Neckar-Odenwald-Kliniken - Regionale Schulkunst-Ausstellung zum Thema „Bild-Material-Objekt“ / „Jedes Kind ist ein Künstler“ Die Kreativität der Lernenden herausgefordert

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Die musikalische Umrahmung der Vernissage wurde von der „Sound People Bigband“ und dem Schulchor der Abt- Bessel-Realschule gestaltet. © Neckar-Odenwald-Kliniken

Buchen. Im Foyer der Neckar-Odenwald-Kliniken in Buchen ist bis zum 29. Juni die regionale Schulkunst-Ausstellung im Rahmen des Schulkunst-Programms des Kultusministeriums Baden-Württemberg zu sehen.

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24 Schulen aus allen Schularten und Jahrgangsstufen im Neckar-Odenwald-Kreis haben sich mit ihren Kunstwerken beteiligt. Schulamtsdirektor Peter Frey begrüßte bei der Eröffnung der Schau im Namen des Staatlichen Schulamts Mannheim die zahlreichen Gäste und Schüler mit den Schulleitungen und den Lehrkräften für Bildende Kunst. Er bedankte sich bei allen Beteiligten und lobte besonders die Vielfalt der sehr gelungenen Werke von Nachwuchskünstlerinnen und Künstlern aus den Schulen im Neckar-Odenwald-Kreis. Dies unterstreiche auch die hohe Qualität des Kunstunterrichts und das große Engagement der verantwortlichen Lehrkräfte. So habe man zwar keine Kunsthalle wie in Mannheim, aber dafür in Buchen eine kunstbegeisterte Klinik, deren Flure nun zur Freude aller Patienten, Beschäftigten, Besucher in ein ganz neues lebensfreudiges Licht getaucht werden.

Diese Ausstellung habe eine lange Tradition auch am Klinikstandort Buchen und man habe stellvertretend für alle Verantwortlichen vor Ort mit Dr. Klaus Hahnfeldt einen sehr geschätzten Ansprechpartner. Der erste Landesbeamte des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis, Dr. Björn-Christian Kleih, betonte an Beispielen das durch unterschiedliche Interpretationen allerhand passieren könne, wenn man Kunst ausstelle. Er unterstrich die Bedeutung der künstlerischen Bildung in der Schule. „Das Einüben kreativer Techniken und die Auseinandersetzung mit Kunst eröffnen Deutungs-und Interpretationshorizonte für die umgebende Welt“, so Kleih. Dafür könne das Wahrnehmungsvermögen gar nicht gut genug ausgebildet sein.

Kreativität bewahren

Die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Buchen Ruth Weniger appellierte an die Schüler „bewahrt euch eure Kreativität“. In jedem Kind stecke ein Künstler. Kreativität, Improvisation und Ausdruck seien Eigenschaften, die im Leben eine ganz wichtige Rolle spielen. „Wer kreativ mit Situationen umgehen, wer improvisieren kann, hat es leichter im Leben“, so Weniger. Deshalb habe die Bildende Kunst ihren Stellenwert in der Schulischen Bildung.

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Studiendirektorin Susanne Spoerel, Fachberaterin für Bildende Kunst im Regierungspräsidium Karlsruhe, führte in die Thematik der Ausstellung ein. „Bild-Material-Objekt“, das diesjährige Schulkunst-Thema, zeigt nicht nur Schülerarbeiten aus dem Kunstunterricht, sondern auch Ergebnisse eines künstlerischen Prozesses: An dessen Anfang stand ein Thema, das die Kreativität der Lernenden herausforderte und das einen Prozess in Gang setzte, in dem künstlerisches Arbeiten auch exemplarisch für eine Herangehensweise an Problemlösungen steht: Der Prozess beginnt mit dem ergebnisoffenen Experimentieren, Erproben, Verwerfen, Verbessern, Verändern, neu Denken, dabei Frustrationstoleranz entwickeln und dranbleiben, Weiterarbeiten, sodann die Ergebnisse wahrnehmen, werten, gewichten und wieder verbessern. Es kommt ein Gestaltungsprozess in Gang, in dem Produktion und Reflexion Hand in Hand gehen und zu neuen, bislang nicht vorhandenen Ergebnissen führt. Mit dem Schulkunst Jahresthema „Bild-Material-Objekt“ beschäftigten sich Schüler im ganzen Land. An 14 Orten im Land werden weitere regionale Ausstellungen zum Thema gezeigt. Aus der Vielzahl an Schülerarbeiten werden dann in der Landesausstellung im Herbst repräsentative Arbeiten zu sehen sein. Exemplarisch stellte sie einige der ausgestellten Exponate vor und bedankte sich für das große Engagement beim regionalen Schulkunstteam mit den Lehrkräften Simone Wölfelschneider, Sabine Dix und Bernhard Stüber für die Organisation und Gestaltung der Ausstellung.

Der leitende Schulamtsdirektor Hartwig Weik überreichte abschließend die Urkunden an die beteiligten Schulen und brachte auch seine Freude und Anerkennung über die hohe Qualität der künstlerischen Werke zum Ausdruck. Die musikalische Umrahmung der Vernissage wurde von der „Sound People Bigband“ und dem Schulchor der Abt- Bessel-Realschule hervorragend gestaltet. Mit viel Eifer und Können waren die jungen musikbegeisterten Akteure unter Leitung der Musiklehrkräfte Sandra Heller, Jessica Egger und Lisa Waltenberger präsent.