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Bezirksmuseum Buchen - Große Dauerausstellung zur Religiosität des Madonnenlandes zu sehen / Am Sonntag geöffnet

„Gottes Lob und Seelenheil“

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Erst zum zweiten Mal ist am Sonntag von 14 bis 17 Uhr die neue Dauerausstellung „Gottes Lob und Seelenheil“ des Bezirksmuseums Buchen zu sehen.

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Buchen. Das Bezirksmuseum Buchen mit den Sonderausstellungen und Dauerausstellungen im Steinernen Bau und im Trunzerhaus ist am Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Erst zum zweiten Mal zu sehen ist die neue Dauerausstellung „Gottes Lob und Seelenheil“, die in fünf Räumen und dem Flur im ersten Obergeschoss des Trunzerhauses Einblicke in die Religiosität der Region gibt.

Eines der wertvollsten Exponate: Das gotische Astkreuz gehörte wohl zur ersten Ausstattung des von Berthold von Henneberg errichteten Steinernen Baues. © Mayer

Das Museum zeigt in dieser größten Dauerausstellung rund 160 Exponate der religiösen Volkskunst – Ausstellungstücke von besonderem künstlerischem Wert, aber auch Exponate der täglichen religiösen Praxis.

Zu den kunstgeschichtlichen Glanzlichtern der Ausstellung gehören neben der Anselm-Kiefer-Installation „Der Eingeborene“ im Eingangsbereich, im Raum 2 der Kelch, den der aus Buchen stammende Göttweiger Abt Gottfried Bessel seiner Heimatgemeinde stiftete, und in Raum 3 das gotische Astkreuz, das wohl aus der Zeit des Kurfürsten Berthold von Henneberg stammt, zwei Bilder aus der Rubens-Schule (Kreuzigung und Kreuzabnahme) und ein gekreuzigter Christus als Seraph. Zu den kulturgeschichtlich bedeutsamen Ausstellungsstücken zählen zum Beispiel die Hausmado-nnen des ersten Raumes, eine Tafel des alten – 1907 von dem Freiburger Künstler Joseph Dettlinger geschaffenen – Kreuzweges in Sankt Oswald, der beim Umbau der Stadtkirche weichen musste, die beleuchteten Hinterglasbilder im Flur oder die Südtiroler Kastenkrippe im letzten Raum.

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Im Steinernen Bau können Besucher im Erkerzimmer einen Rückblick auf das Werk von Gertrude Reumtun. Die große Sonderausstellung „’Kurz stillhalten, bitte!’ Porträtaufnahmen jüdischer Menschen von Karl Weiß“ im Audienzsaal zeigt Porträts und Gruppenaufnahmen jüdischer Buchener (das Bild zeigt die Familie Josef Neuberger aus Hainstadt) aus den 1920er und 1930er Jahren, die zusammen mit elf Erläuterungstafeln einen Einblick in das Zusammenleben der Menschen mit unterschiedlichen Religionen in der Zwischenkriegszeit geben, bevor der Nationalsozialismus das jüdische Leben in Buchen auslöschte.

Im Trunzerhaus sind zum Beispiel die Joseph-Martin-Kraus-Räume, das Atelier des Fotografen Karl Weiß und die Sammlungen von Hafnerware und Feierabendziegeln zu sehen. Besucher müssen die aktuellen Corona-Bestimmungen des Landes einhalten (3G-Regelung). Neben den Öffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen sind auch Besuche an den Mittwochen von 16 bis 19 Uhr nach Voranmeldung möglich (Telefon 06281/8898).

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