aufwendungen 240 002 Euro, Zinsaufwand 416 129 Euro.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 545 720 Euro. Vom Jahresüberschuss in Höhe von 385 622 Euro wurden 366 493 Euro in Ergebnisrücklagen eingestellt. Bilanzgewinn: 19 128,50 Euro (Bilanzsumme Aktiva und Passiva je 29 959 074 Euro). ad

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Buchen. Aufsichtsratsvorsitzender Ekkehard Brand nahm in seiner Begrüßung am Donnerstag in der Stadthalle Buchen vorweg, "dass im letzten Jahr vieles vorangebracht wurde": Gezielt und effektiv verfolge man die Weiterentwicklung des Bestands mit dem Ziel, den Mietern ein hohes Maß an Lebensqualität und Wohnkultur zu bieten. Buchens Beigeordneter Thorsten Weber attestierte der Baugenossenschaft, getreu dem Slogan "leben, wohnen, wohlfühlen" seit mehr als 70 Jahren "Träumen bezahlbare Räume zu geben".

Anschließend gab Ekkehard Brand den Prüfungsbericht der gesetzlichen Prüfung für das Geschäftsjahr 2016 bekannt. Auch heuer bescheinigte der Verband baden-württembergischer Wohnungsunternehmen (VBV), dass die Genossenschaft bei geordneter Vermögenslage ihre Pflichten vollumfänglich erfüllte. Als Herzstück des Abends folgte der Geschäftsbericht, in dessen Verlauf geschäftsführender Vorstand Thomas Jurgovsky unter anderem an die umfangreich modernisierte und nunmehr barrierefreie 24-Familien-Wohnanlage "Schönbornstraße 39" in Walldürn erinnerte. Zwar bedeuteten die Maßnahmen einen sehr hohen logistischen Aufwand, wurden jedoch im Frühjahr 2017 mit dem um einen Haltepunkt im fünften Stockwerk ergänzten neuen Aufzug erfolgreich beendet.

616 Wohneinheiten

Weiter ging es mit Zahlen und Fakten: Der aktuelle Immobilienbestand beinhaltet 616 Wohn- und sechs Gewerbeeinheiten; Jurgovsky verwies darauf, nach dem Verkauf unprofitabler Altbestände "mit geringerem Bestand höhere Einnahmen zu erzielen". Derzeit sind 13 Wohnungen unbewohnt, was einer Leerstandsquote von 2,11 Prozent entspricht. Die Investitionen im Geschäftsjahr 2016 summierten sich auf 1 986 000 Euro. Insgesamt zählte die Genossenschaft zum Ende des Geschäftsjahres 1600 Mitglieder mit 4431 Anteilen; verzeichnet wurden 71 Wohnungswechsel. "Die Nachfrage nach genossenschaftlichen Mietwohnungen variierte von Ort zu Ort", betonte Jurgovsky. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 lag der durchschnittliche Mietpreis für die Wohnungen bei 5,61 Euro, für die Pflegeheime 8,08 Euro und für die gewerblichen Objekte bei 5,82 Euro pro Quadratmeter; Erhöhungen gab es nur bei Neu- und Anschlussvermietungen.

Dreiprozentige Dividende

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Mit dem Prüfbericht des Geschäftsjahres 2016 verwies Aufsichtsratsvorsitzender Brand auf die Bilanzsumme von 29,9 Millionen Euro; der Bilanzgewinn in Höhe von 19 128,50 Euro wird zur Ausschüttung einer dreiprozentigen Dividende auf bestehende Genossenschaftsanteile verwendet. Der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2017 konzentrierte sich auf diverse Sanierungsmaßnahmen in Adelsheim, Hardheim, Walldürn und das bis Ende 2018 bezugsfertige Elffamilien-haus "Beim Lindenhain 8a" in Buchen, dessen Schwerpunkt auf barrierefreien, komfortablem Wohnen liegt.

"Zukunftsweisender Weg"

Die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgte durch Peter Stammer, der als Vorstandsvorsitzender des Siedlungswerks Baden (Heidelberg) der Genossenschaft bescheinigte, "auf einem guten und zukunftsweisenden Weg zu sein". Im Anschluss fanden Teilwahlen statt: Für Erhard Stephan, der zum 75. Geburtstag aus dem Aufsichtsrat ausschied, rückte der 59-jährige Clemens Haag (Uissigheim) in das Gremium nach.

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Den Aufsichtsrat betraf auch der nächste Beschluss: Die Auslagenersatz-Pauschale wurde auf 25 000 Euro pro Jahr angepasst. Ekkehard Brand stellte klar, "dass es sich hier um keinen Verdienst handelt, sondern nur reine Unkosten gedeckt werden" und nutzte gemeinsam mit Thomas Jurgovsky und nebenamtlichem Geschäftsführer Bürgermeister Markus Günther die Gelegenheit zum Dank an die Belegschaft und alle Teilhaber.

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Auch zahlreiche Ehrungen gab es. Für jeweils 25-jährige Mitgliedschaft wurden Ümmiye Acar (Hainstadt), Richard Goletz (Buchen), Viktor Gunt (Tauberbischofsheim), Horst Hollenbach (Boxberg), Pauline Keller (Buchen), Rosmarie Kobold (Walldürn), Johannes Margheim (Hardheim), Roland Müller (Hettingen), Waldemar Obremba (Tauberbischofsheim), Katharina Segmüller (Hardheim) und Angelika Thöricht (Buchen geehrt). Die Ehrung für 50 Jahre erhielten Karl Bachmann (Buchen), Edgar Grimm (Mudau), Günter Hertlein (Rippberg), Maria Jarosch (Seckach), Wilhelm Müller (Lauda-Königshofen), Adolf Rebitzer (Hettingen), Peter Rückert (Buchen), Bernhard Schindler (Osterburken), Klaus Vath (Impfingen), Eugen Volk (Osterburken) und Wilfried Zauner (Buchen).

Am Flügel umrahmten Istvàn Koppànyi und Nikola Irmai-Koppànyi (Musikschule Bauland) auf würdevolle Weise den Abend, der mit einem Imbiss ausklang. ad