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„Bürgerstiftung Bezirksmuseum Buchen“ - Stiftungserträge von 2019 und 2020 vergeben / Ein Kapitel ist dem Dialekt gewidmet

Buchen: Publikationsprojekt mit Gedichten von Susi Levi wird unterstützt

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Buchen. Kürzlich trafen sich nach längerer, pandemiebedingter Pause wieder Vorstand und Kuratorium der „Bürgerstiftung Bezirksmuseum Buchen“ unter der Leitung ihres Vorsitzenden, Bürgermeister Roland Burger. Neben den Kassen- und Prüfungsberichten wurde im Tätigkeitsbericht des Vorstands zunächst die Umsetzung der vorigen Sitzungsbeschlüsse erläutert.

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Die Stiftung hatte einen ansehnlichen Betrag an den Verein Bezirksmuseum überwiesen, um damit die Neugestaltung der Dauerausstellung „Gottes Lob und Seelenheil – Glaubenszeugnisse aus dem Madonnenland“ in mehreren Ausstellungsräumen des Trunzerhauses zu unterstützen. Die umfangreiche Sammlung sakraler Volkskunst mit wertvollen und seltenen Objekten wurde bislang aus Platzgründen nicht gezeigt. Umso erfreulicher ist es, dass diese außergewöhnliche Sammlung nun mit einer ansprechenden Präsentation einen dauerhaften Platz im Museum erhält. Konkret waren die Stiftungserträge von 2018 verwendet worden für die Anschaffung einer speziellen Vitrine für den wertvollen Bessel-Kelch, der als Leihgabe der Kirchengemeinde St. Oswald präsentiert wird.

Der wohl wichtigste Tagesordnungspunkt der Sitzung war die Vergabe der Stiftungserträge 2019 und 2020. Vorgeschlagen wurde, einen vierstelligen Betrag für ein Publikationsprojekt zur Verfügung zu stellen. Vor einigen Monaten waren dem Stadtarchiv Gedichte aus der Feder von Susi Levi übereignet worden, die der Verein Bezirksmuseum veröffentlichen möchte. Susi Levi (1897 bis 1985) war die Tochter von Abraham Wolf, der in der Marktstraße einen Textil- und Lederwarenladen betrieb. Seit den 1920er Jahren wurde das Geschäft von Susi Levi und ihrem Ehemann Herbert Levi geführt, der selbst im Vereinsleben stark engagiert war. Das Paar hatte zwei Kinder, Tochter Hella (geboren 1923) und Sohn Albrecht (geboren 1927). 1939 gelang der Familie die Flucht aus Deutschland: Susi und Herbert Levi gelangten nach Rhodesien, die Kinder nach England; später lebte die Familie in London. Die Gedichte der Susi Levi sind sowohl im Buchener Dialekt als auch in Hochdeutsch und Englisch geschrieben und stellen einen wertvollen kulturgeschichtlichen Schatz dar. Geplant ist ein Gedichtband mit historischer und wissenschaftlicher Einbettung.

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Veröffentlicht
Von
Adrian Brosch
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Einleitend soll die Familiengeschichte und die Biografie von Susi Levi und ihrem Sohnes Albert Lester vorgestellt werden, aber auch ihre Verbindung nach Buchen. Im Mittelpunkt stehen die Gedichte selbst. In einem abschließenden Kapitel wird auf den Buchener Dialekt eingegangen. Die Bürgerstiftung hat beschlossen, mit ihrem Stiftungsertrag der Jahre 2019 und 2020 für die Herausgabe dieser Publikation einen Beitrag zu leisten.

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