Grüngutverwertung im Blick - Entsorgung in der Bioenergietonne / Möglichkeiten für eine sinnvolle Nutzung sind vielfältig Fallobst darf nicht auf die Grüngutplätze

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Für die Verwertung von Fallobst gibt es verschiedene Möglichkeiten – auf Grüngutplätzen darf dieses jedoch nicht abgegeben werden. © KWiN

Im Spätsommer beziehungsweise Herbst stellt sich alljährlich die Frage: „Wohin mit dem Fallobst?“. Es gibt verschiedene Möglichkeiten.

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Buchen. Fallobst ist kein Bestandteil der Grüngutverwertung und darf somit nicht an Grüngutplätzen oder -abgabestellen abgegeben werden. Große Mengen an Fallobst können auf Grüngutplätzen zu Vermatschung und Ungezieferproblemen führen und im Extremfall eine Ablehnung des Verwerters bewirken. Einzelnes Obst an Ästen oder Baumschnitt ist unproblematisch – auch hier „macht es die Menge“. Der richtige Entsorgungsweg für Fallobst ist die Bioenergietonne BET.

Ist durch die großen Mengen ein vollständiger Verzehr (Einlagerung) nicht möglich, gibt es trotzdem verschiedene Möglichkeiten einer sinnvollen Nutzung. Auch wenn die jetzt herabfallenden Früchte eventuell nicht sehr süß sind, kann man sie doch einkochen oder einlegen.

Ortsnahe Landwirte, Förster oder auch Tierparks können eventuell Fallobst verfüttern. Als weitere Nutzungsmöglichkeit kommt das Entsaften in Frage. Die regionalen Entsafter und Mostereien haben unterschiedliche Betriebszeiten. Die Verbraucher können sich dort genau informieren.

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In Buchen zum Beispiel bietet das BAG-Lagerhaus am neuen Agrarstandort (L 582 Ortsausfahrt Buchen in Richtung Eberstadt) die Annahme von Obst an.

Die Natur ist ein idealer Helfer im Beseitigen des Fallobstes. Kleinere Mengen Obst können gemischt mit anderen Gartenabfällen und Erde zur Auflockerung auch auf dem Kompost landen.

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Damit das Obst nicht fault, sondern verrottet, darf die Menge des Fallobstes jedoch nicht zu groß sein. Abgefallenes Obst kann auch gezielt vergraben werden, so dass es direkt im Erdreich verrottet und Nährstoffe an den Boden abgibt. Es fungiert so als Dünger und kann je nach Art des Gartenbodens Sinn machen. Hierzu im Beet allerdings mindestens 50 Zentimeter tief sowie weit entfernt von Wurzeln der Pflanzen graben, da ansonsten Tiere das Obst wieder ausbuddeln. Natürlich kann Fallobst auch einfach liegengelassen werden – viele nützliche Insekten nutzen das heruntergefallene Obst als Nahrung, zum Beispiel Schmetterlinge. Diese Methode ist allerdings bei Zierrasenflächen nicht zu empfehlen.