AdUnit Billboard
Kulturforum „Vis-à-vis“

Eine „Sammlung mythischer Figuren“

Der in Götzingen lebende Bildhauer Gil Topaz präsentiert seinen Zyklus „Die Appia-Figuren“

Von 
ad
Lesedauer: 
Bürgermeister Roland Burger und Landrat Dr. Achim Brötel freuen sich über die Ausstellung mit Werken von Gil Topaz im Kulturforum „Vis-à-vis“. © Adrian Brosch

Buchen. Kunst und Kultur funktionieren nicht nur in großen Metropolen. Einmal mehr zeigt das die Ausstellung, die am Sonntag im Kulturforum „Vis-à-vis“ eröffnet wurde: Der in Götzingen lebende und wirkende Bildhauer Gil Topaz - Schöpfer der im Mai eingeweihten „Gedankentürme“ am Willy-Brandt-Kreisel – präsentiert mit seinem Zyklus „Die Appia-Figuren“ anspruchsvolle Darstellungen mit direktem Bezug zur legendären „Via Appia-Antica“. Die Vernissage erfreute sich gutem Besuch.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Den Auftakt bildete das Grußwort von Bürgermeister Roland Burger. Er hob hervor, dass der Raum des Kulturforums „den idealen Rahmen für diese Ausstellung“ liefere und machte die zahlreichen Gäste mit dem Lebensweg Gil Topaz’ vertraut. 1965 in Würzburg geboren, verschlug es ihn nach Kunststudium in Rom und Carrara sowie vielen produktiven Jahren in der Toskana vor rund zehn Jahren nach Götzingen. Dort wirke der Bildhauer eher im Stillen: „Dass seine Werke auf dem internationalen Kunstmarkt durchaus gefragt sind, wussten nicht viele“, bemerkte Burger. Das änderte sich etwas, als Gil Topaz die prägnanten „Gedankentürme“ gestaltete: „Wir haben es hier mit starker Kunst im öffentlichen Raum zu tun“, Burger fest und bezeichnete die im „Vis-à-vis“ präsentierte Werkserie als „Sammlung mythischer Figuren und den Spuren der Zeit“. Es handele sich um Figuren, die den Betrachter auf eine „poetische Reise in das Reich der Träume“ mitnehmen. Besonders freute er sich über den regen Zustrom Kunstinteressierter: „Kunst im öffentlichen Raum ist bedeutsam und wichtig – gerade im Ländlichen Raum, wo es auch ein treues Publikum dafür gibt“, konstatierte er.

Die zweite Ansprache steuerte Landrat Dr. Achim Brötel bei. Gekonnt stellte er den Bezug zur „Via Appia-Antica“ her: „2000 Jahre später und 900 Kilometer weiter nördlich“ habe man sich nun eingefunden, um „historische Relikte voller mystischer Reize“ auf sich wirken zu lasse. Was Gil Topaz erschaffen habe, käme einer „Einladung zu einer verträumten Reise zwischen Raum und Zeit“ gleich – einer Reise im eigentlichen Sinne, deren Ansichten und Interpretationen der jeweilige Betrachter bestimme. Gleichermaßen sei die Ausstellung eine hervorragende künstlerische Visitenkarte für das Land: „Der Ländliche Raum muss sich nicht verstecken, was Kunst und Kultur betrifft“, merkte der Landrat an und attestierte Gil Topaz, „unverwechselbare und authentische Kunst“ geschaffen zu haben, die Träumen und Gefühlen breiten Raum schenke. Dafür spreche auch, dass seine Werke neben Europa auch in der Türkei und in Ägypten zu finden seien.

Mehr zum Thema

Ausstellung

„Systemwechsel“ in der Kunst dargestellt

Veröffentlicht
Von
L.M.
Mehr erfahren
Ausstellungseröffnung

Adelsheim: Kunstwerke an die Nacht übergeben

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Gil Topaz selbst umschrieb seine künstlerische Intention in wenigen, aber griffigen Worten. Er ließ wissen, nach langen Jahren in pulsierenden Städten der Welt gewisse Sehnsucht nach einem ruhigen Lebensmittelpunkt entwickelt zu haben – ein Ort, den er mit Götzingen 2012 gefunden hatte. Sein abschließender Dank galt allen Buchenern und Götzingern für die „herzliche Aufnahme“, aber auch seiner Frau für den stetigen Rückhalt.

Beim anschließenden Rundgang konnten sich die Gäste auf eine spannende Entdeckungsreise durch eine nicht alltägliche, interessante und zu Gedankengängen einladende Ausstellung begeben. Dabei stand der Künstler auch zum Gespräch bereit. ad

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1