Europäischer Tag der Jüdischen Kultur - Vielfältiges Programm am 4. September Bücherei des Judentums beteiligt sich

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Buchen. Der Europäische Tag der Jüdischen Kultur findet am Sonntag, 4. September, gleichzeitig in rund 30 Ländern statt. Der Tag will dazu beitragen, das europäische Judentum, seine Geschichte, seine Traditionen und Bräuche besser bekannt zu machen.

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Der Tag erinnert an die Beiträge des Judentums zur Kultur unseres Kontinents in Vergangenheit und Gegenwart. An beiden Rheinufern zwischen Basel, Straßburg und Karlsruhe waren die Beziehungen zwischen den jüdischen Gemeinden und die Verbindung mit der regionalen Kultur stets sehr eng. Auf der elsässischen wie auf der deutschen Seite in Baden, Württemberg und Hohenzollern war bis zum 20. Jahrhundert das Landjudentum vorherrschend. Die religiösen jüdischen Bräuche wurden geachtet, wobei das jüdische Leben eng mit der Alltagskultur und dem Landleben verflochten war. Bei aller Unterschiedlichkeit gab es über die Jahrhunderte hinweg eine wechselseitige Bereicherung in vielen Lebensbereichen.

In den jüdischen Gemeinden, an Gedenkstätten und Museen haben viele Ehrenamtliche ein abwechslungsreiches Programm für den Tag der Jüdischen Kultur vorbereitet: Ausstellungen, Konzerte, Synagogen- und Friedhofsbesuche, kulinarische Entdeckungen, Filmvorführungen und Vorträge. Viele dieser Veranstaltungen werden sich dieses Jahr auf das Leitthema Sprachen beziehen. Unter diesem Motto werden die kulturelle Vielfalt der Ausdrucksformen und die unterschiedlichen Sprachen wie etwa Jiddisch, Ladino und Hebräisch thematisiert.

In Buchen wird sich die Bücherei des Judentums (Klösterle), Obergasse 6, von 15 bis 17 Uhr mit einem Tag der offenen Tür mit Lesungen zum Thema "Was ist was? Jiddisch." und Bibliotheksführungen beteiligen.