Buchener Gesundheitsforum - Über 20 Aussteller waren in der Stadthalle dabei / Informationsstände und Vorträge „Ein Füllhorn sinnvoller Angebote“

Von 
Adrian Brosch
Lesedauer: 
Das Buchener Gesundheitsforum lockte wieder viele Besucher. An Informationsstände und bei Vorträgen gab es viel Wissenswertes zu erfahren. © Adrian Brosch

Um alles, was den Menschen vitaler macht und das Leben verlängert, ging es bei der inzwischen achten Auflage des Buchener Gesundheitsforums, das zahlreiche Besucher in die Stadthalle lockte.

AdUnit urban-intext1

Buchen. Dr. Christina Steinbach und Burkhard Scheuermann waren am Samstag glücklich über die große Resonanz und den Umstand, dass man auch weit über Buchens Grenzen hinaus ein festes Stammpublikum sowie jährliche „Neuankömmlinge“ begrüßen könne. Gleichsam freuten sie sich über die stetig gewachsene Zahl der Aussteller: „Mit fünf Ausstellern haben wir damals begonnen, während es nun über 20 sind“, bemerkte Christina Steinbach. Das Gesundheitsforum sei weniger als Unterhaltungsprogramm, sondern als Füllhorn sinnvoller Angebote anzusehen. Erfreut zeigten sie sich auch über die gegenüber den vergangenen Jahren vergrößerte Zahl der Aussteller.

„Hohe Akzeptanz“

Bürgermeister Roland Burger lobte nach launigen Zeilen über das mit zunehmendem Lebensalter wachsende Gesundheitsbewusstsein und dem Dank an das aus Dr. Christina Steinbach sowie Diana und Burkhard Scheuermann bestehende Organisationsteam das „etablierte Format“, dessen guter Besuch als „Zeugnis für die hohe Akzeptanz“ gelten könne.

„Wer sich mit seiner eigenen Gesundheit beschäftigt und an wertvolle Ernährung sowie den Wert von Bewegung denkt, ist klar im Vorteil“, bemerkte das Stadtoberhaupt und verwies im selben Atemzug auf ein dichtes Facharztspektrum nicht nur in Buchen. Obgleich nicht jede Krankheit geheilt werden könne und auch die Medizin mitunter an ihre Grenzen stoße, solle man die Hoffnung nie aufgeben. „Glückwunsch, Dank und Anerkennung“ umfasste das Grußwort von MdB Alois Gerig (CDU), der in seiner Funktion als Vorsitzender des Ernährungsausschusses des Deutschen Bundestags auf die Wichtigkeit hinwies, die Balance zwischen bewusster Ernährung, sportlicher Bewegung und erquicklicher Lebenskultur zu finden und Präventionsangebote zu nutzen, zu denen er auch das Buchener Gesundheitsforum mit seinem reichhaltigen Angebot zähle.

AdUnit urban-intext2

Den Reigen der Grußwortredner beschloss Landrat Dr. Achim Brötel. Er bezeichnete solide Gesundheit als „Grundlage des Lebens“ und das gesunde Aufwachen am Morgen als besonders schönes Gefühl, um den Organisatoren seinen Respekt für das Geleistete zu zollen.

Die Fachvorträge eröffnete Dr. med. Winfried Munz (Chefarzt der Neckar-Odenwald-Kliniken in Buchen und Mosbach; Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe). Er ging auf die Problematik der Wechseljahre ein, die angesichts steigender Lebenserwartungen immer präsenter werden und sich zwischen 40 und 49 Jahren bemerkbar machen. Sie äußern sich etwa in Hitzewallungen, Herzklopfen, Schweißausbrüchen, Depressionen, erhöhter Reizbarkeit oder Schlafstörungen, „wobei auch Psychosen nicht auszuschließen sind und die Wechseljahre sich bei jeder Patientin anderweitig bemerkbar machen“, so der Experte.

AdUnit urban-intext3

Unter dem Titel „Pflegekosten: Vermögensfalle Pflegebedürftigkeit“ richtete sich Stefan Schmitt (R+V Versicherung) an das Publikum und beleuchtete viele nicht unbedingt bekannte Fallstricke. „Rund ums Ohr“ informierte Hörakustikmeister Marc Donner und erklärte die sinnvolle Nutzung von Hörgeräten nebst Zubehör, was den Betroffenen ein entspanntes Verstehen von Telefonaten und Fernsehsendungen ermögliche.

AdUnit urban-intext4

Osteopath Burkhard Scheuermann ging auf das neuzeitliche Phänomen des „Handyrückens“ ein und klärte darüber auf, dass der dauerhafte wie intensive Gebrauch von Smartphones auch den Rücken maßgeblich verändern und Haltungsschäden hervorrufen könne. Antibiotika – längst nicht immer unumstritten – standen schließlich im Zentrum des von Kirsten Häfner gestalteten Vortrags „Fluch oder Segen im Kampf gegen Viren und Bakterien“; auf die Frage „Sind Bakterien unsere Freunde?“ ging Ernährungswissenschaftlerin Dr. Christina Steinbach ein. Sie informierte in ihrem Referat anschaulich über das Mikrobiom im Darm.

Eines guten Besuchs erfreuten sich darüber hinaus trotz der aktuellen „Grippewelle“ die zahlreichen Informationsstände: In der Stadthalle waren über 20 Fachärzte und Dienstleister aus der näheren Umgebung präsent, die den Gästen im persönlichen Gespräch manchen Ratschlag „aus erster Hand“ mit auf den Weg gaben oder informierende Druckschriften verteilten.

Der Stand des TSV Buchen nebst Vorsitzendem Kurt Bonaszewski rundete das Programm ab.

Info: Weitere Bilder gibt es unter www.fnweb.de in einer Galerie.