Agrarzentrum der BAG Franken - Der kalte Winter hat für Verzögerungen gesorgt / Getreidesilo hat nun oberste Priorität "Die Aufholjagd hat bereits begonnen"

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Olaf Borges
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Hat sich der trockene Herbst noch positiv auf den Fortschritt der Bauarbeiten für das BAG-Agrarzentrum ausgewirkt, so sorgte der kalte Winter für Verzögerungen, die es nun aufzuholen gilt.

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Der kalte Winter hat den Bau des BAG-Agrarzentrums in Buchen verzögert. "Oberste Priorität hat nun das Getreidesilo", so der Geschäftsführende Vorstand Uwe Schöttle auf FN-Anfrage.

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Buchen. Der trockene Herbst hat sich positiv auf die Bauarbeiten des Agrarzentrum in der "Golsheumatte" ausgewirkt - die Erdarbeiten schritten planmäßig voran. Doch der kalte Winter hat das Bauprojekt im Zeitplan zurückgeworfen. "Der Winter mit seinen hohen Minusgraden hat uns drei bis vier Wochen gekostet", stellte Uwe Schöttle fest. Die Fundament- und Betonierarbeiten konnten deshalb nicht planmäßig ausgeführt werden.

Im Moment seien aber alle Handwerksfirmen bereit und zeitlich auch noch in der Lage, ihre Arbeiten sehr eng zu koordinieren. "Die "Aufholjagd hat bereits begonnen und wir versuchen, die verlorene Zeit wieder einzuholen", erklärte Schöttle gegenüber den FN. Am Montag werde bereits Material für die Annahmehalle angeliefert. Jetzt müsste viel miteinander abgestimmt werden, damit möglichts viele Arbeiten parallel laufen können.

"Wir gehen nach wie vor davon aus, dass wir zur neuen Ernte zumindest den Silotrakt fertig haben", machte der Vorstand deutlich. Ob dann der Gesamtstandort mit Palettenhalle fertig sei, könne man jetzt noch nicht abschätzen. Zur Not müsse man damit leben, dass die komplette Fertigstellung dann erst im Laufe des Sommers erfolge. Oberste Priorität habe nun das Getreidesilo, damit die Erfassung der neuen Ernte gewährleistet ist - insgesamt werden 15 Silotürme aufgestellt.

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Rund 7,3 Millionen Euro will die BAG Franken in das neue Agrarzentrum, das seit September letzten Jahres in der Buchener "Golsheumatte" entsteht, investieren. Das Gelände umfasst etwa zwei Hektar, wovon rund 8000 Quadratmeter bebaut werden. Der Rest der Fläche wird für einen renaturierten Wasserlauf und andere Umweltausgleichsmaßnahmen genutzt.

Die Tiefbau- und Betonarbeiten werden von der Firma Boller-Bau GmbH aus Distelhausen ausgeführt, für den gesamten Silokomplex zeichnet die Goldsaat Agrartechnik GmbH aus Prüm verantwortlich. Architektin ist Dorothee Keitel-Mayer. Künftig soll es möglich sein, 240 Tonnen Getreide in der Stunde zu erfassen - zuzüglich der 120 Tonnen im Flachlager - und 12 000 Tonnen zu lagern.

Redaktion Leiter der Redaktion Bad Mergentheim