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Odilientag in Hettingen - Einweihung des Bildstocks an der Morrequelle-Arena am Sonntag, 4. Juli

Festgottesdienst im Freien

Von 
K.M.
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Hettingen. Wie bereits im Pfarrbrief der Seelsorgeeinheit Buchen angekündigt muss das 300-Jahr-Jubiläum der Ortsheiligen St. Odilia mit dem Freiburger Erzbischof Stephan Burger Corona-bedingt auf nächstes Jahr verschoben werden. So findet nun am kommenden Sonntag, 4. Juli bei schönem Wetter um 10.30 Uhr ein Gottesdienst zu Ehren der Ortsheiligen St.Odilia an der Morrequelle-Arena statt. Dabei wird der neue, vom Bildhauer Ralf Drolshagen aus Preunschen geschaffene, Odilien-Bildstock eingeweiht.

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Der Freiluftgottesdienst wird von einer kleinen Bläser- und Gesangsgruppe musikalisch umrahmt. Ferner werden Sitzgelegenheiten aufgestellt, umso einer größeren Anzahl von Gläubigen die Möglichkeit zur Teilnahme unter Einhaltung der aktuell bestehenden Corona-Bestimmungen zu ermöglichen. Bei schlechtem Wetter findet der Gottesdienst in der Kirche in Hettingen statt.

Patronin seit 300 Jahren

Der neue Odilien-Bildstock in Hettingen wird am kommenden Sonntag, 4. Juli, eingeweiht. © Karl Mackert

Seit nunmehr 300 Jahren ist die Patronin des Elsass auch die Ortspatronin von Hettingen. Denn seit 1720 besitzt die Pfarrgemeinde St. Peter und Paul Reliquien der Heiligen Odilia, die ihr der Fuldaer Weihbischof Baron von Cloth, Probst des fürstlichen Reichstifts, schenkte.

Das Odilienfest, das seit dieser Zeit am 13. Dezember gefeiert wird, hat der hier wirkende Amorbacher Benediktiner Pater Pfarrer Coelestin Hammel (Hamelius) eingeführt. Der musikalische Pater, von dem über 228 Kompositionen von Messen, Introitus, Offertorien Arien stammen, hat bereits zum Odilienfest 1721 ein mehrstimmiges Offertorium geschriebenen.

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In der 1898/99 in Kreuzform erweiterten Hettinger Pfarrkirche ist gleich viermal die Hl. Odilia zu sehen.. Zum einen die wertvolle barocke Statue mit den Reliquien in der Brust, dann eine größere ungefasste Statue aus Lindenholz, das Bildnis über dem Altaraufsatz und als vollplastische Steinfigur über dem Haupteingang.

Wirtschaftliche Seite

Neben dem religiösen Aspekt hatte das Odilienfest auch eine wirtschaftliche Seite. So kamen einst etliche Walldürner Marktfrauen, die ihre Verkaufsstände am „Latschari“ aufschlugen und neben Devotionalien, Lebkuchen, Magenbrot, Süßigkeiten und allerlei Spielzeug anboten, was jedes Kinderherz höher schlagen ließ. In den Gastwirtschaften in Hettingen herrschte an diesem Tag Hochbetrieb.

Der Odilientag – wie das Fest seit alters her in Hettingen genannt wird – ist das Fest der gesamten Gemeinde, und war bis in die 1960er Jahre wie ein kleiner „Heimattag“. Fast alle auswärts wohnende und abstammenden „Heddemer“ kamen heim und feierten „ihren“ Odilientag mit und sangen voller Inbrunst und Leidenschaft das Odilienlied „Schönste Blüte einer Seele“ und verehrten andächtig die Reliquie. K.M.

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