Franziska Hahn referierte - Vortrag bei Frauengemeinschaft und Kindergarten Hettigenbeuern Die "Medienwelt von Kindern und Jugendlichen" beleuchtet

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Hettigenbeuern. "Sind unsere Kinder internetsüchtig?" - Diese Frage stellt sich mancher, denn die Medienwelt von Kindern und Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren rapide verändert. Handy, Tablet und Smartphone gehören wie selbstverständlich bereits schon früh zum Alltag der Kinder. Wie Eltern auf diese Nutzungen begleitend einwirken können, darüber bekamen alle Interessierten beim Vortrag der Frauengemeinschaft in Kooperation mit dem Kindergarten Hettigenbeuern wichtige Informationen.

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Franziska Hahn, medienpädagogische Beraterin vom Kreismedienzentrum Buchen, referierte über dieses sehr aktuelle Thema. Digitale Medien verändern den Alltag, für Kinder ist dies selbstverständlich, Erwachsende verbinden damit jedoch auch Ängste und Bedenken, die Meinungen sind oftmals gespalten.

Gemeinsam erkunden

Schon durch Vorlesen von Büchern und gemeinsames Anschauen von Bildern betreiben Eltern Medienbildung, das gemeinsame Tun macht Sinn und leitet zum Lesen an. Genauso verhält es sich mit den digitalen Medien, es ist sinnvoll, dass Eltern mit ihren Kindern diese Möglichkeiten gemeinsam erkunden und erklären, aber auch gegebenenfalls auf Gefahren hinweisen, so der Appell von Franziska Hahn. Im Schnitt seien Jugendliche am Tag drei Stunden online. Wenn Geräte wie Handys, PC, Fernseher im eigenen Zimmer sind, verdoppelt sich deren Nutzungszeit. Kritisch werde es, wenn Kinder oder Jugendliche ihre Hobbys und Freundschaften vernachlässigen und nur noch Zeit mit digitalen Medien verbringen.

Da die Möglichkeit besteht, sich in verschiedenen Foren, wie zum Beispiel You Tube, Whats App oder Instagram anzumelden und auszutauschen sei es nicht gerade verwunderlich, dass Kinder im Grundschulalter des Öfteren als Berufswunsch You-Tube-Star angeben. Kettenbriefe, Grusel- oder Horror-Videos werden verschickt, oftmals verbergen sich dahinter jedoch Viren, die das Handy zerstören oder Dateien ausspionieren.

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Deshalb sollte man diese Dinges sofort vernichten und auch keine persönlichen Daten preisgeben, da somit Angriffspunkte gesetzt werden. Denn auch Mobbing über digitale Medien, anonym verursacht, sei nicht selten, so die Referentin. Pornografie im Internet wurde angesprochen und darauf hingewiesen, dass die Weitergabe von Pornografie- und Gewaltvideos an Kinder und Jugendliche strafbar ist. Die Kontrolle über Privates sollte jedem wichtig sein, wer Fotos, Videos oder Briefe ins öffentliche Netz stelle gebe diese quasi ab. Es sei extrem wichtig, dass Eltern ihre Kinder dazu anleiten, medienfreie Zeiten zu schaffen, um zur Ruhe zu kommen und zu entspannen, denn die ständige Präsenz könne Streß und Burnout begünstigen.

Andrea Drews vom Vorstandsteam der Frauengemeinschaft bedankte sich am Ende des Vortrages mit einem kleinen Präsent bei Franziska Hahn für die wertvollen Informationen zu diesem sehr aktuellen Thema. hes