FG "Getzemer Narre" - Jahresorden thematisiert die leeren Kuhställe im einstigen Bauerndorf Ein Auftakt nach Maß

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Auch in "Herzkerschehausen" schlagen seit Freitag die Narrenherzen höher. Auf der Rathaustreppe fiel der Startschuss für die 63. Kampagne.

© Markus Biemer

Götzingen. Erfreulicherweise schloss der Himmel am Elften im Elften über "Herzkerschehausen" gerade noch rechtzeitig seine Schleusen, so dass die "Getzemer Narre" ihren traditionellen Eröffnungsakt wie geplant vollziehen konnten. Und der ging auch recht zünftig "über die Rathaustreppe". Sofort schlugen die Narrenherzen höher, rasch waren sie in ihrem Element als die Musikkapelle Götzingen den "Getzemer-Narremarsch" erklingen ließ, der auch lautstark mitgesungen wurde.

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Bunt präsentierte sich vor der illuminierten Rathausfassade die Narrenregierung für die neue Kampagne mit ihren zahlreichen Mitstreitern. Rene Eberwein hieß das aufmarschierte Narrenkabinett sowie alle Komitee-Mitglieder und die Tanzgruppen willkommen, ebenso wie Jung und Alt aus dem Narrenvolk. Die Vorfreude auf die neue Kampagne war auch beim stimmgewaltig erklingenden dreifachen Narrenruf "Getzemer Narre - Ahoi!" zu erkennen.

Mit großer Spannung wartete die Narrenschar auf die Präsentation des neuen Kampagnenmottos, das heuer an ein spezielles lokales Ereignis angeknüpft lautet: "Alli Schdäll sen leer, do müsse jetzt Buchemer Rinnviecher her!". Eine Anspielung an den originellen "Getzemer Almabtrieb" als Persiflage auf die seit kurzem total leeren Kuhställe des ehemals reinen Bauerndorfes. Und dieses gravierende Ereignis wird auch auf dem gleichzeitig vorgestellte Jahresorden 2017 thematisiert.

Eid abgenommen

Erster Amtsakt in der 63. Session war die Vereidigung der närrischen Regierung und Komitee-Mitglieder sowie der Gardistinnen. Die durch Eberhard Müller vorgetragene Eidesformel umfasste in originellen Reimen die Verpflichtung der Obernarren auf ihren unermüdlichen Einsatz während der Kampagne 2017 - "und dass bis auch die letzte Kuh vom Eis ist und absolut nichts mehr auf die sprichwörtliche Kuhhaut geht".

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Mit einem Ausblick auf die zu erwartenden Fastnachtshöhepunkte wie den Nachtumzug (14. Januar), die Prunksitzung (28. Januar), die "Narren-Dance-Night" (04. Februar) oder das Männerballett-Turnier (4. März) und dem Dank von Rene Eberwein an die Musikkapelle und alle Teilnehmer, verbunden mit dem Wunsch auf eine humorvolle und erfolgreiche Kampagne, klang der offizielle Akt aus. Nochmals erklang aus voller Kehle der "Getzemer-Narre-Marsch", ehe man sich im Ratskeller zum Umtrunk traf. jm