Weihnachtsgeschäft der Buchener Einzelhändler - Mildes Wetter machte den Bekleidungsläden zu schaffen / Vorjahresniveau teilweise sogar übertroffen Gutes Ende nach zögerlichem Beginn

Von 
Marcel Sowa
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Winterjacken wie hier im Kleidungsgeschäft Eichhorn waren aufgrund der milden Temperaturen eher nicht gefragt. Die meisten Einzelhändler in der Buchener Innenstadt waren jedoch zufrieden mit ihrem Verkauf. © Marcel Sowa

Unterschiedliche Ergebnisse verzeichneten die Einzelhändler im Weihnachtsgeschäft. Umgetauschte Geschenke hatten sie im Gegensatz zum Online-Handel jedoch fast gar keine zu verzeichnen.

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Buchen. Zwischen „Ein richtiges Weihnachtsgeschäft gab es eigentlich nicht“ und „Wir haben noch nie so viel verkauft“ liegen manchmal nur ein paar Meter. Oder wie im Fall des Buchener Einzelhandels ganze Branchen. Die Meinungen über das Ergebnis des Weihnachtsumsatzes fallen in der Innenstadt jedenfalls unterschiedlich aus. Während die Bekleidungsgeschäfte unter dem milden Wetter der vergangenen Wochen litten, verzeichneten andere Geschäfte einen durchwachsenen Verkauf.

24. Dezember als Höhepunkt

Für Heike Huber vom Bekleidungsgeschäft Eichhorn gab es „ein richtiges Weihnachtsgeschäft“ jedenfalls nicht, denn: „Im Vergleich zum Vorjahr lief es verhalten, daran war aber auch die Witterung schuld“. Dicke Bekleidung war bei Temperaturen um die zehn Grad lange Zeit im Dezember nicht gefragt, erst kurz vor Weihnachten kam die Kälte – und damit auch mehr Kunden. „Das Weihnachtsgeschäft fing spät an, eigentlich erst in der letzten Woche“, erklärte Huber. Höhepunkt war schlussendlich Heilig Abend. „Wir hatten drei Stunden geöffnet, und in dieser Zeit haben uns die Kunden den Laden eingerannt“, staunte sie.

Ein Monat wie jeder andere

Nicht ganz zufrieden waren Jenny und Davorin Manovic. Ihrem Glaskunst-Geschäft würde vor allem der Online-Handel zu schaffen machen, zudem fehle es an jungen Leuten. „Vor ein paar Jahren standen an Heilig Abend die Kunden noch Schlange. Es fehlt einfach an Laufkundschaft, die in der Stadt unterwegs ist“, erzählt Davorin Manovic. Der Dezember sei zwar gut gelaufen, jedoch sei es ein Monat wie jeder andere gewesen, so das Urteil.

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Im Ticketshop der Fränkischen Nachrichten ein paar Meter weiter verlief der Verkauf dagegen mehr als gut, wie Karin Pauker berichtete. „Wir haben noch nie so viele Tickets verkauft“, erzählte sie. Gemeinschaftserlebnisse wie ein Musicalbesuch oder Konzerte seien hoch im Kurs gewesen.

Zufrieden waren auch die Verantwortlichen der Buchhandlung Volk und der Parfümerie Akzente. Johannes Volk bezeichnete das Weihnachtsgeschäfts als „zufriedenstellend, auch wenn es etwas schlechter lief im Vergleich zum Vorjahr“. Jasmin Hornung von der Parfümerie sagte: „Die Kundenfrequenz war wie im Vorjahr, es lief gut“.

Überraschender Zulauf

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Besser als erwartet lief es dagegen beim Bekleidungsgeschäft Mathes. „Wir haben gar nicht damit gerechnet, weil es gar nicht so kalt war. Wir haben mehr verkauft als in den Vorjahren“, hieß es von den Verantwortlichen.

Kälte hat gefehlt

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Einen schleppenden Beginn des Weihnachtsgeschäfts erlebte dagegen Simone Farrenkopf in ihrem Schuhladen. „Die letzte Woche vor den Feiertagen und der letzte Samstag waren gut,“ resümierte die Inhaberin. Zwar sei sie zufrieden mit dem Ergebnis, welches auf dem Vorjahresniveau liege, aber Winterklamotten seien anfangs nur zögerlich gekauft worden. „2017 hat es im Dezember mehr geschneit, das kam uns entgegen“.

So unterschiedlich das Ergebnis des Weihnachtsgeschäfts ausfiel, so einhellig war die Meinung über ein anderes, quasi zwangsläufiges Thema: Umgetauschte Geschenke hatten die Einzelhändler fast keine zu verzeichnen.

Anders als die Online-Versandhändler, wie der deutsche Digitalverband bitkom am Donnerstag bekanntgab. Jeder achte Online-Kauf wird dem Verband zufolge zurückgeschickt.

Redaktion Im Einsatz für die Lokalausgabe Buchen