Lehrstellenbörse der Überbetrieblichen Ausbildungswerkstätte Buchen - 43 Firmen und Behörden aus der Region präsentierten sich "Hervorragender Nutzen für die Jugend"

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Groß war die Freude über den guten Besuch der Lehrstellenbörse bei Veranstaltern und Grußwortrednern.

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43 Firmen und Behörden aus der Region präsentierten bei der sehr gut besuchten Lehrstellenbörse der Überbetrieblichen Ausbildungswerkstätte Buchen (ÜAB), ihre Ausbildungsgänge.

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Buchen. Kurz vor den Sommerferien ohne Ausbildungsstelle oder Schulplatz? Keine angenehme Situation. Wie kann man diese beseitigen? Antworten auf diese beiden Fragen gab es am Samstag. ÜAB-Geschäftsführer Jürgen Weiß kam in seiner Begrüßung auf die "große Nachfrage nach dem Medium Lehrstellenbörse" zu sprechen und dankte neben den Ausstellern vor allem der Stadt Buchen sowie dem Neckar-Odenwald-Kreis für die Unterstützung der Lehrstellenbörse. "Oft haben wir beobachtet, dass an Ort und Stelle Ausbildungsverträge abgeschlossen werden konnten, wenn es von beiden Seiten her gepasst hat", stellte Weiß klar und wünschte der Börse einen "guten Verlauf".

Landrat Dr. Achim Brötel stellte heraus, dass die ÜAB "schon früh die Zeichen der Zeit erkannte" - gerade, weil sich die beruflichen Ideale zwischenzeitlich "um 180 Grad drehten", so Brötel: "Nicht mehr der Kampf der Bewerber um eine Lehrstelle, sondern der sprichwörtliche Kampf der Ausbildungsbetriebe um einen guten Azubi" sei zu beobachten. Auch im Buchener Einzugsgebiet suchen derzeit noch viele Betriebe qualifizierten Nachwuchs.

Plus von acht Prozent

Ein Kapitel, das Tanja Schlör seitens der Agentur für Arbeit nur bestätigen konnte: "Es gibt ein Plus von acht Prozent auf dem Lehrstellenmarkt der Region", betonte sie: 1,2 Stellen pro Bewerber gäbe es derzeit - und anhand des demographischen Wandels möge man damit rechnen, dass sich dieser Wert "sicher noch erhöht". Sie sehe im dualen Ausbildungssystem immer noch "einen der besten Wege ins Leben", zumal es "nicht immer das Studium sein muss". Eltern, Schulen und nicht zuletzt die Berufsberatung der Arbeitsagentur seien dabei dienliche Hilfen für die oft noch unsicheren Jugendlichen.

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MdL Dr. Dorothée Schlegel (SPD) würdigte das "sinnvolle, gut frequentierte Konzept", während MdB Alois Gerig den "hervorragenden Nutzen für die Jugend" hervorhob. Die hohe Besucherzahl der Lehrstellenbörse, so der CDU-Politiker, veranschauliche die hohe Brisanz der Themen "Ausbildung" und "Berufswahl". Gleichsam ging er auf die "vielen beruflichen Perspektiven" ein, die auch in den ländlich geprägten Regionen Odenwald-Tauber und Heilbronn-Franken geboten werden können.

Viel zu entdecken

Beim anschließenden Rundgang durch die ÜAB-Hallen wurde die Aussage Gerigs bestätigt: So gut wie jedes Interessengebiet und jeder Berufszweig wurde abgedeckt. Von handwerklich-technischen über kaufmännische und soziale Profile bis hin zu kreativen Berufen war alles vertreten. Auch berufliche Fachschulen, die Stadt Buchen, die baden-württembergische Polizei, die Ausbildungswerkstätten der JVA Adelsheim sowie das Kolping-Bildungswerk Mosbach gaben Einblicke in ihre Ausbildungsgänge. In den ÜAB-Werkstätten wurden zudem handwerkliche Berufe auf plastische Weise an den Maschinen vorgestellt: So konnten Interessenten schon vorab ermessen, ob etwa Löten und Schweißen ihr Interesse erweckt oder nicht.

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Zwar konnten hier schon viele kommunikative Gespräche geführt und auch Verträge unterzeichnet werden - ein Ausbilder jedoch zeigte sich besorgt: "Es ist sehr schade, dass viele potenzielle Auszubildende nicht einmal 'Guten Tag' sagen können und dadurch signalisieren, kein großes Interesse zu haben". ad