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Bukuumi-Reise

Einrichtung wurde tadellos betrieben

Wiedersehen fühlte sich an wie ein großes Familientreffen

Von 
jm
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Beiderseits war die Wiedersehensfreude riesig. © Partnerschaftsprojekt

Götzingen. Mit großer Spannung wie sicher noch nie bei ihren früheren Uganda-Exkursionen und in banger Erwartung, wie sie wohl ihr Waisenprojekt nach zweieinhalbjähriger coronabedingter Besuchspause und somit einer langen Phase ohne persönliche Kontakte vorfinden werden, traten Florian und Mirjam Bauer als Verantwortliche des Partnerschaftsprojektes begleitet von Steffen Volk und Sabrina Goltz vor kurzem endlich wieder eine Bukuumi-Reise an.

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Die Anspannung wuchs zwar mit dem Reiseverlauf, löste sich aber nach dem Eintreffen in der Anlage ganz spontan. Beiderseits war die Wiedersehensfreude riesig, schnell und hocherfreut gewannen die Besucher vor Ort die Erkenntnis, dass ihre Einrichtung wie erhofft flo-riert und während der Corona-Pause dank des zuverlässigen Einsatzes des „Teams vor Ort“ tadellos betrieben wurde. Das Wiedersehen fühlte sich an wie ein großes Familientreffen. Es war ein beeindruckendes und vor allem auch erleichterndes Erlebnis endlich die Kinder dort wieder zu treffen, die ja teilweise schon mehr als zehn Jahre in der Anlage leben, und auch zu beobachten, wie die dazu gekommenen „Neuen“ sich sichtlich gut eingelebt haben und wie sich in dieser Gemeinschaft die Älteren um die Jüngeren kümmern.

Natürlich war das Geschehen dort durch die strengen staatlichen Corona-Vorgaben sehr gehandicapt, besonders vor allem durch die eineinhalbjährige Schulschließung. Besonders erfreut registrierten Florian und Mirjam Bauer, dass trotz der unglücklichen Umstände und vor allem der geschlossenen Schulen eine Anzahl der Zöglinge eine Berufsaus-bildung begonnen und manche diese inzwischen auch abgeschlossen haben.

Viele auf einem guten Weg

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Mit Genugtuung konnten sie registrieren, dass auch aus diesem Personenkreis die meisten bei dem Wiedersehen präsent waren, darunter waren Krankenschwestern, Näherinnen, Maurer, Schreiner, Schweißer, Mechaniker und Elektriker. Einige sind inzwischen gar auf gutem Wege zur Selbständigkeit und damit auch einer möglichen Zukunftssicherung, pflegen aber trotzdem auch weiterhin die Verbindung zur Einrichtung. Eine wirklich erfreuliche Erkenntnis also, dass das jahrelange Bemühen Früchte trägt und das gerade auch im Interesse der Spender und Unterstützer des Vereins „Partnerschaft Bukuumi/Uganda“. Durch die Öffnung der Schulen im März ist inzwischen wieder weitgehend der gewohnte Alltag und Schulbetrieb ins Waisenhaus eingekehrt.

Die intensiv gepflegten Funkkontakte mit den Verantwortlichen „vor Ort“ während der Besuchspause erwiesen sich als wirkungsvolle Basis für Fortführung und Weiterentwicklung der Einrichtung. Die vertrauensvolle und faire Zusammenarbeit mit den Ortskräften zahlte sich jetzt aus. Gemeindemitgliedern Bukuumis gründeten eine COB (Community Based Organization), der als nächster Schritt als offizieller Partner des Partnerschaftsvereins nun eine eigenständige Organisation folgen soll, eine so genannte NGO (Non Government Organization) zur juristischen Absicherung des Engagements.

Auf dieser Grundlage konnten inzwischen nach jeweiliger Abstimmung und Finanzierungszusagen projektierte Renovierungen und Einrichtungsergänzungen eigenverantwortlich in der Anlage realisiert werden. Als wertvolle Unterstützung für das Waisenprojekt sowie auch überhaupt die Dorfgemeinschaft gerade in dieser schwierigen Phase erwiesen sich definitiv zuvor realisierte Einrichtungen wie das neue Wasch- und Toilettenhaus, die eigene Frischwasserversorgung oder auch die Modernisierung der lokalen Krankenstation mit Einrichtung einer Geburtsabteilung. Und diese bisher so effektive Entwicklung der Partnerschaft erwies sich als tragfähige und zukunftsorientierte Basis, so eine Krise ohne negative Auswirkungen durchzustehen.

Besonders hart getroffen

Die Folgen und Begleitumstände der pandemischen Gegebenheiten trafen die Armen der Ärmsten dort besonders hart. Die für sie wirklich erschüttern-den Umstände riefen geradezu nach Hilfe. Als spontane und effektive Hilfe wurden daher in Zusammenarbeit mit der Frauengemeinschaft Bukuumi und den ansässigen Pfarrern in drei Unterstützungsaktionen jeweils 150 „Corona-Care-Pakete“ mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und medizinischen Produkten bereitgestellt und an die am härtesten betroffenen Familien in der Kommune verteilt, die für solche direkte Hilfe und auch den damit verbundenen Beistand sehr dankbar waren.

Die Unterhaltung des Waisenprojektes bleibt natürlich weiterhin eine herausfordernde aber auch sehr reizvolle und lohnende Aufgabe. So ist inzwischen erneut ein ambitioniertes Projekt in der Anlage anvisiert: Die Modernisierung der Küche des Waisenprojektes und vor allem deren Umstellung auf eine energiesparende Lösung. Ein Projekt, das möglicherweise auch für andere Einrichtungen dort beispielhaft werden könnte. Die Realisierung ist vielversprechend angelaufen. Die Initiatoren erwarten gespannt das hoffentlich zukunftweisende Ergebnis. Somit konnten Florian und Mirjam Bauer trotz der coronabedingten besonderen Herausforderungen recht positiv reüssieren, dürfen allen Un-terstützern großen Dank aus Bukuumi übermitteln und können recht zuversichtlich auf die weitere Entwicklung des Gemeinschaftsprojektes blicken. jm

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