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„Herz statt Hetze Neckar-Odenwald-Kreis“

„Die Demokratie sind wir alle“

Festakt zum internationalen Tag der Demokratie in der Buchener Stadthalle

Von 
Stefanie Cabraja
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Die Hip-Hop-Breakdance-Gruppe „Next Level“ sorgte beim Festakt in der Buchener Stadthalle zum Internationalen Tag der Demokratie ebenso wie die anderen Künstler für beste Unterhaltung. © Stefanie Cabraja

Zur Feier des Internationalen Tages der Demokratie äußern sich Mandatsträger verschiedener Parlamente und Parteien über die Wichtigkeit der Demokratie. Einig sind sich alle: Die Demokratie sind Wir, die Gemeinschaft, die Mehrheit und nur Hand in Hand können „Wir“ für sie kämpfen.

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Buchen. Die Initiative „Herz statt Hetze Neckar-Odenwald-Kreis“ organisierte einen Festakt zum Internationalen Tag der Demokratie am Donnerstag in der Stadthalle Buchen. Der Abend stand unter dem Motto „Demokratie und wir“. Durch den Abend führten die Jungmoderatoren Clara Linke, Erik Brunner und Philipp Hensinger.

Jeder ist in der Verantwortung

Der Initiator Alexander Weinlein eröffnete die Veranstaltung und erinnerte daran, dass die Demokratie aus mehr als Parteien und Abgeordneten besteht. „Wir alle sind Demokratie und Vielfalt. Demokratie ist die Herrschaft des Volkes“, sagt er und macht deutlich, wie wichtig jeder Einzelne in einer Demokratie ist.

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Bürgermeister Roland Burger sprach in seinem Grußwort darüber, dass das Bewusstsein über den Wert der Demokratie aktuell auf die Probe gestellt wird und es wichtig ist, die Erkenntnis wiederzuerlangen, welch ein Schatz die Demokratie ist.

Zu Gast waren vier Mandatsträger aus verschiedenen Parlamenten und Parteien, um die Vorzüge der Demokratie darzulegen und auch auf Bedrohungen und Gefahren aufmerksam zu machen. Landrat Dr. Achim Brötel (CDU), Professor Dr. René Repasi (SPD) vom Europäischen Parlament, Marcel Emmerich (Bündnis 90, Die Grünen) als Mitglied des Bundestages und Nico Weinmann (FDP) als Stellvertreter des Landtages Baden-Württemberg, untermauern in ihren Reden ebenfalls die Wichtigkeit der Demokratie.

Das Motto „Demokratie und wir“ wurde von den Redebeiträgen unterstrichen. Denn egal in welchem Parlament, die Demokratie werde von der Gemeinschaft, vom Volk gelebt. „Die Demokratie ist ein Gemeinschaftswesen und das muss sie auch bleiben, weil nur so die Individualität des Einzelnen geschützt werden kann. Nicht jeder gegen jeden, sondern alle für alle“, sagt Dr. Achim Brötel.

Gemeinschaft statt Egoismus

Professor Dr. René Repasi ergänzt, dass es dabei wichtig ist, dass man Demokratie lebt, vorlebt, erlernt und auch teilt. Jeder sollte sich einsetzen und engagieren.

„Ehrenamt, Vereinswesen, Mitgestaltung und Beteiligung sind die Nahrung der Demokratie“, so Alexander Weinlein. Die Demokratie lebe von dem „Wir“, der Gemeinschaft aller Individuen und nicht von Egoismus und Hass. Eine Gefahr stellten Gruppen und Initiativen dar, die die Demokratie kritisieren, verhöhnen und von einer angeblichen Diktatur sprechen. Genau diese Gruppen würden den Blick über den Tellerrand nicht schaffen. Denn mit dieser Hetze werde jedem Unrecht getan, der in einer richtigen Diktatur lebt, betont Marcel Emmerich. Ein Gift für die Demokratie sei außerdem die Verrückung der Realität durch die sozialen Medien. Die verschiedenen Algorithmen führten dazu, dass man in eine Blase rutsche und nur gefilterte, teilweise falsche Inhalte aufsauge, fügt Nico Weinmann hinzu.

„Herz statt Hetze“ NOK zeigte als Herzstück der Veranstaltung Bürger-Interviews mit Meinungen zur Demokratie. Dabei wurden Jugendliche, für die die Demokratie eine Selbstverständlichkeit ist und Bürger, die zu einer Zeit lebten als man das Wort „Demokratie“ nicht einmal aussprechen durfte, befragt. Die Präsentation verdeutlicht erneut, dass die Demokratie nicht die Politik ist und Demokratie in so vielen Bereichen verankert ist: in Betrieben, in Schulen, in Vereinen und in der Familie.

Wichtigkeit von Wahlen betont

„Demokratie und wir“ kann demnach auch als „Demokratie sind wir“ verstanden werden. Ein wichtiger Schritt, wie man sich einbringen kann, ist für alle Befragten die Wahl. Die Demokratie ermögliche jedem Individuum, bei Wahlen die eigene Stimme abzugeben, lautete der einhellige Tenor.

Im Rahmen des Festakts wurde auch die Ausstellung „Das Grundgesetz aus Kinderhand“ durch Dr. Dorothee Schlegel eröffnet. Dabei werden die Artikel des Grundgesetzes von Kindern bildlich dargestellt. Den Festakt zum Internationalen Tag der Demokratie hat die Band „Colours“ mit einem musikalischen Rahmenprogramm unterstützt. Die Tanzgruppen „X-Ception“ und „Next Level“ des Integrations- und Präventionsprojekt Hip-Hop-Breakdance des TSV 1863 Buchen begeisterten die Besucher mit grandiosen Darbietungen und tänzerischen Leistungen. Trainiert werden die Gruppen von Kevin Sauer und auch Manager Volker Schwender steht hinter den Tänzerinnen und Tänzern.

Für das leibliche Wohl sorgten Schüler der „Eine Welt AG“ des Burghardt Gymnasiums Buchen.

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