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Schreiner-Innung Neckar-Odenwald

Gesellenstücke stehen im Mittelpunkt

Ausstellung in der Sparkasse eröffnet. Jahrgangsbeste ausgezeichnet

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ad
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In der Sparkasse in Buchen wurde eine Ausstellung der Schreinerinnung eröffnet. Dabei wurden auch die Jahrgangsbesten ausgezeichnet. © Adrian Brosch

Buchen. Kreatives, Originelles und bei aller Zweckdienlichkeit sehr Ansehnliches aus Holz präsentiert die Ausstellung „Gesellenstücke 2022“ der Schreiner-Innung Neckar-Odenwald, die am Dienstag in der Buchener Hauptstelle der Sparkasse Neckartal-Odenwald eröffnet wurde. Im Mittelpunkt stehen die Gesellenstücke von 14 frischgebackenen Schreinergesellen und einer Schreinergesellin.

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Den Abend eröffnete Sparkassendirektor Martin Graser: Er gratulierte zur bestandenen Prüfung „in einem Beruf, der viele Möglichkeiten von Einrichtungsplanung über Möbelbau bis hin zur Renovierung offen lässt“.

Diese Vielfalt erfordere umfassende Kenntnisse, die eine hochwertige Ausbildung vermittle. „So wie das Handwerk mit unserer Region verwurzelt ist, steht auch die Sparkasse Neckartal-Odenwald zum Handwerk“, hob Graser hervor und dankte auch den Ausbildungsbetrieben und Fachschulen.

Bürgermeister Roland Burger bezeichnete das Handwerk im Allgemeinen und die Schreiner im Speziellen als „unverzichtbar“ und das Arbeiten mit dem nachhaltigen Rohstoff Holz als „den Handwerksberuf schlechthin“. Er appellierte den Nachwuchs dazu, eines Tages selbst Lehrlinge auszubilden und stets die Freude am Beruf zu behalten.

Karl-Josef Weidinger als Obermeister der Schreiner-Innung Neckar-Odenwald beglückwünschte die jungen Leute zur bestandenen Gesellenprüfung. „Allerdings geht das Lernen lebenslang weiter“, konstatierte er. Das duale Ausbildungswesen unterdessen habe sich „bestens bewährt“, was auch an den motivierten Lehrmeistern, Berufsschullehrern und Betrieben liege: „Nur durch hochwertige Ausbildung sichern wir die Zukunft des Schreinerhandwerks“, bemerkte er. Lediglich von den allgemeinbildenden Schulen erhoffe man sich eine größere Wertschätzung des Handwerks.

Die Politik vertrat MdL Peter Hauk (CDU): Der Minister lobte die „bemerkenswerte Qualität der Arbeiten“, deren Programm vom Schreibtisch bis hin zum Fernsehschrank reicht. So verdeutliche die Ausstellung die handwerklichen Fertigkeiten der Schreinergesellen der Öffentlichkeit – während die Holzarbeiten einen Beitrag zum Klimaschutz leisten: „Nachhaltiger geht es kaum“, bemerkte Hauk und leitete über zu Landrat Dr. Achim Brötel. Sein Lob galt der Liebe zum Detail, die jedes Möbelstück auszeichne: „Eine bessere Werbung für den Schreinerberuf gibt es nicht“, bemerkte er. Dem Handwerk käme umso mehr die Rolle des „großen Innovationstreibers mit stetig wachsenden Anforderungen“ entgegen, der noch immer „goldenen Boden“ hat. „Das Handwerk hat Zukunft, weil die Welt gestaltet sein will“, betonte Brötel.

Peter Schlär als Vertreter der Kreishandwerkerschaft rundete die Grußworte ab: Die Ausstellung bringe „herausragende Arbeit, viel Fleiß, Idealismus und handwerkliches Können“ auf den Punkt. Dem Nachwuchs hatte er noch einen guten Rat mitgebracht: „Wir brauchen jedes Handwerk, macht weiter so und nutzt die Chancen!“.

Seitens der Zentralgewerbeschule Buchen (ZGB) verwies Gewerbeschulrat Michael Schulz auf die Lernfelder sowie den zeitlichen Ablauf der durchaus anspruchsvollen Schreinerausbildung und ergänzte, dass fünf Schüler die freiwillige Zusatzprüfung zur CFD-/CAD-Fachkraft für Holztechnik absolviert hatten.

Im Namen der Prüfungskommission gratulierte deren Vorsitzender Arno Kleim (Neunkirchen) zu den Erfolgen, lobte die gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen sowie die Vielfalt der zu sehenden Gesellenstücke, die mit Feinheiten wie Lederbesatz, farbigem Lack oder kontrastierenden Holzsorten veredelt wurden: „Holz ist etwas Besonderes und jedes Werkstück ein Unikat“, hob Kleim hervor.

Nachdem er die Gesellenbriefe an Paul Eichholz (Schreinerei Holderbach, Buchen), Oliver Gebhardt (Schreinerei Süß, Aglasterhausen), Manuel Graf, Kilian Haberkorn (beide Göbes, Schweinberg), Florian Hammrich (Sauer Fensterbau, Heidersbach), Silas Helm, Sebastian Hoehling (beide Schreinerei Gehrig & Tochter, Waldbrunn), Dominik Kadar (Sauer Fensterbau, Heidersbach), Lennart Neuhoff (Schreinerei Kolb, Mosbach-Neckarelz), Marie Münch (Ausbildungsbetrieb Empacher, Eberbach), Patrick Nörber (möbelwerk hoch drei, Lauda-Königshofen), Gerd Schmalfeld (Bau- und Möbelschreinerei Faustmann, Diedesheim), Fatih Sedef, Nico Seitz (beide Wohnfitz, Walldürn) und Jakub Skoczyklas (Schreinerei Thomas Kern, Hettingen) übergeben hatte, nutzte Bankdirektorin Karin Fleischer die Gelegenheit zur Bestenehrung. Preise gab es dabei für Jahrgangsbesten Patrick Nörber (Schnitt 1,4), für den Zweitplatzierten Lennart Neuhoff (1,9) sowie Paul Eichholz (2,2) als Dritten. ad

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