Architektenkammer - Veranstaltung zum Thema "Siedlungsentwicklung im ländlichen Raum" Dem Wandel entgegenwirken

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Buchen. Die Veranstaltung der Architektenkammer zum Thema "Siedlungsentwicklung und demorafischer Wandel im ländlichen Raum" stieß auf große Resonanz und füllte vergangenen Mittwoch den Saal in der Stadthalle Buchen.

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Geladen waren die Vertreter aus den Gemeinderäten und Ortschaftsräten, Bürgermeister und Ortsvorsteher, Mitarbeiter aus den Verwaltungen, Architekten und Planer und alle interessierten Bürger.

Der neue Vorsitzende der Architektenkammer Baden-Württemberg (Kammergruppe Neckar-Odenwald-Kreis), Nico Hofman, begrüßte die zahlreichen Besucher und freute sich über die große Resonanz. Er hob hervor, dass das Thema Siedlungsentwicklung und demographischer Wandel im ländlichen Raum ein Thema sei, dass gerade im ländlich geprägten Neckar-Odenwald-Kreis alle angehe.

Gemeinsames Handeln wichtig

Nur durch ein gemeinsames Handeln könne man der für den ländlichen Raum negativen Folgen des demographischen Wandels entgegenwirken. Deshalb seien die Zuhörer aus den verschiedenen Bereichen eine bunte Mischung, die aber zur Behandlung dieses Themas wichtig und eine optimale Grundlage für das zukünftige Handeln sei. "Leider wird der Unterschied zwischen Ballungszentren und dem ländlichen Raum immer prägnanter. Nur gemeinsam - über die verschiedenen Gremien hinweg - kann hier ein Entgegenwirken erfolgen." Kammergruppenvorsitzender Nico Hofmann betonte, dass die Architektenkammer des Kreises in den kommenden Jahren einen Schwerpunkt in der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Gremien gesetzt habe und diese Veranstaltung eine Auftaktveranstaltung einer ganzen Reihe sei.

Probleme dargestellt

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Nach einem Grußwort der Bürgermeistervertreterin Ruth Weniger wurde der Referent des Abends, Clemens Künster, vorgestellt. Vorsitzender Nico Hofmann betonte, dass Künster durch die Kombination von Architektur und Stadtplanung und seine Arbeit zur Optimierung von städtebaulicher Aufgaben und der dadurch engen Zusammenarbeit mit kommunalpolitischen Gremien, ein Experte für dieses Thema sei.

In den anschließenden Ausführungen von Künster wurden die Probleme kleiner Dörfer, Städte und Kommunen, wie sie in unserem Landkreis existieren, dargestellt. Es wurde unter anderem auf die Folgen des demographischen Wandels und die Problematik der Verwaisung der Ortskerne eingegangen.

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Er zeigte Bilder und Situationen, wie sie fast in allen Orten des Neckar-Odenwald-Kreises zu entdecken sind. Künster zeigte Beispiele und Lösungsmöglichkeiten einer erfolgreichen, situationsangepassten und zukunftsorientierten Siedlungsentwicklung auf.

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Das gemeinsame Handeln und gemeinsame Anpacken der Problemstellungen sei ein wichtiger Ansatzpunkt zur Lösung. "Der auf den ersten Blick herrschende Standortnachteil kann auch zum Vorteil des ländlichen Raumes umgemünzt werden", so der Referent. Eine Partnerschaft zwischen den Gremien direkt vor Ort, den Architekten und Planern, sowie den Verwaltungen und Behörden könne so zu einer erfolgreichen Siedlungsentwicklung führen.

Zum Abschluss des Vortrags wurden Fördermöglichkeiten zur Finanzierung verschiedener Vorhaben aufgezeigt. Auch hier gebe es viele Möglichkeiten, die Entwicklung des ländlichen Raums voranzutreiben und zu stärken.

Diskussionsrunde

Nach einer Diskussionsrunde bedankte sich Kammervorsitzender Nico Hofmann bei Clemens Künster für den interessanten Vortrag. Dankl galt auch den zahlreichen Besuchern. Hofmann hob noch einmal hervor, dass "nur ein gemeinsames Handeln und Miteinander unseren ländlichen Raum stützen, stärken und fit in Richtung Zukunft machen kann".

Eine Ausstellung im Foyer der Stadthalle zum Thema "Wohnen in Baden-Württemberg" rundete die Abendveranstaltung ab.